Zitat:
Zitat von mrieglhofer
Genau das unterstelle ich Sony. War selbst lange zeit als Produktmanager tätig.
Zuerst kommen sie mit (unterdeckenden) Kampfpreisen A900 -> A850 in den VF Markt, tun so, als ob sie da über einen Preiskampf tatsächlich zu einem Player im oberen Segment werden wollen, verenden dann fast mit der Nachfolge zur A77, machen das gleiche wieder mit der A99, fluten den Markt mit Billigmodellen, bauen ein anderes Bajonett und ein halbfertiges System und stellen jetzt ein 4/500 zu einem gegenüber dem Mitbewerb unerklärlich hohen Preis vor. Da kann ich nicht folgen.
Marketing bedeutet auch, seinen Partner glaubhaft eine Vision zu vermitteln und einen klaren Weg in die Zukunft. Dann können sich die Kunden entscheiden, ob das zusammenpasst und ob man ein Stück des Weges gemeinsam gehen kann. Es handelt sich ja um ein System, bei dem meist über Jahre drinnen bleibt. Das ist Information und Kommunikation äußerst wichtig.
Ob sie jetzt wissen, was sie tun, ist die eine Seite und das kann durchaus bei einem Wechsel im Management einen Zickzack Kurs zur Folge haben. Aber das Marketing bzw. die Kommunikation zum Kunden in diesem Bereich ist schlichtweg eine Katastrophe, zumindest wenn die Absicht da ist, langjähige Minolta-Kunden im Boot zu halten. Dass man dann auch noch den Service für hochwertige Teile scheinbar nicht im Griff hat, ist dann das Sahnehäubchen bei einem 13k Objektiv.
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Sony macht seinen Profit in der Kamerasparte zur Zeit hauptsächlich mit 30.000 Vollformatsensoren pro Monat als Zulieferer für die neuen Nikon D800/D800E, (siehe Nikonrumores). Diese 36-Megapixel geballter Hochtechnologie sind ein gutes Geschäft, vernachlässigen jedoch auch die Möglichkeiten, diese zumindest zeitgleich in die eigenen Kameras einzubauen.