Zitat:
Zitat von felix181
Ich glaube Du solltest Dir dieses Thema nicht zu sehr zu Herzen nehmen - letztlich geht`s "nur" um Fotografie und da auch nur um Sensoren und deren Zukunft die hier und in ganz Europa niemand beeinflussen kann 
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Ich sehe das entspannter als Du glaubst (oder es vielleicht den Anschein hat). Zum einen bin ich mir meiner Fehlbarkeit bewusst. Auch wenn ich mir meiner Argumente sehr sicher bin (ich denke auch über meine Argumente kritisch nach, bevor ich sie wirklich zu
meinen mache), weiß ich zu unterscheiden zwischen
meiner Meinung und
meinen Prognosen einerseits und anderseits dem, was die Zukunft bringen wird. Ich kann nicht die Zukunft vorhersagen, aber aufgrund von Sachargumenten (auch von anderen) für mich Bewertungen für ein
wahrscheinliches Eintreten von Gegebenheiten finden. Die kommuniziere ich - und passe sie für mich vor allem auch an, wenn ich von anderen Argumente entgegen gehalten bekomme, die ich für überzeugend halt. Zum Beispiel finde ich das Argument, ältere Sensoren mit ansonsten neuerer Kameratechnik zu kombinieren, um so günstigere VF-Kameras als bisher zu bekommen, für interessant. Ich kann noch nicht abschätzen, wie "
wahrscheinlich" diese Szenario ist, aber wenn ich daran denke, wie alt eigentlich der Sensor der a6400 ist, und das mit der Tatsache kombiniere, dass diese Kamera ja immer noch gebaut wird, ist das etwas, über das man nachdenken kann. Andererseits: ich sehe keine "aktiven Bewegungen", die in diese Richtung deuten könnten. Und das macht es schwierig, dieser Idee
in der Realität übermäßig Gewicht beizumessen, auch wenn die Idee
theoretisch spannend klingt.
Ich habe eher den Eindruck, dass andere Menschen sich das viel mehr zu Herzen nehmen, wie z.B.:
Zitat:
Zitat von P_Saltz
Das ist halt meine Meinung.
Mittelfristig, Langfristig? Aus meiner Sicht ca. 3-5 Jahre... Und da wird es auch nichts nutzen, wenn man noch so tolle Argumente findet.
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In solche Aussagen stecken viel mehr Emotionen drin als es den ersten Anschein hat. Hier geht es gar nicht mehr darum, Argumente auszutauschen, sich mit den Argumenten anderer zu beschäftigen und dadurch vielleicht auch den Mut zu haben in eine Situation zu kommen, in der man sich (vor allem gegenüber sich selbst) eingestehen muss, dass die "eigene Meinung" falsch war. Das Problem bei solchen Positionen ist, dass sie eben die Sachebene (die Ebene der Argumente) verlässt und allein auf der emotionalen Ebene aggiert. Wo es keine Sachargumente gibt, bleiben nur die emotionalen Argumente.
Dass jemand eine Meinung von etwas hat, ist für mich vollkommen in Ordnung. Sie darf und soll sogar meiner Meinung entgegen stehen, denn nur so bin
ich auch gefordert,
meine Meinung immer wieder in Frage zu stellen. Deswegen liebe ich es am meisten, wenn dann noch diese andere Meinung mit Fakten und (Sach-)Argumenten untermauert ist. Auf eine Meinung zu bestehen, allein weil es die eigene Meinung ist, finde ich hingegen eher uninteressant. Aber auch da: jeder Mensch darf seine eigene Meinung haben. 's halt nur schwierig, wenn Menschen sagen, dass sie auf der Sachgebene eigentlich gar nicht mehr diskutieren wollen.