Zitat:
Zitat von Ecce
Da gibt es eine  77II, die nach fast zwei Jahren immer noch im Spitzenfeld der Bestenlisten unterhalb Vollformat geführt wird. Deutlich vor zB. einer Canon 7DII.
Wenn es fast nichts Besseres gibt, dann ist das per Definition "High-End".
Ergo ist die 77II High-End bei APS-C-Kameras.
Bei einem Profi zählt allein der Umsatz.
Wenn man dafür eine 1DX mit Objektiven im Gegenwert eines Mittelklasseautos braucht, dann ist es halt so. Dem Profi ist die Marke vollkommen egal. der Rubel zählt.
Das ist wie Hubraum beim Auto. Wenn Du der schnellste sein willst kann es nie genug sein.
77II Besitzer fahren ebenfalls schön flott um die Kurven. Aber wir fahren kein Rennen gegen Profis. Wenn es etwas schönes am Wegesrand zu sehen gibt, dann bleiben wir stehen und genießen.
Wir wollen auch nicht so viel Geld, wie ein Profi ausgeben. Aber wirklich gute Bilder wollen wir schon machen. Das kann man offensichtlich bestens, wenn man sich die Arbeiten der  77II "Hobbyfotografen" anschaut.
Da es deutlich mehr "Hobbyfotografen", wie Profis gibt, hat Sony diesen Markt ganz gut besetzt. Mit der  68 kommt die Abrundung nach unten. Wenn überhaupt, dann macht es Sinn eine  77III zu bringen, die dann die APS-C Bestenlisten wieder unangefochten anführt.
Nüchtern betrachtet
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Danke, für diese Antwort! Die ist wirklich top, da stimmt jeder Zungenschlag. Genauso ist es. Mehr wäre zum Themenkomplex A77II und APS-C rein substanziell nicht zu sagen. Alles andere empfinde ich als rechthaberische Kleingeisterei.
Allenfalls noch was zu den "Profis". Diese Gruppe ist sehr, sehr breit gespannt – sie reicht von haupt- und nebenberuflichen Pressefotografen über Fotohandwerker mit und ohne Studio, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen, bis zu Künstlern, die das studiert haben, aber davon kaum leben können.
Ich kenne Leute aus allen diesen Metiers recht gut. Da gibt es welche, die schauen sehr genau auf die Marke (und trauen sich dann nicht, sich mit einer Sony oder Pentax - oder auch nur mit einer zu klein wirkenden Spiegellosen - unter die "Kollegen" zu mischen, da sie Spott und Geringschätzung fürchten). Da gibt es welche, die technisch so sehr schmalspurgeprägt sind, dass sie nicht einmal mit dem Begriff APS-C etwas anfangen könnten, weil sie nur in Sujets und Ausstellungen denken. Sie schauen nur auf bestmögliche Qualität, hohe ISO-Leistungen etc., weil sie zum Beispiel aus Prinzip ohne Blitz arbeiten.
Und da gibt es die Pragmatiker, auf die Ecce verweist: Sie schauen streng auf das Preis-Leistung-Verhältnis, denn ihnen steht, da sie auch noch Personal- und Mietkosten haben, Steuern zahlen müssen etc. teils weniger Budget zur Verfügung als gutbetuchten Hobbyfotografen – und sie landen dann nach und nach auch bei Sony oder auch bei Fuji (vor allem Leute aus dem Reportagebereich, bei denen die neuen Spiegellosen inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp sind). Immerhin sieht man inzwischen selbst bei Regierungspresseaufläufen mit Merkel & Co. Leute mit A7/A7R in der ersten Reihe knipsen...
Ich will sagen, d e n Profi gibt es so nicht. Das weiß man sicher auch bei Sony. Schauen wir denn mal, welches der verschiedenen Segmente den Verantwortlichen am umsatzträchtigsten erscheint.
Gruß Harald