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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Die Glaskugel » Ist APS-C bei Sony tot oder kommt da was?
 
 
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Alt 28.01.2026, 15:57   #11
DerGoettinger

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 02.04.2019
Ort: Lübeck
Beiträge: 1.327
Zitat:
Zitat von Dirk Segl Beitrag anzeigen
Vor allem könnte eine High-End APS-C endlich einen 8 Stufen Stabi realisieren und eine sehr hohe Auslesegeschwindigkeit des Sensors ermöglichen.
Dazu "echte" APS-C Objektive für Wildlife mit 2.8 oder 4.0 in "Kleiner".

Potential sehe ich schon, aber ob der Markt das hergibt ?
Auch das ist vermutlich kompliziterter in der Gesamtschau.

Technisch ist sicher viel mehr machbar, als wir praktisch gerade sehen. Wenn es um die Auslesegeschwindigkeit eines Sensors geht, dann ist vor allem die Gesamtzahl der auszulesenden Sensels relevant, aber nicht, wie groß der einzelnen Sensel ist. Ja, ein Selbstläufer ist es nicht, aber warum sollte ein 24 MP-APS-C-Sensor mit Global Shutter technisch unmöglich sein? Das grundsätzliche Konstruktionsprinzip für diese Auflösung ist da.

Marktpotential an sich sehe ich auch, denn das Interesse an einer GS-Kamera, für die man nicht den Preis einer a9III zahlen muss, ist sicher da, auch wenn man die anderen Nachteile, die APS-C für einen vielleicht bringt, dann hinnehmen müsste. Ich gebe einschränkend zu, dass ich das Marktpotential aber nicht in seiner Größe einschätzen kann, sondern nur, dass es da ist.

Entscheidend scheint für mich aber, dass Sony für mich eine "Produktggrenze" zu haben scheint, die aktuell irgendwie an den beiden Eckpunkten "a6700 - a7IV/V" entlangläuft (mit der a7CII als Brücke dazwischen).
  • Die neuen Modelle tauchen immer wechselseitig und auch grob in vergleichbaren Zeitabständen auf. 1,5 bis 2 Jahre nach einem a7-Modell kommt die Top-Kamera der APS-C-Reihe; grob 1,5 bis 2 Jahre nach einer Top-Kamera der APS-C-Reihe kommt eine neue a7-Kamera (die R's, S's und C's mal außen vorgelassen)
  • Auch von den technischen Kernwerten waren die Kameras in der Vergangenheit gar nicht so weit auseinander. Irgendwie waren die besten a6x00-Kameras und die entsprechenden "Basis-a7"-Kameras "schon irgendwie auf Augenhöhe". Ja, das größere Gehäuse hat defintiv Vorteile, aber z.B. die a6700 hat das im Vergleich zur a7IV mit dem besseren KI-AF meiner Meinung nach gut kompensiert. Zumindest lagen zwischen den beiden Modellen keine Welten.
UND: Sony hatte seine Kamera-Welt damit auch ursprünglich gut gegliedert. Die a6500/6600/6700 waren immer "die besten" Kameras der "kleingehäusigen Kameras mit APS-C-Sensor", die a7's (nicht die S's & R's) waren immer "die Basis" für die "großgehäusigen Kameras mit Vollformat-Sensor.

Solche "Grenzen" sind für einen Markt ja durchaus sinnnvoll aus Sicht eines Herstellers, weil es tatsächlich dabei hilft, so einen Markt zu steuern. Die a6700 war wie eine gläserne Decke, durch die es keinen direkten Durchgang nach "weiter oben" gibt. Wenn ich wirklich "weiter nach oben" wollte, musste ich (zumindest in der urprünglichen Denkweise) auf Vollformat umsteigen. Das war von Sony auch so gewollt, weil damit natürlich verbunden war, dass man auch die teureren Vollformat-Objektive braucht, die man bisher vielleicht noch nicht hat, weil es für APS-C entsprechende Alternativen gab.

Die Welt damals war auch einfach(er), weil die Grenzen zwischen "Sensorgrößen" und "Gehäusegrößen" identisch war. Es gab die a6x00-Kameras "mit kleinem Gehäuse und kleinem Sensor", und es gab die a7x-Kameras "mit großem Gehäuse und großem Sensor"

Diese "einfache Grenze", die die Sony-Welt fast wie mit schwarz und weiß in zwei Bereiche getrennt hat, hat Sony mit den a7Cx-Kameras aber inwzischen zu einer "Grauzone" verwandelt. Die Frage ist, ob Sony willens und bereit ist, diesen "Übergangsbereich" noch weiter "auszugrauen", indem sie nun mit den APS-C-Sensoren in Bereiche vordringen, die über die einer "einfachen a7V" hinausgegen, also z.B. mit einer APS-C-Kamera mit GS.

Verschiedene mögliche Optionen dafür gäbe es, wie zum Beispiel eine APS-C-Kamera mit einem 24-MP-Global-Shutter-Sensor (siehe oben als "technisch machbar"), egal in welchen Gehäuse. Das Problem liegt wieder einmal allein in der "Wahrscheinlichkeit". Ganz ausgeschlossen (im Sinne von "genauso wahrscheinlich wie, dass in der kommenden Woche die Sonne explodiert") ist es nicht, aber mehr können wir zur Wahrscheinlichkeit eigentlich nicht sagen. Wenn ich mir "den Markt" ansehe und für mich nach verschiedenen Parametern analysiere, glaube ich schon, dass das der Markt hergibt. Aber auf mich hört ja auch keiner, obwohl ich im Nachhinein immer wieder recht habe
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"Die ersten 10.000 Bilder sind die schlechtesten" - wahlweise Henri-Cartier Bresson, Jackson Pollock oder Helmut Newton zugeschrieben
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