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Alt 09.11.2012, 11:20   #29
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.037
Moin Erwin,

Zitat:
Zitat von erwinkfoto Beitrag anzeigen
Ich stimme dir zu bis auf "Marode Betriebsmitteln". Ich war vor 8 Jahren in MUC und die Sbahnen waren damals neuer als die neuesten hier in Rhein-Main.

Auf meiner Strecke fährt sogar eine Baureihe die bei den Olympischen Spielen '72 im Betrieb war! (Test und Einführung '69)...
zu den Betriebsmitteln zählen mehr Dinge und Systeme als nur die reinen Zugbestecke. So z.B. Gleisanlagen, Stellwerke, Energieversorgung, Stationen etc. pp.

In München wurde im Zeitraum Herbst 2000 bis Winter 2004 die alte Olympia-S-Bahngarnitur durch die heute aktuellen ET 423er ersetzt. Die Einführung hatte sich aufgrund von Kapazitätsengpässen beim Hersteller verzögert, nachdem die ersten fertig gestellten Bestecke zunächst im Großraum Hannover während der EXPO ihren Dienst verrichten mußten.
Aber allein die neuen S-Bahnen reissen es nicht raus. Selbst diese Wagen haben mit einigen Problemen zu kämpfen: angefangen von defekten Türen bis hin zu Lichtschrankensystemen und Bremsen, die aufgrund der EBA überarbeitet werden mußten.
Wenn ich mir den barrierefreien Zugang zu den S-Bahnen anschaue, verstehe ich aber ehrlich gesagt die Welt nicht mehr. Auf meiner Linie fährt regelmäßig eine Dame mit, die mit einem schweren, elektrisch betriebenen Rollstuhl unterwegs ist. Der Zugang zur S-Bahn wird so realisiert, daß der Fahrer aussteigen, eine klappbare Alu-Brücke aus einem Schrank holen und damit den Spalt zwischen S-Bahn und Bahnsteig überbrücken muß, bevor der Rollstuhl in die S-Bahn fahren kann. Danach ist die Konstruktion wieder abzubauen und zu verstauen, bevor sich der Fahrer dann wieder in seinen Führerstand begeben darf. So weit, so gut. Führt man sich allerdings vor Augen, welche dichte Zugfolge auf dem Nadelöhr Stammstrecke (alle 8 Münchner S-Bahnlinien müssen über diesen Streckenabschnitt) herrscht, wird schnell offensichtlich, wie wenig adäquat diese Lösung ist. Sechs Linien werden im 20min-, zwei im 10min-Takt betrieben, d.h., daß 30 Züge (6*3 + 2*6) in der Stunde über die Stammstrecke fahren. Damit bleiben einem Zug im Mittel 2min für einen Abschnitt - mit Einfahrt, Ein-/Ausstieg und Ausfahrt - bei dem komplizierten Zugang für Rollstuhlfahrer eine verdammt knappe Zeit. Kommt es in Folge dessen zu Verzögerungen, sind gleich alle 8 Linien betroffen.


Dat Ei
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