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#11 |
Registriert seit: 07.12.2006
Ort: Hiddenhausen
Beiträge: 6.006
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Im Prinzip doch. Bei der Entscheidung, RAW, JPG oder RAW+JPG spielen nun einmal mehrere Aspekte eine Rolle. Und mindestens zwei Aspekte sind dabei, die eine ultimativ richtige Wahl verhindern.
Bildqualität Ich glaube nicht, dass hier jemand ernsthaft bestreiten kann, das RAW das einzig richtige Format für die beste Bildqualität ist. Zu unterschiedlich sind allein die technische Aspekte der beiden Formate: 8 vs. 12-14 Bit. Definitiv Verlustbehaftet (erst recht durch mehrmaliges Speichern) vs. fast-verlustfrei (cRAW) und ggf. komplett verlustfrei. usw. Zeit bei der Nachbearbeitung Genau so unbestritten ist, dass bzgl. der aufzubringenden Zeit JPG hier eindeutig im Vorteil ist: - Kleinere Dateigröße bei jpg - Bei weniger kritischen Lichtsituationen und richtig eingestellter Kamera* ein (sehr wahrscheinlich fast) fertiges Bild OOC - Bei RAW-only ist definitiv eine, meist zeitlich verlagerte, Nachbearbeitung erforderlich. Was nun? Diese beide Aspekte lassen sich nicht gleichzeitig ins Optimum treiben. Aber man kann beide so für sich optimieren, dass zum Schluss das Beste** dabei erreicht wird. Und so sind, je nach persönlicher Gewichtung, die unterschiedlichsten Workflows richtig. Und den kann jeder für sich als richtig argumentieren. Ich bin bekennender RAW-only-Shooter. Warum? Ich produziere nicht massenhaft Bilder (meine A900 hat es in 9 Jahren auf knapp 30.000 gebracht - das schaffen andere pro Jahr). Außerdem komme ich mit Lightroom sehr gut klar und kann dort recht zügig alles erforderliche abarbeiten - mitunter auch mobil at Location. Liege ich damit immer richtig: Nein. Auch in meinen Fotografenleben kommt es vor, das ich die Kamera mehr als sonst auslösen muss und dann die Zeit ein limitierender Faktor ist. Könnte ich in diesen Situationen meine Kamera auch im JPG-Modus gut bedienen, würde es mir manchmal helfen. Kann ich aber nicht. Also beiße ich in den dann etwas sauren RAW-Apfel. Umgekehrt wird das auch schon so manchem JPG-only-Fotografen gegangen sein. Er wird JPG-Bilder haben, mit denen er nicht zufrieden ist und er sich gewünscht hätte, das die Kamera in diesem Moment auf RAW gestanden hätte. Hat sie aber nicht und so hat er dann eben in den dann etwas sauren JPG-Apfel gebissen. In der überwiegenden Mehrzahl werden aber beide Fotografentypen in süße, wohlschmeckende Äpfel beißen. Falls nicht, würden sie bestimmt das Obst wechseln. Und für den noch unentschlossenen heißt es eben, die verschiedenen Apfelsorten mal ausgiebig zu testen. Nur so wird er seinen persönlichen Favoriten finden. Good luck. Gruß Ralf * Zu mindestens am Anfang wird der JPG-only-Shooter nicht ganz seine persönlichen Bildqualitätsziele erreichen, da er neben den vier erforderlichen Parameter (ISO, Blende, Belichtungszeit und Fokus) noch einige Parameter für seine fotografischen Aufgaben optimieren muss. Hier sehe ich einen kleinen Pluspunkt in der RAW-Fotografie: über diese, bei JPG für die Bildqualität recht wichtigen Parameter muss ich mir beim Fotografieren in RAW keine Gedanken machen. Es bleibt mehr Zeit/Energie fürs Fotografieren übrig. ** Und was das Beste ist, kann eben jeder nur für sich entscheiden. Der Planespotter, der Tierfotograf oder auch der Sportfotograf wird deutlich mehr Bilder mit nach Hause bringen als der Model- oder Landschaftsshooter. Was hat die erste Gruppe davon, wenn, auf Grund der Menge an Bilder, sie keine Zeit mehr haben, die besten Bilder zu finden? Wir das beste Bild nicht gefunden hilft auch die dann nicht mehr gemachte beste Bildverarbeitung nicht mehr.
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"Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten" (Theodor Heuss). "Erinnerungen, die noch nicht stattgefunden haben, sind umgehend nachzuholen" (Matthias Brodowy) "Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe": Was für eine Jahreslosung! Da kann dieses Jahr nur gut werden! |
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