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Alt 25.10.2015, 11:14   #11
turboengine

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Worauf ich herauswill ist vielmehr folgendes: Mit vorprozessiertem RAW habe ich viel weniger Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung! Das ist doch der Grund, warum man RAW eigentlich benutzt.

Mir ist aufgefallen, dass ich an der A7 mit dem 28-70 Kit viel weniger schärfen kann ohne Artefakte zu bekommen als mit der Nikon D800 oder an der A7 mit manuellem Glas wie z.B. einem Leica Summicron 50. Ich habe das bisher auf die Charakteristik der Optiken bzw. der Kameras zurückgeführt. Wenn man allerding so etwas liest:

Zitat:
DIGLLOYD: I would say not the “raw files” but rather the “raw data before encoding into the file format”. Indeed it wreaks havoc with sharpening. While I can double or quadruple sharpening on a Nikon D810 file with minimal ill effects, doing so on a Sony A7R or A7R II files looks godawful.

I have to be very careful with sharpening Sony A7R II files, just as I had to with Sony A7R and A7 II and A7 files. The raw files are pre-cooked. Very disappointing to see this practice continue with the A7R II, which has superb sensor quality.
http://diglloyd.com/blog/2015/201508...e-cooking.html

Stellt sich dann halt schon die Frage, ob Sony hier den richtigen Weg einschlägt. Mir ist klar dass diese Beobachtung für die besonders Markentreuen eine Provokation darstellt.

Nochmal: Mir geht es nicht um das wahre, schöne, gute RAW (Altdeutsch für Anaxaboras , Insider) sondern um die beste Ausgangsbasis für die Bildbearbeitung. Aber definitionsgemäss ist "roh" halt "roh". Wenn ich Schnitzelfleisch kaufe, möchte ich ja auch nicht, dass eine Seite schon angebraten ist.

Das "Kochen" der Raws hat für Sony ausserdem den angenehmen Nebeneffekt, dass in den allseits beliebten und hier so gerne verlinkten Bildvergleichen Sony besser abschneidet, da schon Schärfung, Vignette und Verzerrungskorrektur usw. durchgeführt wurde, was bei einem Konkurrenzprodukt mit eigentlich besserer Optik nicht nötig war. Das kann ein Wettbewerbsvorteil sein, so dass andere Hersteller nachziehen werden. Das RAW Format wäre dann immer weniger wert, dann könnte nun auch gleich TIFF nehmen.

Was für mich OK wäre, das sind Korrekturen, die nur in der Kamera gemacht werden können da (optische) Kamerahardware im Spiel ist. Da fällt mir aber jetzt nicht viel ein. Selbstverständlich gibt es den Fall, dass ein echtes RAW eine schlechtes Bild gibt wie beim NEX Pancake Zoom, das ohne Korrektur eine grausige Verzeichnung hat.

Wenn ich aber 1500 Euro für ein Zeiss Batis oder ein 1.4/35 Sony Objektiv ausgebe, hätte ich schon gerne die Wahl, ob ich die Verzeichnungskorrektur ein- oder ausgeschaltet ist und die Schärfung möchte ich auch vollständig im Computer machen.
__________________
Viele Grüße, Klaus
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