![]() |
|
|
![]() |
|||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||
|
![]() |
#3 |
Registriert seit: 01.04.2008
Ort: Drabenderhöhe
Beiträge: 10.672
|
Die beste Retusche ist immer die, die man vor Ort machen kann, also vorher kritischer hinsehen.
Per Software gibt es hier verschiedene Möglichkeiten. Den inhaltssensitiven Pinsel zu nehmen ist wahrscheinlich die bequemste, aber sicher nicht die beste. Bei "harten" Grashalmen würde ich empfehlen, zu stempeln. Das geht mit dem Kopierpinsel. Den Vorgang mit Worten zu beschreiben, ist ziemlich schwer, weil man ein Gefühl dafür bekommen muss, und das geht nur durch Übung. Grundsätzlich ist es erstmal so, dass man die Pinselgröße und die Zoomstufe so anpasst, wie es der Situation am besten gerecht wird. Der Pinsel soll in etwa die Größe haben, wie der Bereich, der zu reparieren ist. Hier also ungefähr die Breite des unscharfen Grashalms. Beim Klonen kann man keineswegs einfach den Grashalm übermalen. Man muss die Quelle sorgfältig auswählen, so dass sie in Form und Farbe dem Reparaturbereich entspricht. Die Härte des Pinsels und seine Deckfähigkeit müssen so gewählt sein, dass keine ungewollten Ränder entstehen. Um im Bild keine unschönen Dopplungen zu erhalten, muss die Quelle öfter mal gewechselt werden. Dabei muss man schön darauf achten, dass man Bereiche mit gleicher Bildschärfe wählt. Bei diesem unscharfen Grashalm scheint die Struktur des Blattes deutlich durch. Deshalb braucht man hier keinen normalen Klonpinsel. Als Mischmodus kann man z.B. "Farbe" einstellen. Damit bleibt die originale Struktur des Blattes erhalten, und wird nur in einer anderen Farbe dargestellt. Das Ergebnis sieht vielleicht ein bisschen blass aus, weil in diesem Bereich die Kontraste schwächer sind. Dann wählt man einen anderen Mischmodus, der die Kontraste etwas verstärkt. Es gibt auch noch die Möglichkeit, den kritischen Bereich (weich!) zu markieren, und das Gelbgrün innerhalb der Markierung durch die Farbe des Blattes zu ersetzen. Beim Arbeiten kann man in Detailbereiche weit einzoomen, um dort klein und sauber zu arbeiten. Danach sollte wieder zurück gezoomt werden, um zu beurteilen, ob sich die Bearbeitung sauber ins Gesamtbild einfügt. Fang einfach an, mehr und mehr Werkzeuge auszuprobieren, um so sicherer kannst Du sie einsetzen, und entscheiden welches Du am besten gebrauchst. Wenn genügend Auswahl an Reparaturmaterial da ist, kannst Du auch ganze zusammenhängende Bereiche aus dem Bild kopieren, und sie über dem störenden Grashalm wieder einfügen. Wenn Du das in einer separaten Ebene machst, kannst Du an der Kopie so lange radieren, bis alle Übergänge perfekt aussehen, ohne Dein Original auch nur anzutasten. Es gibt sooo viele Möglichkeiten, und dennoch steht der beste Tipp in meinem ersten Satz. Edit: Das Ergebnis der Retusche-Übung sieht bei mir so aus. Hauptsächlich habe ich den Klonpinsel mit verschiedensten Einstellungen angewendet.
__________________
Gruß Gottlieb Geändert von der_knipser (11.11.2014 um 00:14 Uhr) |
![]() |
![]() |
|
|