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Alt 27.01.2010, 20:44   #1
Reisefoto
 
 
Registriert seit: 10.11.2007
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 9.158
Zitat:
Zitat von Shooty Beitrag anzeigen
Das heisst eine Mini knipse mit 12 MP Chip, der so groß ist wie ein Fingernagel hat die gleiche Pixelanzahl wie eine gescheite 12MP DSLR, der Sensor der "Profikamera" ist aber viel größer.
Dadurch erzeugt der größere Sensor beispielsweise "schärfere" Bilder, weil die Pixel auf einer größeren Fläche verteilt sind.
Das ist leider falsch. marksman-ab hat den Zusammenhang eigentlich richtig verstanden. Wenn ich z.B. eine gute Kompaktkamera mit 12MP nehme, kann die genauso scharfe und auflösende Bider wie die A700 mit 12 MP bringen oder auch die D700. Die entscheidenden Unterschiede liegen woanders:

Bei der Kompaktkamers sind, wie shooty richtig schrieb, die Pixel auf sehr kleiner Fläche zusammengedrängt, also sind die Pixel sehr klein. Kleine Pixel bedeuten bei Senoren gleicher Technologie und gleichen Entwicklungsstandes im Normalfall mehr Rauschen und geringeren Dynamikumfang. Mit guten Kompaktknise kannst Du bei ISO 100 hervorragende Bilder machen. Gehst Du aber über die Grundempfindlichkeit hinaus, wird Rauschen schnell den Schärfeeindruck verringern.

Der dritte Stolperstein ist das Objektiv der Kompaktknipse. Es muss bei kleinen Ausmaßen hohen Anforderungen gewachsen sein, um die Auflösung des 12MP Sensors nicht zu unterschreiten. Auf vielen Kompaktknipsen steht zwar 12MP drauf, aber sie können nicht mit einer DSLR mit hochwertigem Objektiv mithalten. Ebenso kommt es noch auf die Signalaufbereitung an und wie aus einem Signal aus einem Bayersensor (Erklärung siehe Wikipedia) eine Datei mit 12 Millionen farbigen Pixeln wird (letzteres hat aber mit der Schärfe nicht viel zu tun). Kauft man eine gute Digiknipse, z.B. von Fuji, dann bekommt man bei 12MP auch annähernd das, was bei 12 MP zu erwarten ist. Die 6MP Fuji F30 bietet an Auflösung mehr als manche 8 oder 10MP Knipse.

Auflösung und Schärfe sind aber auch noch zwei verschiedene Dinge. Auch ein Bild aus der 6MP Dynax 7D kann gestochen scharf sein, aber es löst eben nur 6MP auf. Wird es über eine bestimmte Grenze vergößert, wird das Bild zwar größer aus, aber man sieht keine zusätzlichen Details. Das ist wie bei einem Billigmikroskop. Ein Qualitätsmikroskop zeigt bei 600-facher Vergrößerung mehr Details als ein Billigmiktoskop bei 1200-facher Vergrößerung. Es wird eben nur Vergrößert, aber nicht mehr aufgegelöst.

Warum nehmen nun Profifotografen eine D700? Es gibt auch Profis die eine A700 benutzen. Beide können bei ISO 200 scharfe und hochauflösende Bilder liefern. Für viele Anwendungen reicht ein 12MP Bild völlig aus. Sportreporter brauchen selten Bilder in Postergröße, müssen aber sehr kurze Verschlusszeiten nutzen können. Hier kommt nun die D700. Durch ihre großen Pixel ist sie sehr rauscharm. Der Fotograf kann also höhere ISO-Zahlen verwenden (damit er kürzere Verschlusszeiten nutzen kann), ohne ein stark verrauschtes Bild zu riskieren. Ein sauberes Bid mit geringerer Auflösung kann ansehnlicher als ein verrauschtes Bild mit hoher Auflösung sein. Zudem ermöglicht die D700 arbeiten unter Lichtverhältnissen, unter denen mit anderen Kameras nichts mehr geht. Sie ist also besonders gut für Sport- und Available Light (ohne Blitz) Fotografen geeignet.

Zum Schluss zu den dpi (Punke pro Zoll). Wenn man sagt, eine gute Druckqualität benötigt eine Auflösung von 150dpi, dann kann man ausrechnen, wie groß bei diesem Qualitätsanspruch ein Bild werden kann. Die Bildbreite einer Aufnahme der A550 beträgt 4592 Pixel. 4592:150=30,61; also reicht die Auflösung für ein 30,61 Zoll (=77,75cm) breites Bild bei 150dpi. Braucht man nur 75 dpi, weil z.B. der Ausdruck nicht in Kunstdruck erfolgt oder das Bild aus etwas größerer Entfernung betrachtet wird, kann das Bild entsprechend größer gebrachtet werden. Computerbildschirme hatten vor einer Weile üblicherweise eine Auflösung von 71 dpi. Ein Bild der A550 würde also für einen 1,64m breiten Bildschirm reichen, wenn es wirklich Pixelschaef wäre.
Reisefoto ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.01.2010, 18:23   #2
Dimagier_Horst
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Hamburg
Beiträge: 18.423
Zitat:
Zitat von marksman-ab Beitrag anzeigen
Das müßte aber im Gegenzug bedeuten das die Profikameras dann nicht mal diese Druckgröße erreichen ??
Grau ist alle Theorie: habe mir gerade dieses Bild ,
erstellt mit der D3, oben und unten noch etwas beschnitten, als 80x250cm drucken lassen. Die Übergänge im Motiv sind zwar weich (Augenabstand zum Druck etwa 15cm), der gesamte Bildeindruck aus 1m Abstand sehr gut. "Treppchen" habe ich keine entdeckt
__________________
Hinfallen, aufstehen, Krönchen zurechtrücken, weitergehen...
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Glenroses Kentucky Stinger
Dimagier_Horst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2010, 19:19   #3
dialem2000
 
 
Registriert seit: 01.11.2008
Ort: Neumarkt
Beiträge: 272
Selbst bei Iso 800 gut

Ich habe vor kurzem ein Bild aus meiner A300 in 100x80 Leinwand machen lassen.
Bei einem Abstand von 30 cm konnte man das Rauschen noch erkennen. Ab einem Abstand von einem Meter war nichts mehr davon zu sehen.
Wenn das Bild eine gewisse Grundschärfe hat, kann man ein Bild problemlos groß entwickeln lassen.
dialem2000 ist offline   Mit Zitat antworten
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