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#9 |
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Themenersteller
Registriert seit: 14.06.2005
Ort: 64521 Groß-Gerau
Beiträge: 11.308
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So, endlich geht es weiter. Früh am nächsten Morgen standen die Mabambasümpfe auf dem Programm. Dort hofften wir, einen Schuhschnabel zu sehen. Die Mabambasümpfe (Mabamba= Lungenfisch auf Luganda...Lieblingsnahrung des Schuhschnabels) sind Sumpflandschaften einer verlandenden Bucht nahe Entebbe. Dort lebt neben vielen weiteren Tierarten gut ein Dutzend der ca 1000 Schuhschnäbel des Landes. Die Einnahmen aus dem Tourismus helfen zwar, den beeindruckenden Vogel (später mehr über ihn) zu schützen, doch ist es ein zweischneidiges Schwert. Skrupellose Guides führen Touristen manchmal bis an ein Nest. Die besorgte Mutter geht dann zu lange nicht auf Nahrungssuche und das Küken verhungert. Manche Wilderer nehmen auch Küken aus den Nestern, bringen sie ins Dorf und zeigen sie gegen Geld.
Solche Verluste sind hart für eine Art, die nur jeweils ein einziges Küken pro Brut aufzieht und das nicht unbedingt jedes Jahr. So wurde in den letzten drei Jahren in den Mabamba Sümpfen nur ein einziges Küken groß. Ganz schlimm. Daher fängt man nun an, die Nester mit Kameras zu überwachen, um rigoros gegen skrupellose Guides und Nesträuber vorzugehen. Es könnte funktionieren, denn das erwähnte einzige erfolgreich aufgezogene Jungtier der letzten Jahre entstammt dem ersten kameraüberwachten Nest. Wir wollten natürlich den Nestern fernbleiben und fuhren nun erstmal zum Hafen, wo wir ein komfortables (= überdachtes) Boot bestiegen, das uns über die große Bucht zu den Sümpfen brachte (Bilder, auf denen ich drauf bin, hat übrigens Birgit gemacht). Vor Ort angekommen stiegen wir dann in kleine flache Boote ohne Dach um und tuckerten in die Sumpflandschaft → Bild in der Galerie Überall waren Vögel....Witwenpfeifgänse, Purpurreiher...aber wir suchten ja vor allem den Schuhschnabel. Also drangen wir tiefer in die Sümpfe vor. Bald schon war es zu flach für den Motor und wir mussten staken. Selbst ich griff auch mal zum Stock. → Bild in der Galerie ...aber weit und breit kein Schuhschnabel. Dafür sahen wir einige andere Sumpfvögel. Graufischer waren allgegenwärtig. Oft standen sie rüttelnd in der Luft und lauerten auf Fisch. Es sind die einzigen Eisvögel, die dabei sogar rückwärts fliegen können. → Bild in der Galerie Ein Gelbschnabelmilan hielt einen Fisch im Fuß und biss davon in aller Ruhe in der Luft ab. → Bild in der Galerie Schillernde Purpurhühner stakten durch den Sumpf → Bild in der Galerie ...und fast so häufig, wie die Graufischer waren die Langzehenkiebitze. → Bild in der Galerie Ein Charaktervogel der ugandischen Sümpfe ist auch die Gelbschnabelente → Bild in der Galerie Schöne Sichtungen...aber nach einigen Stunden wurden wir doch ungeduldig. Wo waren die Schuhschnäbel? Wir stakten und stakten, schauten und schauten. Unser Guide erkletterte die Bordkante, um weiter sehen zu können. Sicht oder Telefonkontakt zu anderen Booten sagte uns dass es denen nicht besser ging. Irgendwann dann weit oben am Himmel eine große Silhouette....ja, das war tatsächlich ein Schuhschnabel. Aber hunderte Meter weit weg und in der Luft. → Bild in der Galerie Und wir stakten weiter....noch zweimal sahen wir Schuhschnäbel weit weit weg am Himmel kreisen. Enttäuschend, denn die Zeit lief ab...aber OK, wir hatten ja welche gesehen. Und man kann nicht immer formatfüllende aufnahmen erwarten. Also wollten wir schon wenden...doch dann kam die Wende. Mehr davon im nächsten Beitrag.
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Viele Grüße Ingo ____________________________ Kober? Ach der mit den Viechern! |
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