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Zitat von Anaxaboras
Wenn im Labortest das eine Objektiv 3 Pixel breite CAs zeigt, das andere aber nur 0,4 Pixel breite, ist das ganz klar ein objektives Ergebnis, an dem es nichts zu deuteln oder zu behaupten gibt.
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Da liegt ein Missverständniss vor. Du meinst Labortests als "Fotos auswerten in kontrollierter Umgebung". Da kann man natürlich konkrete Fragesstellungen (CA ja/nein) objektiv beantworten. Was ich jedoch hier unter einem Labortest verstehe ist die automatisierte Computerauswertung im Labor (Imatest & Co.) - das ermitteln von Ratings und Kennziffern für "Rauschen".
Im übrigen kann es auch bei Deiner Variante eines Labortests etwas zu "deuteln und behaupten" geben - siehe die Behauptungen so manches Testers zu diversen Bildeffekten die durch den SLT Spiegel bedingt sein MÜSSEN und natürlich niemals mit dem benutzten Objektiv oder dem aktuellen Sensor zusammenhängen können.
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Zitat von Anaxaboras
Nun ja, das Problem mit den Rauschmessungen gab es tatsächlich. Aber Rauschen alleine ist ja nicht alles, was die Bildqualität einer Kamera ausmacht.
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Bitte beantworte mir eine Frage: Wo genau habe ich behauptet, dass Rauschen alleine die Bildqualität einer Kamera ausmacht.
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Zitat von Anaxaboras
Ich kenne da allerdings noch ein paar andere Beispiele, die wesentlich besser wären, gegen Labortests zu wettern. So hält sich hartnäckig das Gerücht, dass einige Kamerahersteller der Firmware ihrer Kameras beigebracht haben, bestimmte Testmuster zu erkennen und Fotos davon speziell aufzubereiten. Wer weiß, was dran ist?
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Das erkennen von Testmustern halte ich schon für sehr exotisch. Allerdings bin ich durchaus davon überzeugt, dass die Hersteller bei MESSWERTEN zu Rauschen, Dynamik und Bildschärfe tricksen.
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Zitat von Anaxaboras
Das größte Problem von Labormessungen scheint mir zu sein: Um alle Bildqualitäts-Parameter in allen möglichen Kamerakonfigurationen objektiv zu erfassen, müsste ein Aufwand betrieben werden, den niemand leisten oder bezahlen kann.
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Gut möglich. Manche Teststellungen sind auch einfach nicht realisierbar.
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Zitat von Anaxaboras
Dazu ein Beispiel: Im Test von Photoscala heißt es "Auch die Schärfung neigt ein wenig zur starken Seite.". Das gilt aber nur für die Standard-Einstellungen. Auch bei der A77 lässt sich der Grad des internen Nachschärfens konfigurieren und bei Bedarf reduzieren - nur welche Ergebnisse die Kamera damit im Labortest erzielen würde, hat aus o.g. Gründen niemand ermittelt. Ähnlich verhält es sich mit der Sättigung, der Tonwertkurve etc. pp.
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Was z.B. Bei der Schärfe auch praktisch immer zumindest als Anmerkung im Test fehlt ist ein Hinweis auf das Schärfungspotential. Was nützt denn ein Vergleich dessen was ad hoc gerade rausfällt, wenn die eigentlich danach "schwächere" Kamera auf gleiche oder gar bessere Ergebnisse kommen KANN?
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Zitat von Anaxaboras
Labortests können m. E. einen subjektiven Testbericht nicht ersetzen aber durchaus ergänzen und untermauern. Auch ich als Kameratester brauche Labortests, wenngleich ich natürlich ebenso mit jeder Testkamera fotografiere und mir zusätzlich einen persönlichen Eindruck über die Aufnahme-Ergebnisse verschaffe.
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Wie gesagt es kommt auf die Art der Labortests an. Ich behaupte, ein "DxO Ranking" oder "Imatest Visual Noise" kann man sich getrost ans Bein schmieren.