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#19 | |
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Themenersteller
Registriert seit: 02.04.2019
Ort: Lübeck
Beiträge: 1.335
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Zitat:
Das hab ich alles nicht. Mein Bild ist "Portrait in braun-grau in braun-grau mit Hautfarbe in der Mitte" (was auch farblich nicht sooo weit weg ist von braun-grau). Es gibt keinen Hintergrund, der einen Kontext (oder 3D) schaffen könnte, ich habe keine besonders spannende Lichtsetzung, die das Gehirn anregen würde. Ich denke gerade an den Fotografen Sebastian Wehrle und seine Reihe mit den Schwarzwaldmädchen (und denke üver die Bilder und deren Wirkung auf mich nach). Ich weiß nicht, ob Euch das was sagt. Im Prinzip fotografiert er moderne junge (wilde) Frauen und Männer (mit Piercings, Tattoos etc.) in alten historischen Schwarzwaldtrachten. Das is ja faktisch auch kein Hintergrund zu erkennen, und die Lichtsetzung - eigentlich - auch nicht so überraschend innovativ (Hauptlicht zentral von vorn oben mit einer sehr großen Softbox, die Schatten im Gesicht von unten mit einem Bouncer etwas aufgehellt). Bis hierhin grundsätzlich also nicht soooo anders. Aber da passiert im Motiv selbst sehr viel. Irgendwie sprengt es den Begriff "Kontext" doch wieder, aber die Bilder "regen einfach mein Gehirn zum Nachdenken an". Ich verkneife mir mal, was mir da sofort(!) durch den Kopf schieß, aber ich merke, was meinem Bild fehlt. Ja, möglicherweise funktioniert ein "Portrait in braun-grau in braun-grau mit Hautfarbe in der Mitte" - aber nur dann, wenn ich dennoch dem Gehirn "etwas" zum Denken gebe (und sei es nur das Rätsel, was dieses "etwas" ist). Und das mache ich nicht. O.k., so langsam formt sich die Erkenntnis in meinem Hirn
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"Die ersten 10.000 Bilder sind die schlechtesten" - wahlweise Henri-Cartier Bresson, Jackson Pollock oder Helmut Newton zugeschrieben |
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