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Zitat von matteo
gibt es Beispiele für Objektive mit Viertel und 5tel Blendenstufen? Oder ist das technisch nicht realisierbar?
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Es gibt jede Menge Objektive mit stufenlosem Blendenring, damit kannst du natürlich auch Viertel oder Fünftel einstellen, wenn du so genau zielen kannst.
Bei A-Mount-Objektiven gibt ja die Kamera die Blende vor und damit auch die Unterteilung. Theoretisch könnte die Kamera auch Viertel usw. ansteuern, wenn das in der Firmware vorgesehen wäre. Zu kleine Stufen werden aber wohl an der mechanischen Genauigkeit scheitern. Von f/8 nach f/11 wäre bei einem 35mm-Objektiv eine Änderung des Blendendurchmessers von 4,4 auf 3,2 Millimeter. Bei Drittelstufen muß sich die Blendenöffnung also schon auf weniger als einen halben Millimeter genau einstellen lassen, bei Fünftelstufen wären wir bei einem Viertelmillimeter.
Beim E-Mount wiederum schätze ich, daß die Blendenschritte im Objektivprotokoll verankert sind. Etwas anderes als Drittel- und halbe Schritte würde also eine Firmware-Änderung auf beiden Seiten benötigen.
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Zitat von binbald
Ich finde es sowieso merkwürdig, warum wir mit diesen "theoretischen", mathematischen f-Werten arbeiten.
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Historisch gesehen, weil die Blende früher einfach ein
Blech mit einem Loch war. Dessen Durchmesser läßt sich zur Not mit einem Zollstock bestimmen, während die Messung der Transmission eine aufwendige Sache ist.
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Ein Objektiv mit f=2,8 und ein anderes mit f=2,8 sind ja nicht unbedingt wirklich gleich lichtstark, sondern nur theoretisch.
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In der Praxis gleicht sich das aber bei TTL-Belichtungsmessung wieder aus. Eigentlich interessiert die Kamera nur, wie viele Stufen zwischen Offen- und Arbeitsblende liegen, nicht die absoluten Zahlen.
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Ich finde die Transmissionswerte (t-Werte), mit denen die Filmer arbeiten, deutlich interessanter und aussagekräftiger,
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Ich nicht

Schärfentiefe und Beugung hängen von der geometrischen Blendenöffnung ab, nicht von der Transmission.
Beim Film wird dagegen meistens mit Lichtmessung und einem externen Belichtungsmesser gearbeitet. Da muß man natürlich wissen, wie viel Licht tatsächlich durch das Objektiv geht.