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Alt 13.11.2012, 01:15   #1
Jens N.
 
 
Registriert seit: 16.11.2005
Ort: Osnabrück
Beiträge: 13.250
Zitat:
Zitat von Camobs Beitrag anzeigen
- das "Scharnier" ist kein einfaches Schranktürband, es hat fünf gegenläufige Zähne, sodaß es so gut wie kein Spiel hat.
Schön und gut, aber Schwebestative haben wie schon erwähnt wurde eine Kardanische Aufhängung (englisch = gimbal), die sich (idealerweise) sehr leichtgängig in alle Richtungen bewegen kann und nicht nur in eine wie ein simples Scharnier. Das kann eigentlich nicht wirklich was bringen, da man nicht nur in einer Dimension verwackelt, bzw. die Kamera bewegt.

Diese gimbals sorgen dann allerdings auch für die Kosten. Wobei es übrigens auch durchaus bezahlbare Schwebestative gibt: ich habe z.B. ein U-Fly Cam, das hat damals keine 70 Euro gekostet (heute im Ausland ab ca. 95 €, ggf. plus Zoll/Steuern). Dafür bekommt man aber ein gimbal und diverse einstellbare Gewichte, um es an viele Situationen (Kamera-/Objektivgewichte und Schwerpunkte) anpassen zu können. Das ist nicht ganz einfach, aber das ist immer so.

Zitat:
Zitat von screwdriver Beitrag anzeigen
Das hat aber den gravierenden Nachteil, dass beliebige Kameraschwenks praktisch unmöglich sind ohne direkt an der Kameramontierung zu justieren.
Ein perfekt austariertes Schwebestativ (was wie gesagt schwierig zu erreichen ist) mit einer leichtgängigen Aufhängung folgt sehr feinfühlig auch kleinsten Bewegungen, Schwenks sind so gar kein Problem und sehen deutlich besser aus. Das ist ja gerade einer der Vorteile dieser Teile.
__________________
Gruß Jens

Geändert von Jens N. (13.11.2012 um 01:28 Uhr)
Jens N. ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.11.2012, 01:56   #2
mrieglhofer
 
 
Registriert seit: 03.12.2003
Beiträge: 8.945
Zitat:
Ein perfekt austariertes Schwebestativ (was wie gesagt schwierig zu erreichen ist) mit einer leichtgängigen Aufhängung folgt sehr feinfühlig auch kleinsten Bewegungen, Schwenks sind so gar kein Problem und sehen deutlich besser aus. Das ist ja gerade einer der Vorteile dieser Teile.
Na ja, da muß ich dir widersprechen. Ich hatte mal eines von ABC, damals schon schweinisch teuer. Die haben mir mal in der Frma gezeigt, wie man damit umgehen kann;-) Tja, theoretisch kommt man schon um die Kurve, in der Praxis braucht man sehr viel Feingefühl, dass es klappt. Man kann praktisch alles machen, nur die Kamera um die vertikales Achse zu drehen, ist sehr schwierig. Je besser stabilisiert, desto geringer ist die Reibung. Letztlich ist ja auch der Schwerpunkt genau in der Kugel. Ist er drüber, fällt die Kamera runter, ist er drunter, fängt sie schwingen an.
Und eine Schlittenfahrt als Verfolger oder ein leichter Seitenwind zeigt dann sehr schnell die eigenen Grenzen ;-) Meist hat sich dabei die Kamera gedreht und mich porträtiert. Aber nach einer Zeit gings dann schon.

Geändert von mrieglhofer (13.11.2012 um 01:59 Uhr)
mrieglhofer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2012, 03:16   #3
werbung
 
 
Registriert seit: 23.06.2010
Ort: Passau/Stuttgart
Beiträge: 706
Naja-trotzdem für viele auf Grund des Preises sicherlich eine gute Alternative...
__________________
mfg

Tom
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Alt 13.11.2012, 07:41   #4
screwdriver
 
 
Registriert seit: 05.12.2011
Ort: Berlin
Beiträge: 6.404
Zitat:
Zitat von Jens N. Beitrag anzeigen

Ein perfekt austariertes Schwebestativ (was wie gesagt schwierig zu erreichen ist) mit einer leichtgängigen Aufhängung folgt sehr feinfühlig auch kleinsten Bewegungen, Schwenks sind so gar kein Problem und sehen deutlich besser aus. Das ist ja gerade einer der Vorteile dieser Teile.

Nachteil für die "Action"- Filmerei (bei mir auf Konzerten) ist, dass man mit einem Schwebestativ praktsch keine vertikalen Schwenks machen kann.

Das Wesentliche, wovon Franks Konstruktion profitiert, ist die Massenträgheit an einem relativ grossen Hebelarm.
__________________
Gruss aus Berlin, Volker
Es ist ganz einfach, negative Kritik positiv und motivierend klingen zu lassen.
"Schönes Bild" reicht.
screwdriver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2012, 11:28   #5
Jens N.
 
 
Registriert seit: 16.11.2005
Ort: Osnabrück
Beiträge: 13.250
Zitat:
Zitat von mrieglhofer Beitrag anzeigen
Na ja, da muß ich dir widersprechen.
Tust du aber nicht wirklich

Zitat:
Tja, theoretisch kommt man schon um die Kurve, in der Praxis braucht man sehr viel Feingefühl, dass es klappt.
Ganz genau. Das erwähnte ich aber glaube ich?

Zitat:
Man kann praktisch alles machen, nur die Kamera um die vertikales Achse zu drehen, ist sehr schwierig.
Schwierig, aber nicht unmöglich. Da sind wird wieder beim Feingefühl. Niemand hat gesagt, der Umgang mit einem Schwebestativ sei einfach. Mir fehlt da auch noch die Erfahrung (nutze das Teil nicht oft, da definitiv mit Aufwand verbunden), aber erste Erfolgserlebnisse in der Richtung hatte ich schon. Inkl. diverser Schwenks. Das ist nicht einfach, aber es geht und sieht mit Schwebestativ auf jeden Fall besser aus als ohne.

Übrigens hat auch niemand behauptet, Schwebestative könnten oder gar müssten für sämtliche Aufgaben geeignet sein. Für Schwenks gibt es natürlich sinnvollere Hilfsmittel (Fluidneiger usw.). Aber ich verstehe schon, daß es wohl eher darum geht, zwischendurch auch mal einen Schwenk einzubauen oder sowas.

Zitat:
Je besser stabilisiert, desto geringer ist die Reibung.
Wobei es m.W.n. Systeme gibt, wo man eben diese Reibung (im gimbal) den Bedürfnissen anpassen kann. Wenn es z.B. windig ist, erhöht man sie. Das geht dann auf Kosten des "Ansprechverhaltens" des Stativs, aber einen Tod muß man sterben. Bei einfacheren Konstruktionen behilft man sich einfach damit, den Kopf oder die Kamera etwas mit einem Finger o.ä. zu stabilisieren. Das ist nicht ganz im Sinne des Erfinders (weil man so wieder Unruhe ins System bringt, bzw. besagtes Ansprechverhalten verschlechtert), aber es funktioniert und ist insgesamt immer noch besser als ohne.

Zitat:
Und eine Schlittenfahrt als Verfolger oder ein leichter Seitenwind zeigt dann sehr schnell die eigenen Grenzen ;-) Meist hat sich dabei die Kamera gedreht und mich porträtiert. Aber nach einer Zeit gings dann schon.
Genau, Übung ist hier gefragt. Das ist weniger eine Frage des Zubehörs, sondern mehr des eigenen Könnens bei Einstellung und Bedienung desselben. Das gilt übrigens auch für Schwenks aus der Hand oder vom Neiger usw.

Zitat:
Zitat von screwdriver Beitrag anzeigen
Nachteil für die "Action"- Filmerei (bei mir auf Konzerten) ist, dass man mit einem Schwebestativ praktsch keine vertikalen Schwenks machen kann.
Warum soll das (praktisch) nicht gehen? Jede Bewegung im gimbal kann ich doch problemlos selbst an der Kamera anregen. D.h. will ich vertikal schwenken, dann bewege ich dazu einfach die Kamera (halte das Stativ und kippe die Kamera von Hand) oder verhindere ihre Eigenausrichtung (alles festhalten, platt gesagt). Wie oben bereits beschrieben wird die Stabilisationswirkung oder der Einsatz des Schwebestativs dabei etwas ad absurdum geführt, aber das liegt nicht am Stativ, sondern an der Anforderung: ein Schwebestativ ist ja dazu gedacht, die Kamera von den Bewegungen des Filmers zu entkoppeln, idealerweise richtet sie sich auf allen Achsen selbst aus (was nur mit einem gimbal geht, dazu gleich noch mehr). In manchen Situationen, wie z.B. dem Schwenk den den du wohl meinst, möchte man genau das nicht. Da muß man dann eben wählen, ob man die Kamera absichtlich aus der Achse bringen will oder eben nicht. Ersteres geht durch Festhalten auch ganz einfach auf dem Schwebestativ, aber dann hat man eben den stabilisierenden Effekt nicht mehr oder nur eingeschränkt. Ich weiß jetzt allerdings nicht, inwiefern man das dem Stativ(typ) ankreiden kann...

Mit einem Dreibein tausche ich doch auch Stabilität gegen Flexibilität. Das liegt in der Natur der Sache.

Zitat:
Das Wesentliche, wovon Franks Konstruktion profitiert, ist die Massenträgheit an einem relativ grossen Hebelarm.
Das Wesentliche ist m.E.n. die freie Beweglichkeit im Zusammenspiel mit dem Massenausgleich. Ersteres ist mit einem Scharnier einfach nicht gegeben. Die Kamera verwackelt ja nicht nur in einer Richtung oder auf einer Achse. Mit einem austarierten Schwebestativ und genügend Übung kann man mit der Kamera rennen und man sieht davon in der Aufnahme nichts: Erschütterungen werden effektiv eliminiert und der visuelle Effekt ist der einer schwebenden Kamera (darum wohl der Name). Wenn die Kamera sich nur auf einer Achse bewegen kann (wie mit dem Scharnier), wird man vielleicht eine gewisse Verbesserung erkennen können (Nickbewegungen dürften verringert werden), aber ich bezweifle, daß man damit den "Schwebeeffekt" erreicht, einfach weil Erschütterungen/Bewegungen nicht in alle Richtungen abgefangen werden können.

Dafür ist es für Schwenks (Rotation u.ä.) wegen der geringeren Entkopplung natürlich besser geeignet, hier hat man eine direkte Reaktion. Aber wie gesagt, das ist eigentlich nicht im Sinne oder der Zweck eines Schwebestativs. Also was auch immer Frank da gebaut hat, aber ein Schwebestativ ist das strenggenommen nicht. Hilfreich, bzw. besser als ohne mag es trotzdem sein. Es gibt übrigens auch diverse DIY Lösungen mit kardanischem Gelenk, bzw. Bauanleitungen für ein solches.
__________________
Gruß Jens

Geändert von Jens N. (14.11.2012 um 21:15 Uhr)
Jens N. ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.11.2012, 11:46   #6
mrieglhofer
 
 
Registriert seit: 03.12.2003
Beiträge: 8.945
Da sind wir uns eh einig ;-) Deswegen schrieb ich auch, dass sie mir das in der Firma gezeigt hatten. Die haben natürlich auch geschwenkt, sind die Wendeltreppe hoch und runter. Beeindruckend. So gut habe ich das aber nie hingekriegt. Da muß man schon laufend damit arbeiten und da hat mir als Amateur einfach die Übung gefehlt. Bei Seitenwind habe ich mir auch mit dem Finger beholfen, aber da gibts dann immer wieder Ruckler;-)

Die Kontruktion von Camobs ist leider eine Fehlinterpratation der Sache. Wenn man damit losläuft, dürfte sie nach meiner Einschätzung Nicken und danach Pendeln und beim Bremsen dito. Man muß das Gewicht genau im Gelenk haben und daher ist auch eine präzise Feinjustierung notwendig. Wie schon gesagt, ein mm zu hoch und das ganze System kippt, ein wenig zu tief und es pendelt. Dito muß man das Gewicht am Gegengewichtsarm im Kreis verlagern können, um den Aufnahmewinkel der Kamera nach oben oder unten feinabstimmen zu können. Wenn das ganze dann noch reproduzierbar sein soll, ist man gleich bei ein paar Hundert Euro. Ich hatte damals den Handyman 100, aber der ist auch ganz schön teuer geworden.
mrieglhofer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2012, 12:40   #7
swivel
 
 
Registriert seit: 01.02.2011
Beiträge: 1.712
Hi,

am besten man hängt so ein "Schwebi" an einen Kamerakran...
swivel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2012, 12:57   #8
screwdriver
 
 
Registriert seit: 05.12.2011
Ort: Berlin
Beiträge: 6.404
Zitat:
Zitat von swivel Beitrag anzeigen
Hi,

am besten man hängt so ein "Schwebi" an einen Kamerakran...
Das wir ja auch im Prinzip so gemacht (motorisch betriebene Ausleger) wenn es aufwändiger sein darf.
__________________
Gruss aus Berlin, Volker
Es ist ganz einfach, negative Kritik positiv und motivierend klingen zu lassen.
"Schönes Bild" reicht.
screwdriver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2012, 15:32   #9
Camobs

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 28.01.2009
Ort: Ansbach, Mfr.
Beiträge: 790
Für die kardanische Aufhängung ist mir was eingefallen: in jedem Werkzeugkasten ist so ein Kardangelenk für Ratschen und Dreher. Die gibt es natürlich auch einzeln zu kaufen.
Ich werd´s probieren und berichten!

Viele Grüße,
Frank
Camobs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2016, 13:34   #10
zipfel1337
 
 
Registriert seit: 22.05.2016
Beiträge: 1
Schon ne tolle Leistung das dus geschafft hast ein Schwebestativ für deine cam zu bauen. Wenn du andere cams nimmst wirds wahrscheinlich schwieriger und das mit der balance ist auch so ne Sache. Schwebestative sind schon teuer aber es gibt günstige um die 100 € die sinds auf jedenfall Wert.
zipfel1337 ist offline   Mit Zitat antworten
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