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#15 |
Gesperrt
Registriert seit: 16.08.2005
Ort: Schweiz
Beiträge: 799
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Das 1.4/35mm ist - wie vergleichbare hochlichtstarke Retrofokus-Weitwinkel - messtechnisch eine nicht allzu gute Linse. Aus diesem Grund verschwand das (nach dem MinAF 1.4/35mm konstruierte!) Nikon 1.4/28mm relativ schnell wieder. Das frühere Nikon MF 1.4/35mm hatte eine bessere Presse, es verdankte seine Leistung aber radioaktiven Throrium-Gläsern - ähnlich dem Minolta 1.2/58mm, das nach wie vor legendär ist. Aus einsichtigen Gründen kann man solche Objektive heute nicht mehr produzieren.
Zurück zum SAL 1.4/35mm. Es ist im Zentrum bei f1.4 sehr brauchbar, ebenfalls in den Ecken. Dazwischen haben wir allerdings - und dies nur bei flächigen Motiven!!! - einen Leistungsabfall aufgrund wellenförmiger Bildfeldwölbung. In der Praxis ist das wenig bedeutsam: bei f1.4 macht man keine Landschaften oder Repros, und typische Reportage-Motive sind räumlich. Die - relativ geringe - Bildfeldwölbung stört da nicht. Die Tatsache, dass das 2/35mm bei f2 ... f4 messtechnisch besser als das 1.4/35mm ist, bleibt aber. Was bei all diesen Vergleichen unberücksichtigt bleibt, ist die Bildanmutung. Mit dem 1.4/35mm habe ich im Unendlichbereich ein sehr schönes Bokeh (im Nahbereich ist es grauslich), und das Spiel mit Schärfe/Unschärfe ist so mit dem 2/35 (oder gar den 2.8er Zooms) nicht möglich. Ich sage das alles, weil ich das 1.4/35mm ausgiebig getestet / gebraucht habe und mir - trotz vorhandenem 2/35mm und ZA 16-35mm - überlege, ein 1.4/35mm anzuschaffen. Porträts unter Einbezug der Umgebung bei f1.4 kommen an der A900 einfach sehr, sehr fein und edel. Dazu trägt auch der der bei f1.4 relativ geringe Mikrokontrast bei - eine Eigenschaft, die schöne Bildanmutung und schlechte Testresultate produziert. Nun - was wollen wir? Gr ![]() |
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