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Registriert seit: 10.11.2007
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 9.158
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Viele Umsteiger von Bridgekameras sind zunächst enttäuscht, wenn sie auf eine DSLR umsteigen. Anfragen dieser Art finden sich in den Fotoforen diverser Marken seit Beginn des Jahrzehnts. Einge Ursachen und Abhilfen will ich kurz skizzieren:
- Die JPG-Bilder von DSLRs wirken in der Grundeinstellung flau und unscharf. Das liegt an der relativ zaghaften, kamerainternen Nachbearbeitung. Diese lässt sich aber ändern. Für "fertige" JPGs sollte an der Kamera der Kontast auf +1 und die Schärfe auf +2 gestellt werden. Je nach Geschmack kann man auch die Farbsättigung hochstellen, z.B. auf +1. Möglicherwiese ist das in den Motivprogrammen und AUTO nicht möglich (die verwende ich nicht). In P, A, S und M sind diese Optionen aber verfügbar. Nach dieser Umstellung werden Euch die Bilder mit Sicherheit schon besser gefallen; ich würde sagen, in 90% der Fälle ist dies die Ursache für unzufriedene Umsteiger. - Bridge- und Kompaktkameras verwenden aufgrund des kleineren Sensors wesentlich kürzere Brennweiten. Dies bedeutet, dass der Entfernungsbereich, in dem Objekte scharf abgebildet werden, relativ groß ist. Bei Spiegelreflexkameras mit Sensoren im APS-C oder gar Vollformat (24x36mm) ist der Schärfebereich wesentlich kleiner. Das bedeutet, dass man das Objekt, dass scharf werden soll, sehr genau anfokussieren muss. Insbesondere bei Bildern im Telebereich sieht man meist deutlich, wie vor und nach dem Fokuspunkt die Unschärfe zunimmt. Den scharfen Bereich kann man ausdehnen, indem man weiter abblendet, also statt Blenden im Bereich 1,4 bis 5,6 Blenden im Bereich 8 bis 16 verwendet oder notfalls auch darüber. Spätestens bei Blenden über 16 nimmt aber aufgrund von Beugungseffekten die Gesamtschärfe des Bildes ab. Es gilt: Je größer die Blendenzahl, desto größer die Schärfentiefe. Viele Objektive erreichen bei f8 die Optimale Abbildungsleistung (aber nicht die maximale Schärfentiefe). Die Formulierungen und die angegebenen Werte sind etwas pauschal / vereinfacht, können aber als erste Orientierung dienen. Auch mit dem Kit-Objektiv und Objektiven, die nicht aus der G-Klasse sind, lassen sich gute Fotos machen. Es ist also nicht notwendig, sich gleich ein 70-300G zu kaufen, auch wenn dies ein sehr empfehlenswertes Objektiv und langfristig die bessere Wahl als ein Zoom der Billigklasse ist. Die Auflösung von 14MP der A350 stellt hohe Anforderungen an die Objektive. Objektive aus der Einsteigerklasse sind damit teilweise überfordert. Gute Bilder mit einer DSLR zu machen erfordert mehr Aufwand, Wissen und Erfahrung als mit einer Bridge. Enttäuschungen am Anfang sind daher vorprogrammiert, aber mit Geduld, Übung und viel Lesen kommt ihr bestimmt auch zu den erhofften Ergebnissen. |
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