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Startseite » Forenübersicht » Kamera und Technik » Sony E-Mount Kameras » α7R IV: Sony A7 RIV und mechanischer Balgen
 
 
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Alt 03.04.2021, 22:12   #9
usch
 
 
Registriert seit: 16.08.2010
Beiträge: 19.127
Ein ganz pragmatischer Grund: Beim Ausschalten wird das Objektiv "geparkt". Die Blende wird geschlossen, damit die Sonne nicht ungehindert hineinscheinen kann und am Ende irgendwas in Brand setzt, wenn man die Linse ohne Deckel irgendwo ablegt. Bei A-Mount-Objektiven wird der Fokus auf Unendlich gefahren, so daß der Tubus so wenig wie möglich heraussteht (E-Mount-Objektive mit AF scheinen aber alle innenfokussierend zu sein, so daß das hier irrelevant ist). Desgleichen wird bei Objektiven mit Motorzoom die kürzeste Brennweite eingestellt und das versenkbare SELP1650 in Transportstellung gebracht. All das passiert natürlich nicht, wenn man das Objektiv einfach so von der Kamera nimmt.

Kameraseitig kaputtgehen darf eigentlich nichts, das würde ich für einen Konstruktionsfehler halten. Kann ja immer mal passieren, daß man das Ausschalten vergisst, und dagegen sollte die Elektronik abgesichert sein (verbastelte Adapter mal ausgenommen, damit erlischt auch jegliche Garantie). Allerdings hatte ich ein paar Mal seltsame Werte in den Exif-Daten stehen. Könnte sein, daß das neu angebrachte Objektiv nicht immer richtig erkannt wird, wenn das bei eingeschalteter Kamera passiert.

Generell bin ich aber skeptisch in Bezug auf die Verwendung von aktuellen Objektiven an Balgen oder Zwischenringen. Konstruktionen mit Innenfokussierung oder Floating Elements reagieren ja mitunter schon etwas empfindlich, wenn das Auflagemaß nicht exakt stimmt, und ein Balgengerät ist sogar eine sehr große Abweichung vom vorgesehenen Auflagemaß.

Bei E-Mount-Objektiven mit "focus by wire" kommt noch dazu, daß die eingestellte Entfernung undefiniert ist, im Makrobereich kann das z.B. einen Unterschied zwischen 1:1 und 2:1 bei gleichem Balgenauszug bedeuten. Bei Objektiven mit Linearmotor ist die Fokusgruppe im stromlosen Zustand sogar völlig frei beweglich, d.h. der Fokus kann sich bei Erschütterungen jederzeit von alleine verstellen.

Letztlich schlägt die Praxis aber jede Theorie, d.h. ich würde es einfach ausprobieren. Wenn du damit gute Ergebnisse erzielst, ist ja alles ok. Und wenn nicht, hast du wenigstens eine mögliche Erklärung dafür.
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