Zitat:
Zitat von Neonsquare
Bislang sind das ja einzelne Pixel, die für eine Phasendetektion statt zur Bilderzeugung genutzt werden. Die Fläche dieser paar Pixel ist entsprechend gering. So ist es wieder die alte Faustformel: Mehr Fläche, mehr Licht, bessere Ergebnisse. Im Vergleich bieten die AF-Sensoren der klassischen SLRs, DSLRs oder SLTs eben deutlich mehr Fläche.
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Dafür bekommt der "klassische" AF-Sensor von vornherein nur 30% des einfallenden Lichts. Er
muß also schon mindestens die dreifache Fläche mitbringen wie ein Phasen-AF auf dem Hauptsensor, um überhaupt eine vergleichbare Genauigkeit zu erreichen.
Andererseits dürfen aber beim separaten AF-Sensor die einzelnen Meßpunkte gar nicht wesentlich größer sein als die eigentlichen Bildpunkte, wenn man pixelgenau fokussieren will. Das Ganze ist also ein Kompromiss, der mit zunehmender Auflösung immer problematischer wird.
Zitat:
Zitat von Neonsquare
Canons Realisation des Hauptsensor-AF kann nur als Unterstützung des Kontrast-AF dienen und ist kein vollwertiger Ersatz. Damit kann in vermeintlich häufigen Fällen vermieden werden, dass der Kontrast-AF in die falsche Richtung losrennt.
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Man sollte daraus allerdings auch einen vernünftigen Hybrid-AF bauen können, der erst per Phasendetektion den Fokuspunkt so gut wie möglich anfährt und dann per Kontrastdetektion den letzten Schliff gibt. Letzteres könnte man per Menü zu- und abschaltbar machen, also Präzisions-AF vs. Hochgeschwindigkeits-AF.
Zitat:
Zitat von Neonsquare
Die Phasendetektion erfolgt allerdings nur in der Bildmitte - was in vielen Situationen auch unnütz sein kann.
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Das ist Canons Implementierung. Es spricht aber nichts dagegen, AF-Meßpunkte über den ganzen Sensor zu streuen oder zumindest über den gesamten Bereich, der jetzt auch vom herkömmlichen AF-Sensor abgedeckt wird.