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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » Wie Monitor kalibrieren
 
 
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Alt 05.06.2007, 12:48   #5
christoph.ruest
 
 
Registriert seit: 16.10.2006
Ort: CH-9244 Niederuzwil
Beiträge: 870
So, jetzt gebe ich auch noch meinen Mist dazu

Also ich darf behaupten, dass ich mich ziemlich intensiv mit dem Thema befasst habe...

Also ich benutze einen Dell P1110 als Hauptmonitor (21" CRT mit Trinitron-Schlitzmaske) und einen Compaq TFT5005 (15") um die Photoshop-Paletten auszulagern.
Als Grafikkarte werkelt hier eine ATI Radeon 9800 Pro.

Der Hauptmonitor ist zwar auch nicht mehr der jüngste (so etwa 5 oder 6 Jahre), war damals aber ein absolutes Profimodell (so um die 4000 Fr. oder noch mehr) und wurde in der Entwicklungsabteilung einer grossen Firma verwendet.
Er hat zwar ein paar Jahre, aber rel. wenig Betriebsstunden auf dem Buckel (wurde mir zumindest gesagt). Er unterstützt allerdings (wie jeder etwas ältere Monitor) keine LUT, d.h. die Farbanpassung muss komplett über die Grafikkarte laufen.

Den CRT sowie den TFT habe ich beide mit dem ColorVision Spyder2 "bearbeitet".

Den CRT konnte ich natürlich sehr gut kalibrieren (also hardwaremässig einstellen), so dass die Profilierung nur noch absolut minimalste Korrekturen benötigt.
Den TFT habe ich mit nativem Weisspunkt profiliert.

Die empfohlenen 5500K bis 6500K waren mir aber viel zu rot. Also alle Bilder erschienen in einem richtiggehenden Rotton und ich bekam sogar Kopfschmerzen, wenn ich längere Zeit damit arbeitete. Also habe ich den Weisspunkt auf 7500K und Gamma auf 2.2 festgelegt. Damit sehen die Bilder wirklich super aus und ich kann auch problemlos damit arbeiten.

Die beiden Monitore zeigen zwar nicht genau die gleichen, aber jeder für sich sehr ordentliche Farben an. Also wenn ich das Bild nur auf dem CRT betrachte, sieht es sehr natürlich und ausgewogen aus. Ebenso auf dem TFT. Erst beim direkten Vergleich fällt auf, dass der TFT die Farben einfach weniger kräftig, weniger brilliant und etwas (aber wirklich nur minim) kühler darstellt. Damit kann ich aber leben (wie gesagt: TFT ist eigentlich nur Auslagerung, wenn ich z.B. zwei Internetseiten gleichzeitig sehen will, oder für die PS-Paletten oder um z.B. die Bankdaten aus dem Mail ins Formular abzuschreiben, etc.).

Die Kalibrierung und Profilierung wiederhole ich alle zwei bis drei Monate. Das hat sich für mich als optimal herausgestellt.

Dabei ist es wichtig, dass der Monitor bereits mindestens 30, besser 60 Minuten läuft und auch das Messgerät nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt...
Auf die Umgebungslichtmessung verzichte ich, da ich eh nicht mit konstantem Umgebungslicht arbeiten kann und will.

Entgegen Dennis Aussage hat aber jeder Monitor ein eigenes Profil, das auch entsprechend geladen wird.
Also ich habe beide Monitore an die Grafikkarte angeschlossen (an den primären sowie an den sekundären Ausgang).
Dann habe ich den ersten Monitor profiliert und das Profil gespeichert (im ATI-Treiber kann ich für jeden angeschlossenen Monitor ein eigenes Profil zuweisen).
Anschliessend habe ich den zweiten Monitor profiliert und dem Treiber ebenfalls dieses Profil zugeordnet.
Genau das selbe macht übrigens der ProfileChoser (eine Software, die dem Spyder beiliegt) automatisch.
Wenn ich den PC jetzt starte, erscheint auf beiden Bildschirmen gleichzeitig ein Dialogfeld, das besagt, dass auf den jeweiligen Monitor das jeweilige Profil geladen wird. Also auf dem CRT erscheint die Meldung "Profil DellP1110 wurde geladen" und auf dem TFT erscheint die Meldung "Profil Compaq TFT5005 wurde geladen". Gleichzeitig verändern sich die Farben auf beiden Monitoren ein wenig.

Anschliessend habe ich mit Hilfe je einer IT8-Auflicht und -Durchlichtvorlage meine Scanner profiliert und dann mit Hilfe des profilierten Scanners meine Drucker profiliert.

Die Ergebnisse sind zwar nicht absolut perfekt, aber viel, viel besser, als vor der Profilierung. Es gibt zwar vereinzelt kleine Abweichungen, aber die Farben sehen wirklich praktisch genau so aus, wie auf dem Monitor.
Und ohne direkten Vergleich mit dem Monitor sieht man einfach viel mehr Kontraste, viel bessere Detailzeichnung, viel homogenere, ausgeglichenere und natürlichere Farben als vor der Profilierung.
Z.B. hat mein Samsung SPP2020 Fotodrucker vor der Profilierung aus einer dunkelblauen Jeans gerne eine einfarbige Fläche gemacht, auf der man nur die grösseren Falten erkennen konnte. Jetzt sieht man jede noch so kleine Naht in ihrer prächtigsten Farbe.
Bei den Scannern verhält es sich ganz ähnlich. Und natürlich auch bei den anderen Druckern.

Der Vorteil der "Heimprofilierung" von Scanner und Drucker ist einfach der, dass es auf Dauer sehr viel günstiger wird, als es von einem Fachbetrieb machen zu lassen. V.A. wenn man mehrere Drucker / Scanner hat, lohnt es sich rasch. Und man ist dann nicht an ein Papier oder an eine Tinte gebunden, sondern man kann bei einem neuen Papier einfach kurz ein neues Profil erstellen. Fertig.

Drucker und Scanner kann man z.B. mit ProfilePrism erstellen.
Die Aufsichtvorlage habe ich von ColourScience und die Durchlichtvorlage günstig von Ricardo.

Gruss

Christoph
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„It is not birth, marriage, or death, but gastrulation, which is truly the most important time in your life.“ (Lewis Wolpert)
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