![]() |
|
|
![]() |
|||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||
|
![]() |
#9 |
Registriert seit: 11.03.2015
Beiträge: 2.462
|
Wie in den bisherigen Beiträgen schon angedeutet, gibt es bei der Langzeitarchivierung 3 prinzipielle Probleme:
- Haltbarkeit der Medien - Verfügbarkeit der Lesegeräte - Verfügbarkeit von Software zum lesen der Dateiformate Eine 100% sichere Lösung gibt es nicht. Bei den optischen Datenträgern gibt es ein paar Typen, die wohl geeigneten Bedingungen eine Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten haben, z.B. DVD-RAM. Links dazu wurden ja schon genannt. Zur Lagerung: Kühl, dunkel, trocken versteht sich von selbst. Bei der Lösung mit dem Koffer solltest du darauf achten, dass da keine aggressiven Lösungsmittel aus den Kunststoffen ausdünsten. Mit Papierklarsichthüllen habe ich schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht, allerdings war das mit unbedruckten CD-Rohlingen. Die Klarsichtfolie ist mit dem Schutzlack verklebt und beim entnehmen hat sich der inkl. Reflexschicht und Dye mit allen Informationen von der CD gelöst ![]() Es gingen zwar keine unwiederbringlichen Daten verloren, aber ich musste meine gesamten 500 CD nochmal rippen. Bei DVDs kann das nicht passieren. Bei BR liegt die Datenschicht, wie bei der CD außen, da könnte das vielleicht auch ein Thema sein. Die Lagerung auf (kleinen) Spindeln halte ich für unkritisch. Optische Datenträger haben auf der Unterseite einen sogenannten Stackerring, der dafür sorgt, dass die Scheiben nicht direkt aufeinander liegen. Dann noch ein paar andere Dinge, die weiter oben teilweise schon angeklungen sind. Wenn eine komprimiertes Archiv mit vielen Dateien nicht mehr lesbar ist, ist der Schaden erheblich größer, als bei einer einzelnen Datei des Archivs. Je höher die Datendichte eines Datenträgers, desto größer der Schaden bei einem Defekt mit einer bestimmten Größe. Das Problem der Dateiformate kann man zumindest Mittelfristig sicher dadurch lösen, dass man eine VM mit der benötigten Software direkt mit archiviert. Aber auch hier muss man darauf achten, dass es Software zur Nutzung der VM gibt. Bei mehrfach beschreibbaren Medien (z.B. Festplatten, SSD) besteht die Gefahr dass man man bereits gesicherte Daten durch Malware wie Verschlüsselungtrojaner nachträglich verliert. Ich persönlich nutze mehrere externe Festplatten, die an unterschiedlichen Stellen gelagert sind und hin und wieder getauscht und aktualisiert werden. Hin und wieder mache ich dann auch mal einen Detailvergleich. Bei defekten, oder Platzmangel werden die Platten durch neue, größere ersetzt. Sehr wichtige Daten sichere ich zusätzlich noch auf DVD-RAM.
__________________
Ich habe in den Neunzigern mal gedacht, das Internet wäre ein natürliches Instrument der Aufklärung von menschenfreundlichen Ideen. Das war ziemlich naiv. (Götz Widmann) |
![]() |
![]() |
|
|