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Zitat von ha_ru
Ein COP ( „Coefficient of Performance“ ) von 2 kommt bei sehr tiefen Außentemperturen an den 10-20 kältesten Tagen im Jahr vor. Meine Wärmepumpe hat laut Datenblatt einen COP von 2 jeweils bei Maximalleistung bei 45° Vorlauftemperatur bei -15° Ausentemperatur, bei 60° Vorlauf bei -7 AT und bei 70° Vorlauf bei 0° AT.
COP ist nicht zu verwechseln mit der JAZ (Jahresarbeitszahl). Meine WP hat eine JAZ von 4,6 erreicht und ich heize tagsüber mit PV-Strom einen Pufferspeicher auf 45° auf, da sieht man den Unterschied zwischen COP 2 bei -15° und JAZ über das ganze Jahr.
Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts zum WP-Einsatz in Altgebäuden ist bei passender WP-Auswahl eine JAZ von 3,5 auch im Altbestand erreichbar und somit im Co2 Ausstoß selbst bei hetigem Strommix mit (zu)viel Kohlestrom besser als eine moderne Gasheizung (gilt ungefähr ab einer JAZ besser als 3).
Lasst euch nicht von polemischen Beiträge verunsichern, die mit einer unrealistischen JAZ von 2 argumentieren. Das gibt es nur bei extremer Fehlplanung.
Zu den Nachteilen der Luft-Luft-Wärmepumpe (unangenehmer Luftstrom, trockene Luft und Geräusch) so ist zu sagen, dass diese sytembedingt da sind. Aber die Erfahrung aus Japan behandelt den schlechtesten Fall, nämlich dass ein Raum mit hoher Leistung in kurzer Zeit mit möglichst günstigem Gerät aufgeheizt werden soll. Ist der Raum warm und kann das Gerät auf niedriger Leistung laufen wird alles besser und wenn man gut plant mit modernen, höherwertigen Geräten bleibt im wesentlichen der Nachteil, dass die Luft gerne trocken wird. Für Räume die man nur gelegentlich nutzt und in kurzer Zeit aufheizen will sind sie eine gute Lösung.
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Das mit dem Mix ist ja immer so eine Sache, wie man den sich schön oder schlecht rechnet. Beim Mix übers Jahr gerechnet mag das Stimmen, aber bei dem Mix, der dann da ist, wenn man heizt, mag das anders aussehen.
P.S. Eigentlich hätte das Klaus schreiben müssen.