Moin, moin,
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Zitat von Robert Auer
Bis auf die durch Blitzreflexe nicht eindeutig erkennbare Blickrichtung der Augen und die etwas angespannt wirkende Haltung der linken Hand,...
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zwei kurze Anmerkungen, Robert. Das Bild ist ohne Blitz aufgenommen worden. Die Lichtreflexe in der Brille stammen allein vom Umgebungslicht, dessen Hauptanteil aus dem rechten Bereich, dort, wo die offene Bogenkonstruktion der Moscheefassade ist, stammt. Der Mann hat längere Zeit in dieser Körperhaltung dort gelegen und sich ausgeruht. Anscheinend war es für ihn bequem, die linke Hand auf der rechten Schulter abzulegen.
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Zitat von About Schmidt
Wenn du solche Aufnahmen machst, lässt du diese den Fotografierten immer zukommen?
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Das ist eher die ganz seltene Ausnahme, Wolfgang. Im konkreten Fall war es so, dass der Herr kein Englisch sprach. Zwar konnte ich ihn non-verbal um die Aufnahmen bitten, aber viel mehr Kommunikation war da nicht drin. Ich habe ihm im Nachgang kurz die Bilder auf dem Display gezeigt, wollte ihn aber auch nicht weiter in seiner Ruhe stören. Ein paar Minuten später begann er sein Gebet.
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Zitat von airepx
Ich muss zugeben hier auch Vorurteile gehabt zu haben. Ein solches Foto hätte cih mir ehrlich gesagt nicht vorstellen können.
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Das ging mir ganz ähnlich. Es kann sein, dass hier ein paar besondere Faktoren mit hineinspielen. Zum einen ist die Jama Masjid eines der großen, touristischen Ziele in Delhi, d.h., man ist es gewohnt, dass hier viele nicht-muslime Menschen auftauchen (und i.d.R. photographieren). Zum zweiten ist das zentrale Moscheegebäude sehr offen gebaut. Es erstreckt sich im wesentlichen in der Breite und Höhe, hat aber kaum Tiefe. Das führt ein Stück weit dazu, dass das Innere nicht so sakral, nicht so intim wirkt. Man sieht dort Muslime beten, in Gesprächen vertieft oder auch ruhend und schlafend. Diese Verhaltensformen sind für uns christlich geprägten Europäer in einer Kirche kaum vorstellbar.
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Zitat von airepx
Allerdings weiß ich auch nicht ob das Geschlecht hier eine Rolle spielt.
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Unserer Erfahrung nach spielt das Geschlecht kaum eine Rolle - weder die des Photographen, noch das des photographierten Menschen. Meine Lebensgefährtin hat genauso Portraits aufnehmen können, und wir haben Männer wie auch Frauen photographiert. Allzu oft war es sogar so, dass Menschen darum baten, dass wir sie aufnehmen. Das ist auch etwas, was für uns Europäer eher unvorstellbar ist.
Dat Ei