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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » RAW Schärfen - vorher und nachher
 
 
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Alt 10.07.2007, 23:26   #20
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Starnberg
Beiträge: 13.622
Mein Senf -extrascharf - dazu

Eingangs ging es ja um die Frage "Schärfen im RAW-Konverter". Ich sach dazu jetzt mal JEIN.

JA, weil man ja schließlich sehen möchte, wie das Bild mit einer vernünftigen Scharfzeichnung aussehen wird ("vernünftig" deshalb, weil das aus einem Bayer-Pattern interpolierte Bild systembedingt zu flau ist). Und weil man nicht jedes Bild erst in Photoshop öffnen möchte (ich gehe jetzt mal von Photoshop mit Camera Raw aus), um es dann als Bitmap zu speichern (die RAW-Datei ist ja noch keine Bitmap-Datei).

NEIN, weil die Scharfzeichnungsfunktion in Camera RAW (ACR) bis einschließlich Version 4.0 (Auslieferungszustand von Photoshop CS3) nicht wirklich brauchbar ist. Und es davon abgesehen die richtige Methode zum Scharfzeichnen nicht gibt. Abgesehen davon, dass jedes Motiv andere Parameter benötigt (abhängig z. B. von Details vs. Flächen aber auch dem Gegenstand wie Porträt vs. Architektur) ist die Ausgabeauflösung das Maß aller Dinge. Eine 6 MP-Datei aus der 7D erfordert andere Einstellungen als eine mit 10 MP aus der . Und wird das Bild dann hier in der erlaubten Galerie-Größe hochgeladen, brauchts wieder andere Einstellungen.

Bislang habe ich mich damit beholfen, dass ich die Schärfe im ACR auf 0 gestellt habe, das Bild in PS geöffnet und dann dort mit den optimalen Werten im USM (seltener im "Selektiven Scharfzeichner") nachgeschärft habe. Nachteil dieser Methode: Im ACR lässt sich der Schärfeeindruck nicht endgültig beurteilen, die RAW-Datei muss zum Nachschärfen umständlich in PS geöffnet werden.
Adobe ist sich dieses Dilemmas offensichtlich bewußt geworden, und hat in den Optionen des ACR 4.0 (gibt's übrigens auch für Photoshop Elements 5 als kostenloses Update) eine Option eingefügt, die es erlaubt, die Schärfeeinstellung nur "virtuell" für die Bildschirmanzeige einzuschalten. Ist diese Option aktiviert, werden die JPEGs oder TIFFs ungeschärft gespeichert. Das ist schon einmal ein Fortschritt, weil ich so Kopien dieser Datei mit für die jeweilige Auflösung optimalen Schärfe-Parametern speicher kann.

Erst mit dem brandneuen ACR 4.1 (unbedingt updaten!) hat Adobe dem ACR eine wirklich brauchbare Schärfefunktion spendiert. Vor allem erlaubt die Funktion "Maske" eine Hochpass-Filterung.

Mit ACR 4.1 könnte ich auch die Eingangsfrage die Empfehlung JA, ABER geben. Wenn die Ausgabegröße bereits im ACR endgültig festgelegt wird, kann man mit der 4.1-Version getrost im RAW-Konverter schärfen. ABER sollte das Bild noch einmal in einer anderen Auflösung mit optimaler Schärfe benötigt werden, brauchts natürlich wieder andere Schärfeparameter. Deshalb behalte ich von meinen Top-Fotos immer auch die Original-RAW-Dateien.

Habe ich weitergeholfen?

-Anaxaboras
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