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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » Raw oder Jpg und die Nachbearbeitung, Aufwand vs. Nutzen?
 
 
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Alt 11.08.2013, 20:27   #11
urmeli-hd
 
 
Registriert seit: 02.11.2006
Ort: Heidelberg
Beiträge: 190
Ich bin erstaunt über den Diskussionsverlauf - ein typischer Männer-Thread: Technikverliebt, an Messwerten orientiert, m.E. am Ergebnis erheblich vorbei diskutiert. Gute Ergebnisse bekommst du schlimmstenfalls auch mit einem Handy hin - es kommt immer auf die Bildaussage an, das Werkzeug und seine Möglichkeiten ist allenfalls Mittel zum Zweck.

Ich habe mir auch oft die Frage gestellt, ob es besser sei, meine Bilder in RAW oder als JPG aufzunehmen und ich habe einige wie Glaubenskriege ausgetragene Diskussionen im Web gelesen - am Ende denke ich, muss jeder seinen eigenen Weg finden und selbst wissen, was für ihn alleine die "Wahrheit" ist. Vor vielen Jahren hatte ich eine Dunkelkammer zusammen mit einem Freund. Irgendwann ist die Fotografie familienbedingt auf den Hund gekommen, ich habe das Equipment verkauft und nach Jahren wieder ganz klein mit einer Minolta A1 angefangen- Alles in JPG aufgenommen und so verwendet, wie sie aus der Kamera kamen. Dann folgten digitale DSLR mit anderen Möglichkeiten. Dann fing ich wieder an, Bildbearbeitung zu betreiben - diesmal nicht analog, sondern digital. Für mich stand recht bald fest, dass meine Fotografierarbeit mit der Aufnahme nicht beendet ist - und alle meine persönlichen Vergleiche haben mir bewiesen, dass dafür das RAW-Format die besseren, d.h. v.a. besser durchzeichneten Ergebnisse liefert. Letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst speichere derzeit meine Bilder sowohl als RAW als auch als JPG, wobei ich allerdings dazu übergehen werde, mich komplett auf RAW zu beschränken.

Für RAW spricht das bessere Ausgangsmaterial für eigene digitale "Dunkelkammer"arbeit - dafür taugt JPG einfach nicht, jedenfalls haben mir alle meine praktischen Versuche gezeigt, dass das nichts für mich ist. Gegen RAW spricht das proprietäre Format, von dem ich nicht weiss, ob es in 10 Jahren noch ein Programm geben wird, das mit genau der RAWs meiner Kameras umgehen kann (DNG ist da für mich, der ich mit Aperture arbeite, leider auch keine Alternative). Für JPG spricht die halbwegs verlässliche Erwartungshaltung, dass man dieses Format auch in 10, vielleicht sogar 20 Jahren noch wird öffnen können - wobei das auch niemand wirklich weiss. Die Frage nach Speicherkapazität dürfte heutzutage ohnehin kaum noch einer stellen wollen.

Die ganzen theoretischen Ergübelungen des Threads gehen mir viel zu sehr am Ziel vorbei - und die kann nur heissen, mit den sich dir bietenden Möglichkeiten eine beabsichtige Aussage umzusetzen.
__________________
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