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#1 |
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
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Matthias, mit einem allgemeinen "Abtun" des Menschen als "armselig" stellt man meiner Meinung nach eine Einstellung zur Menschheit dar, die erstens sehr stark generalisiert, zweitens allgemein abwertet (auch die vielen Menschen, DIE sich einsetzen), drittens unbeweglicher macht (Frust, "es ändert sich ja doch nix...") und viertens die Chance des Menschen im Einzelnen, sich NICHT dieser Armseligkeit zu beugen, abtut.
Natürlich kann man die Entwicklung oder den Ist-Zustand im Auge haben und ihn als Motor für die eigene Entwicklung nutzen - aber einfach "es ist SO schlimm, der Mensch ist so armselig und die Welt so schlecht" zu sagen und kopfschüttelnd daneben zu sitzen (und damit meine ich jetzt nicht Wolfgang im Speziellen, es gibt genug Menschen, die das so tun, das kann bis in die Depression gehen), ist durchaus "gefährlich", denn auch hier stecken fehlende Reflektion und Gedankenlosigkeit drin. Die Menschheit ist viel vielschichtiger, auch wenn natürlich im roten Faden gewisse Paralellen immer wieder auftauchen, die einem Bauchschmerzen bereiten, lohnt es sich einfach, den Mensch nicht generell als armselig abzuschreiben, sondern selbst immer wieder aufs Neue dafür zu kämpfen, dass irgendwann und immer wieder ein sterbendes Delphinbaby als solches erkannt wird...
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Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
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#2 | |
Registriert seit: 24.10.2012
Ort: D
Beiträge: 5.614
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Zitat:
Im "Makrokosmos", auf die Welt schauend, sind die nackten Fakten relevant. Und die sprechen wohl (vor allem im Moment) nicht für unsere Spezies. Da sieht man die (positive) Nadeln im Heuhaufen nicht mehr. Zumal es andere Wahrheiten und folglich Notwendigkeiten gibt, als die die wir im Mikrokosmos als wahr annehmen.
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Fotografieren lernst du nur durch Fotografieren nicht durchs Equipment |
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#3 |
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
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Sicherlich. Ich gebe dir vollkommen Recht.
Es gibt ja den Makrokosmoswitz: Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: "Oh...du siehst aber schlecht aus..." "Ja...ich hab Homo Sapiens..." "Au weia...hatte ich auch mal, aber das geht vorbei..." Da steckt viel Wahrheit drin. Es ging mir jetzt hier auch nicht darum, den Makrokosmos zu verharmlosen, zu verniedlichen oder nicht wahrzunehmen. Es ging mir lediglich darum, dass es gefährlich sein kann, die Menschheit einfach abzustempeln, denn das kann extrem bewegungslos machen, genau, wie der reine Blick NUR auf den Makrokosmos einen ja eigentlich nicht mehr glücklich werden lassen kann. (Da gerade das Vortreffen ist, kann ich leider hier jetzt nicht mehr schreiben - sollte noch Interesse bestehen, PN an mich, ich schaue dann später nochmals rein. Das Thema ist zu groß...und ich habe gerade null Zeit... ![]()
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#4 | |
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: München
Beiträge: 1.856
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Zitat:
Vor gar nicht allzulanger Zeit wäre dieser Vorfall sicherlich gar kein Medienthema gewesen, noch hätte er berhaupt so viele Menschen berührt, da wäre es quasi für jeden einfach nur ein "Fisch" weniger gewesen (also ich sage mal in Zeiten vor Flipper ;-)). Ob wir uns insgesamt als Menschheit auf einem positiven Wege befinden oder eher auf einem Negativen ist wirklich sehr schwer zu sagen und sehr sehr vielschichtig. Ich bin da auch eher vorsichtig pessimistisch. Ich bin der Meinung, dass in der Vergangenheit negatives menschliches Verhalten ein Korrektiv erhalten konnte, da die Folgen immer räumlich begrenzt waren. Es Bestand also immer die Chance zu lernen und es gab die Zeit und den Raum es "besser" zu machen. Leider ist es jetzt so, dass negatives Verhalten von so vielen Menschen wie wir jetzt sind globale Auswirkungen haben und es (zu?) wenig Zeit (und Raum) gibt dieses Fehlverhalten zu korrigieren. Die Hoffnung besteht natürlich immer, dass die Menschheit es schafft, dass sie sich anpasst, in dem sie über dieses "Kleingruppenwesen Menschenaffe" hinauskommt (natürlich ohne es abzuschaffen). Wir hatten einige Tausend Jahre Zeit, um von der Sippe hier her zu gelangen, ob wir nochmal so viel Zeit haben, das ist die große Frage. |
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#5 |
Registriert seit: 26.11.2004
Ort: Region Basel (CH)
Beiträge: 5.487
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Bei der heutigen Flut an Informationen, die aus allen möglichen Medien und Kanälen auf einen einwirken, kann man auch gerne mal die Perspektive etwas verlieren.
Natürlich sind einzelne Ereignisse wie ein wegen der Dummheit einiger Touristen sterbendes Delfinbaby oder sterbende Menschen irgendwo auf der Welt tragisch. Das war aber schon immer so. Heute kommt einfach dazu, dass jeder metaphorische Sack Reis, der in China umfällt, gleich und sofort via Twitter, Facebook und sonstige Onlinemedien um die ganze Welt geht und jeder feuchte Furz, der irgendwo auf dieser Kugel gelassen wird, viel mehr Aufmerksamkeit erregt, als er vermutlich verdient. Manchmal tut es gut, sich etwas zurückzulehnen und eine etwas weniger subjektive Perspektive zur Welt einzunehmen. Alles ist nicht so grau und düster, wie es manchmal den Anschein macht. Es gibt durchaus erfreuliche Lichtblicke, die Hoffnung für die Zukunft machen! Zwei Beispiele: https://www.amnesty.ch/de/ueber-amne...taschenrechner http://www.skeptiker.ch/die-welt-wir...-wissenschaft/ |
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#6 |
Registriert seit: 25.01.2006
Ort: Friedberg/By.
Beiträge: 11.539
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Leider ein Negativbeispiel: vom Delfin zum Hai...
![]() http://web.de/magazine/wissen/skanda...zogen-31370394 Aber dein Hinweis, Dominik, ist trotzdem richtig. Nur wissen eben die Medien, was sich besser verkaufen lässt. ![]()
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LG Matthias |
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