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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Foto-Monatsthema » MT 2-25 Glaube, Götter, Religion
 
 
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Alt 25.02.2025, 18:33   #12
perser

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Registriert seit: 25.11.2012
Ort: Neumünster
Beiträge: 5.628
In einer Armenküche der Sikhs in Alt-Delhi

Was wir in diesem Monatsthema bisher wenig hatten, waren Beispiele für die soziale und karitative Arbeit von Glaubensgemeinschaften. Dabei gibt es diese in allen großen Religionen, hierzulande etwa Caritas und Diakonie. Aber natürlich haben auch Moslems, Buddhisten, Juden oder Hindus ihre Wohlfahrtsorganisationen.

Stark ausgeprägt ist dies auch im Sikhismus. Die vor allem männlichen Träger dieser indischen Religion sind mit ihren opulenten Turbanen so markant, dass sie mancher hierzulande für die eigentlichen Inder hält. Dabei haben sie „nur“ um die 26 Mio. Anhänger, womit sie im bevölkerungsreichsten Land der Welt nach Hindus, Moslems und Christen erst auf Platz 4 der großen Religionen rangieren.


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Ihre Basis haben die Sikhs im Bundesstaat Punjab, wo auch ihre wichtigsten Tempel liegen (vor allem Amritsar), sowie in der bzw. um die Hauptstadt Delhi. In Alt-Delhi gibt es denn auch prächtige Bethäuser, so etwa der Gurudwara Bangla Sahib Sikh-Tempel. Hier einige Bilder dazu:


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Sikhs glauben an einen ganzheitlichen Schöpfergott, der weder Männlein noch Weiblein ist. Sie sind also anders als die Hindus monotheistisch orientiert, sie lehnen sowohl das indische Kastensystem ab als auch religiöse Dogmen, wie sie die Hindus praktizieren.

Alle männlichen Sikhs heißen übrigens mit Nachname Singh, alle Frauen Kaur.

Größten Wert legen Sikhs auf eine tugendhafte Lebensführung. Hierzu gehören ein solides Familienleben, der ehrliche Verdienst des Lebensunterhaltes, lebenslanges spirituelles Lernen sowie das Bemühen, soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Deshalb unterhalten Sikhs in ihren Tempeln große Armenküchen, in denen jedermann/frau kostenlos tagtäglich verköstigt wird.

Meine Frau und ich durften ein wenig hinter die Kulissen schauen (mitgegessen haben wir allerdings nicht ).


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Auf ein Zeichen des Küchenchefs durften dann alle, die zunächst brav vor dem riesigen Speisesaal der Armenküche warteten, Platz nehmen und sich den Bauch füllen – egal ob Sikh, Hindu, Christ oder gottlos. Nur eine Kopfbedeckung ist in Sikh-Tempeln streng geboten…


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Gruß Harald

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
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