Nachdem ich mich jahrelang mit "Dünnschichtphysik" beschäftigt habe (u.a. auch mit der Berechnung und Herstellung von Vergütungsschichten) würde ich auch dahingehend tendieren, dass die Vergütung und deren Toleranzen schuld sind. Wobei ich es aber nicht mit Bestimmtheit sagen kann, da ja keinerlei Werte für die Beschichtungen vorliegen.
Warum könnte es so sein?
Die "Enspiegelungschichten" werden so gerechnet, dass man im sichtbaren Bereich einen maximalen Effekt (d.h. maximale Transmission) erzielt. Das hat aber zur Folge, dass im UV- und im IR-Bereich die Reflexionen teilweise stärker werden. Weiters wird die Toleranzrechnung so ausgelegt, dass sich die Schichtdicken- bzw. Brechungsindexabweichungen auch eher im UV- und IR-Bereich auswirken. D.h. dort merkt man es am ehesten. Man muss bedenken, dass die (optischen) Schichtdicken im Bereich von "lambda-viertel" liegen, das ist i.A. eine mechanische Schichtdicke von ca. 100nm (=0,1µm=0,0001mm). Das sind gerade mal 400-500 Atome! Wenn man jetzt 0,5% Genauigkeit haben will, muss man auf ein bis zwei Atomlagen genau beschichten!!!
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