@Ditmar & cat_on_leaf
Zum einen war der Kommentar nur zu 83,6% ernst gemeint aber ich kann trotzdem gerne noch ausführen was ich meine: Wer sich wirklich mit seinem Computer beschäftigt, der dürfte weder bei Windows, Mac OS X, Linux, Solaris oder Symbolics Genera wirkliche Probleme haben (Ausnahmen gibt es immer). Nach meiner täglichen leidvollen Erfahrung hat man es aber nicht immer mit seinem eigenen, sauber gepflegten System zu tun, sondern man soll auf dem von einer anderen Person verkack... anders gepflegten System herausfinden warum etwas dort nicht so funktioniert wie angedacht. Bei Windows passiert es einfach erfahrungsgemäß häufiger, dass man die Ursache für ein seltsames Verhalten nicht mehr lokalisieren kann - da gibt es die wildesten Sachen - dann hilft leider oft nur noch der Anfang bei Null. Reset, Neuinstallation (zuerst des Programms, dann des Systems usw.). Das habe ich in dieser Form seltener bei Linux oder Mac OS X erlebt. Ich habe tatsächlich noch kein Linux oder Mac OS X System neuinstalliert um ein unauffindbares "Problem" zu lösen.
Zitat:
Zitat von mrieglhofer
Mac hat schon so seine Vorteile, vor allem für jene, die sich nicht mit dem System beschäftigen wollen. Aber so direkt im System wird dann schon auch heftig.
|
Der Eindruck wundert mich etwas - denn genau das war für mich der Grund einen Mac anzuschaffen. Nach Anfängen mit C64 und AmigaOS bin ich zuerst auf NetBSD-Unix umgestiegen (noch am Amiga). Irgendwann dann auf Linux, weil einfach mehr Quelltexte unangepasst (gegenüber *BSD) benutzbar waren. Parallel zu Linux dann immer mehr DOS&Windows. (insb. 95, NT, 2000, XP, 7). Mein Dell Notebook unter Linux+Windows habe ich dann durch ein iBook G4 ersetzt; in dem vollen Bewusstsein eine solide UNIX-Basis nutzen zu können (FreeBSD UserSpace auf Mach Kernel). Und das ganze mit vollem Herstellersupport insbesondere auch bei GUI-Anwendungen und Gerätetreibern. Außerdem natürlich native Unterstützung von Software wie jene von Adobe. Die Rechnung ging für mich absolut auf. Bei Linux fehlte mir GUI, Treiber und Softwaresupport und bei Windows fehlte mir die Flexibilität und Mächtigkeit eines UNIX-Userspace. Skripting mit .BAT? Eine Beleidigung als Shell&Terminal? Selbst Windows 7 merke ich seine DOSitis noch an.
Eine Sache hatte ich bei meinem Switch auf Mac OS nicht erwartet: Ich kannte an Programmierschnittstellen vor allem die UNIX/Linux und die Windows-Welt. Bei ersterem war insb. GUI-Programmierung eine undankbare Erfahrung und bei letzterem eigentlich alles (MFC, Win32, OLE, COM - absolut grauenhaft und geschmacklos). Am Mac kam ich zusätzlich zu den UNIX-APIs mit dem in Kontakt was eigentlich aus NextStep/OpenStep hervorging und heute die Basis für Mac OS X und iOS darstellt. Das war tatsächlich eine Offenbarung. Ich habe tatsächlich selten eine so gut durchdachte Programmierschnittstelle gesehen.