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Ist APS-C bei Sony tot oder kommt da was?
Es wird ja immer wieder gerne geunkt, dass Sony APS-C im Fotobereich sterben lassen wird, weil
Jetzt bin ich bei Andrea auf einen Beitrag gestoßen mit Zahlen vom japanischen Markt, wonach Im Jahre 2025 neun von zehn verkauften Kameras APS-C-Kameras waren. Wie ist Eure Einschätzung? Passiert 2026 etwas in Sonys APS-S-Universum? Oder erst 2027? Oder konzentriert sich Sony bei APS-C auf videolastige Kameras und lässt den Fotobereich sterben, überlässt den Teilmarkt also Canon, die mit der R50 und R10 ja eh schon vor der a6400 sind? |
APS-C stirbt genauso langsam wie der A-Mount seinerzeit langsam gestorben ist. Viele wollten es aber lange einfach nicht sehen und wahrhaben. Für mich ist Sony APS-C schon lange am unter gehen, ganz sicher dann ab dem Erscheinen der ersten A7C. Danach kam zwar noch die A6700 aber im A-Mount kam 2016 auch noch mal eine A99II. Dennoch war es das dann gewesen mit A-Mount.
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Ich denke, ein echter Tod oder ein Einstellen wird es erstmal nicht geben, Sony würde sich damit ja selbst schaden bzw. Nutzer vor den Kopf stossen, denn die Aufstiegsmöglichkeit von APS-C zu FF ist ja da und durchaus sehr attraktiv für Sony.
ABER, Sony wird das minimalistisch betreiben, nicht mehr Aufwand als nötig, keine neuen Objektive, vielleicht irgendwann nochmal nen neuen Body |
Ich denke auch nicht, dass es schnell sterben wird, denn ich sehe es auch so, dass es für Einsteiger eine Möglichkeit ist, dann später doch aufzusteigen.
Eine Freundin von mir hat nur mit der Fotografie angefangen, eine 6700 gekauft und das ist wirklich eine tolle Kamera. Beim Zukauf von Objektiven achten wir nun aber auch darauf, dass sie gut an Vollformat nutzbar sein werden. Wenn es rein um die Größe geht, könnte man natürlich die A7C nehmen, ist aber auch eine andere Preisklasse, denke ich. |
Zitat:
9 der 10 in Japan meistverkauften Kameramodelle mit Wechselobjektiven sind APS-C Systeme. Das liegt einfach am Preis. Günstige Modelle werden in grösseren Stückzahlen gekauft als teurere Modelle. Auch eine Erkenntnis: Die beliebteste Vollformatkamera in Japan ist die Sony A7CII. Auch da dürfte der Preis eine Rolle spielen. Wenn sich die Margen bei den günstigen APS-C Modellen mit denen der Vollformat-Kameras vergleichen könnten, würde Sony da sicher pushen, aber in diesem Segment scheint nicht viel Fleisch am Knochen zu sein. |
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1. APS-C-Sensoren an sind auch auf längere Sicht (noch) unverzichtbar. Wenn wir in den Videobereich schauen, dann sehe ich auf lange Sicht nicht, wie im Consumerbereich Vollformatsensoren hier APS-C ablösen sollen. Kameras mit APS-C-Sensoren sind da einfach die Cash Cows, Technik hin oder her. Und Sony macht in dem Bereich gerade richtig Umsatz. Das heißt auch, dass Sony sicher in die APS-C-Sensorentwicklung weiterhin Geld ordentlich pumpen wird --- das sie aber irgendwie auch wieder zurück haben wollen. Und das geht nur, indem sie die Sensoren so häufig wie möglich verkaufen. Nun ist auch ein Videomarkt irgendwo endlich, so dass mehr nur über andere Marktbereiche geht. Der Fotomarkt ist für Sony daher unumgänglich, wenn sie den Verkauf von Geräten mit APS-C-Sensoren maximieren wollen. 2. Die Kosten für das zusätzliche Entwickeln von APS-C-Fotokameras ist günstiger als wir denken Ja, natürlich, zusätzliche Entwicklung kostet zusätzliches Geld. Aber wie in der Produktion gibt es auch in der Entwicklung "Skaleneffekte" (kurz: dadurch, dass man mehr produziert, werden die Kosten pro Stück geringer). Die Innovationen werden sicher für die Vollformat-Fotokameras gemacht - aber sie in einem späteren Schritt auf APS-C-Fotokameras zu portieren, ist viel kostengünstiger, auch weil man auf Erfahrungen zurückgreift und bestimmte Fehler nicht macht. Und der Verkauf dieser "Zweitverwertung" hilft auch, die ursprünglichen Entwicklungskosten zu decken. 3. So lange Canon den APS-C-Fotobereich so aktiv bespielt, kann sich Sony nicht daraus zurückziehen Ganz ehrlich: Der Fotomarkt lebt insbesondere durch den direkten Konkurrenzkampf zwischen Canon und Sony. Bei den beiden gönnt der eine dem anderen nicht das Deckige unter den Fingernägeln. Das, was da passiert, ist nicht immer rationell zu begründen. Da geht es viel auch um Prestige. Wir reden bei den Zahlen bei Andrea von "den meistverkauften Kameras in Japan". Alle Kameras, nicht "nur APS-C", nicht "nur Consumer", nicht "nur Fotokameras". Die einzige, aber wichtige Einschränkung ist "in Japan". Es geht nicht um irgendein Geschäft. Es geht um das Geschäft zuhause. Da geht es erst recht im Prestige. Und Sony fuxt es glaube ich schon ganz schön, dass Canon mit der R10 und R50 da gerade gutes Geld macht. Dass sich die a6400 als sieben(!) - in Zahlen: 7(!) - Jahre alte Kamera noch so gut verkauft, überrascht mich selbst, aber auch Sony wird klar sein, dass das vielleicht mit Ach und Krach noch ein achtes Jahr gut gehen wird, aber sicher kein neuntes. Wenn Sony nicht auch noch von MFT-Fotokameras überholt werden will, werden sie was tun müssen. |
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Von A6100 bis A6600 ist der Sensor identisch und noch nicht einmal ein BSI, und der Sensor der A6700 ist ein Abfallprodukt des IMX455 (A7RIV/RV). Und die sich, zumindest in Japan, so gut verkaufende ZVE10II hat den gleichen Sensor. Diese Kamera ist einfach ein Aufstieg vom Handy. Das kann sie auch ewig so weiter bleiben, denn sie wird noch sehr lange besser sein als ein Handy. Ich sehe da keinen wirklichen Handlungsbedarf für Sony. Und in Fotoforen spielt diese Kamera überhaupt keine Rolle, nicht nur hier, auch in allen anderen die ich kenne. Zitat:
Sony wird nie (!) sagen, wir kümmern uns um den APS-C Bereich nicht mehr wirklich, genau wie es seinerzeit beim A-Mount nie gesagt wurde. Was dann noch kam waren die div. Adapter. Sony APS-C wird genauso langsam ausschleichen wie es beim A-Mount war, und genauso wie damals: Zitat:
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Und es ist ja nicht nur das Gehäuse. Wenn ich mit kleinem Gepäck auf Fototour gehe, dann hab ich nur die α6500 plus SEL18135 in der Tasche. Das Kleinbild-Äquivalent wäre ein 28-200. Gibt es von Sony überhaupt nicht, und das Tamron ist logischerweise deutlich größer, wiegt fast das Doppelte und ist nicht stabilisiert (über letzteres könnte man bei einer Kamera mit IBIS natürlich hinwegsehen). https://camerasize.com/compact/#691.702,912.859,ga,t Aus meiner Sicht ist ein Vollformat-Sensor im zwanghaften Mini-Gehäuse genau so ein fauler Kompromiss, wie es seinerzeit der APS-C-Sensor im großen DSLR-Gehäuse war. Beim aktuellen Stand der Technik sehe ich also durchaus einen Sinn in zwei getrennten Produktlinien für unterschiedliche Zielgruppen. Die entscheidende Frage ist, ob die Zielgruppe das in ausreichender Menge zu schätzen weiß. |
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