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Alt 22.10.2007, 13:45   #10
4Norbert
 
 
Registriert seit: 11.09.2005
Ort: NRW
Beiträge: 1.430
Auf der Seite http://www.fotolaborinfo.de/ wird das Thema sehr anschaulich beschrieben. Die Formel "Lichtstärker gleich bessere Qualität" ist in vielen Fällen nicht richtig.

"Wo Licht ist, ist auch Schatten; und dies ist auch bei sehr lichtstarken Objektive so. Sie besitzen nämlich in der Regel besonders aufgrund der mit zunehmender Öffnung steigender sphärischen Abberation eine schlechtere Bildqualität als Objektive mit normaler Lichtstärke. Dies versucht man meistens mit mehr Linsen zu korrigieren, aber einerseits gelingt die Korrektur nicht zu 100%, und andererseits erhöht man durch die zusätzlichen Linsen die Streulichtempfindlichkeit. Dies ist der Preis, den man für die hohe Lichtstärke bezahlen muß. Lichtstarke Objektive sind meistens auf die Verwendung bei voll geöffneter Blende optimiert, d.h. Kontrast und Schärfe verbessern sich durch das Abblenden im Gegensatz zu den meisten anderen Objektiven nicht wesentlich. Für eine optimale Bildqualität sollte man statt abzublenden lieber ein "normales" Objekiv verwenden. Zudem sind sehr lichtstarke Objektive nicht nur deutlich größer als ihre lichtschwächeren Kollegen sondern aufgrund der großen Glasmassen auch ganz erheblich schwerer. Sie sind daher Spezialisten, die für Situationen, in denen die hohe Lichtstärke nicht benötigt wird, nicht sehr geeignet sind. Genausowenig sind sie erste Wahl für Urlaubsreisen, wo es normalerweise auf möglichst kleine Abmessungen und geringes Gewicht ankommt. Als Vergleich: Mein 4.0/200mm wiegt ca. 450 g und paßt im Gegensatz zu meinem mehr als 1 kg schweren 2,5/200mm problemlos in die Fototasche.
Ebenfalls oft einschränkend ist die bei offener Blende sehr geringe Schärfentiefe, die eine sehr genaue Scharfeinstellung erfordert. Dies ist aus gestalterischen Gründen nicht selten willkommen (typisches Beispiel sind Portraits), oft aber absolut unerwünscht wie z.B. bei Sportaufnahmen, bei denen man die geringe Schärfentiefe in Kauf nehmen muß, um die Bewegungsunschärfe zu minimieren. Selbst bei Portraits kann eine zu geringe Schärfentiefe störend sein, wenn man sich nämlich entscheiden muß, ob die Nasenspitze, die Augen oder die Ohren scharf abgebildet werden sollen (Tip: Immer auf die Augen scharfstellen, sonst sieht die Person wie tot aus). Ein letzter Punkt ist die Streulichtempfindlichkeit. Aufgrund der im Vergleich zu "normalen" Objektiven großen und in höherer Anzahl vorhandenen Linsen hat schräg einfallendes Licht gute Chancen, sich an den Glasflächen zu spiegeln und auf Umwegen auf dem Film zu landen."
Quelle: http://www.fotolaborinfo.de/
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"Einfache Leute haben die Arche gebaut, Fachleute die Titanic"
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