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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 20.06.2013, 21:29   #1
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Zitat:
Zitat von TONI_B Beitrag anzeigen

Würde man die Fördermilliarden und alle Folgekosten der Atomkraft mit einbeziehen, würde der Strompreis aus der Solarenergie mehr als konkurenzfähig sein. Natürlich auch viel teurer! Aber angesichts der Verschwendung von Energie sind die Energiepreise generell offensichtlich zu niedrig.
Und woher kommt dein Strom, wenn´s draußen dunkel ist oder gar im Winter bei Flaute????
Ok ich vergaß, Österreich importiert nur saubere Wasserkraft aus Czechien, der Strom aus Temelin wird an der Grenze rausgefiltert und zurückgeschickt...........

Michael
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Alt 21.06.2013, 07:29   #2
TONI_B
 
 
Registriert seit: 13.12.2007
Ort: Ö; Deutsch-Wagram
Beiträge: 12.386
Tja, soll man auf eine solche Polemik tiefster Art überhaupt antworten?

1. Importiert Ö keinen Strom aus Wasserkraft von Tschechien, sonder wir exportieren Strom.

2. Dass Stromimporte aus Ländern mit AKWs ein Problem darstellen ist klar, hat aber mit dem Thema nichst zu tun

3. Was haben deine Argumente mit den Fördermilliarden für die Atomkraft zu tun?
__________________
TONI_B ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2013, 13:09   #3
Überbelichter
 
 
Registriert seit: 30.04.2012
Beiträge: 137
Die Spitzenlast kann man gut mit einem ausgeklügelten Netz aus Windrädern und Solarpanelen decken, das Problem sehe ich in der Grundlast. So viele Dämme und Wasserkraftwerke kann man auch nicht bauen, um die zu decken. Wenn der Strom nicht aus Kohle- oder Atomkraftwerken kommt, woher dann? Fusion? Daran wird schon seit Jahrzehnten ergebnislos geforscht...
Überbelichter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2013, 13:39   #4
Hintermann
 
 
Registriert seit: 16.01.2013
Ort: Markt Taschendorf
Beiträge: 628
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Und woher kommt dein Strom, wenn´s draußen dunkel ist oder gar im Winter bei Flaute????
Ok ich vergaß, Österreich importiert nur saubere Wasserkraft aus Czechien, der Strom aus Temelin wird an der Grenze rausgefiltert und zurückgeschickt...........

Michael
Bei diesem Beitrag von Dir kann ich mir vorstellen, dass Du denkst, dass der Strom aus der Steckdose kommt
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Alt 21.06.2013, 15:22   #5
TONI_B
 
 
Registriert seit: 13.12.2007
Ort: Ö; Deutsch-Wagram
Beiträge: 12.386
Ich frage mich nur, warum immer mit den herkömmlichen Energieformen argumentiert wird?

Wo bleibt der Forschergeist, wo bleibt die Fantasie?

Es gibt jetzt bereits genug Ideen. zB. in den Spitzenzeiten, wenn zu viele (?) WKA laufen, Wasserstoff erzeugen und in die vorhandenen Gasleitungen einspeisen. Methan aus Biogasanlagen detto. usw. usw.

Ich bin überzeugt, dass man innerhalb eines Jahrzehnts mit regenerativen Energiequellen die gesamte Energieversorgung bewerkstelligen könnte - würde man die Fördermilliarden der Atomlobby (ja die gibt es!) für die Entwicklung anderer Alternativen verwenden.

Und es gibt genug Kommunen, die bereits jetzt energieautark sind (zB. Güssing in Ö)!
__________________
TONI_B ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.06.2013, 15:40   #6
Hintermann
 
 
Registriert seit: 16.01.2013
Ort: Markt Taschendorf
Beiträge: 628
Zitat:
Zitat von TONI_B Beitrag anzeigen
Ich frage mich nur, warum immer mit den herkömmlichen Energieformen argumentiert wird?

Wo bleibt der Forschergeist, wo bleibt die Fantasie?

Es gibt jetzt bereits genug Ideen. zB. in den Spitzenzeiten, wenn zu viele (?) WKA laufen, Wasserstoff erzeugen und in die vorhandenen Gasleitungen einspeisen. Methan aus Biogasanlagen detto. usw. usw.

Ich bin überzeugt, dass man innerhalb eines Jahrzehnts mit regenerativen Energiequellen die gesamte Energieversorgung bewerkstelligen könnte - würde man die Fördermilliarden der Atomlobby (ja die gibt es!) für die Entwicklung anderer Alternativen verwenden.

Und es gibt genug Kommunen, die bereits jetzt energieautark sind (zB. Güssing in Ö)!
Volle Zustimmung - darüber hinaus könnte man die maroden Netze mit dem Blindstrom der PV Parks stabilisieren - und dann machen die PV Module auch nachts einen GROßEN Sinn
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Alt 21.06.2013, 18:57   #7
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Zitat:
Zitat von Hintermann Beitrag anzeigen
Volle Zustimmung - darüber hinaus könnte man die maroden Netze mit dem Blindstrom der PV Parks stabilisieren - und dann machen die PV Module auch nachts einen GROßEN Sinn
Ähm- kannst Du das mal bitte genauer erklären?
Blindstrom resultiert aus der Phaseverschiebung zwischen Strom und Spannung, je nachdem, ob kapazitive Belastung (im Netzbereich) oder induktive Belastung überwiegt (Verbraucherseite).
Wo soll die Energie herkommen, wenn die PV im Dunklen steht?
Im Gegenteil, die PV- Inverter sind durch Ihren hohen Anteil von Oberwellen ein Problem für die Netze...

Michael
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2013, 20:05   #8
Hintermann
 
 
Registriert seit: 16.01.2013
Ort: Markt Taschendorf
Beiträge: 628
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Ähm- kannst Du das mal bitte genauer erklären?
Blindstrom resultiert aus der Phaseverschiebung zwischen Strom und Spannung, je nachdem, ob kapazitive Belastung (im Netzbereich) oder induktive Belastung überwiegt (Verbraucherseite).
Wo soll die Energie herkommen, wenn die PV im Dunklen steht?
Im Gegenteil, die PV- Inverter sind durch Ihren hohen Anteil von Oberwellen ein Problem für die Netze...

Michael
Hier wird Dir geholfen



Photovoltaik-Großanlagen wie beispielsweise das Solarkaftwerk Düllstadt (6,1
MWp) in Bayern sind durch moderne Wechselrichtertechnik in der Lage, nicht nur
tagsüber während der Sonnenstunden, sondern auch nachts Blindleistung zur
Spannungsregelung bereitzustellen, die sonst von separaten Anlagen bereitgestellt werden müsste. Diese innovative, am Technologiestandort Deutschland entwickelte Technik ist zurzeit einzigartig und stellt damit ein Aushängeschild für
technologische Leistungsfähigkeit im weltweiten Wettbewerb dar.



Und sogar Google hat etwas gefunden

LG

Mark
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Alt 22.06.2013, 08:25   #9
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Marketing, vermutlich von einen PR- Mann geschrieben, der nicht allzu viel davon verstanden hat. Wies funktionieren soll, steht nicht drin (zur Erinnerung- Nachts ist es Dunkel, wo kommt die Energie her, mit der er die Blindleistung kompensieren will?)
Die als Netzstützung beschriebene Eigenschaft ist eine inzwischen gesetzliche Forderung an die Einspeiseanlagen, bei der die eingespeiste Leistung Frequenzabhängig ab 50,2 Hz verringert werden MUSS. Die alte Regelung, bei der die Anlagen bei 50,2 Hz einfach abschalteten, hat durch die hohe Anzahl von PV- und Windkraftanlagen das europäische Verbundnetz mehrfach an den Rand des totalen Zusammenbruchs gebracht.
Zur Erläuterung:
Das Stromnetz bezieht seine Stabilität gegen kurzzeitige Belastungsschwankungen nur aus der Rotationsenergie sich drehender elektrischer Maschinen (Generatoren und Motoren). Sinkt der Energieverbrauch gleichbleibender Erzeugung wird die überschüssige Energie als Rotationsenergie in Motoren und Generatoren gespeichert. Wenn sich dann bei 50,2 Hz schlagartig alle PV- und Windkraftanlagen ausschalten, fallen je nach Tageszeit und Windstärke schlagartig 20%, 30%, vielleicht 40 % der Energieversorgung aus. Also sinkt die Einspeisung schlagartig, und die Anlagen schalten sich wieder zu und das ca 2 mal je Sekunde. Das dieses Regeleinrichtungen, Schaltanlagen Transformatoren usw. nicht lange mitmachen, kannst Du dir sicher vorstellen .
Das Fehlen der rotativen Energiespeicherung ist neben dem Umstand, das es Nachts dunkel ist, das größte Manko der Photovoltaik

Spannungsschwankungen interessieren nur in Gleichstromnetzen.

Zitat:
Zitat von Hintermann Beitrag anzeigen
Du brauchst mir nicht zu Erklären, was Blindstrom ist, ich hab mich beim Studium ausführlich damit auseinandersetzen dürfen und bin jetzt u.A. in der Firma für die Energieversorgung zuständig (ca 1,5 MW, Erhöhung auf 3,5 MW genehmigt).Wir haben mehrere große verdrosselte Blindstromkompensationsanlagen im Einsatz, welche zusätzlich zur Phasenverschiebung Oberwellen kompensieren können.

Viele Grüße
Michael
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2013, 19:09   #10
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Zitat:
Zitat von TONI_B Beitrag anzeigen
würde man die Fördermilliarden der Atomlobby (ja die gibt es!) für die Entwicklung anderer Alternativen verwenden.

Und es gibt genug Kommunen, die bereits jetzt energieautark sind (zB. Güssing in Ö)!
Wo sind denn die Fördermilliarden? Da jeder darüber schreibt müssten die doch ganz einfach zu finden sein.

Die Einwohner in Güssing sind nur auf den ersten Blick energieautark. Dieser schöne Ort wird von 3700 Einwohner bewohnt und betreibt eine Holzvergasungsanlage nach Fischer-Tropsch. Das ist einen Technologie, die in den 20er Jahren entwickelt und im zweiten Weltkrieg zur Erzeugung synthetischen Sprits für die Wehrmacht eingesetzt wurde - von "Fantasie" ist das weit entfernt. Der Ort hat keine nennenswerte energieintensive Industrie und die Bevölkerungszahl ist seit 150 Jahren gleich.
Das ist ein schöner Ort für Sonntagsreden oder Pseudo-Umweltpreise aber von "autark" ist das weit weg. Wo steht der Hochofen, das Presswerk und die Montage der Autos der Güssinger? Wo kommen die Kühlschränke und Flachbildschirme her? Fahren sie etwa sogar zum Supermarkt in die nächste grosse Stadt und kaufen dort Tiefkühlkost?

Alles nett, aber halt nur nett. Solche Öko-Idyllen gibt es öfter mal.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (21.06.2013 um 19:15 Uhr)
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
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