Wenn man ein 135mm STF erstmals benutzt hat, wird man sehr sensibel hinsichtlich des Bokehs. Denn dann wirkt fast alles, was man vorher offenblendig freigestellt hat und sich daran erfreut hat, nun eher misslungen. Natürlich kann man nicht alles mit dem 135 mm fotografieren, aber es finden sich kaum noch Bokeh-Szenarien, bei denen die härteren Ränder besser wirken als die weichen. Und die "Donuts" des Reflektorobjektivs, wie sie im Forum zu sehen sind, sind oft eine Beleidigung des Auges und nur noch mit EBV zu retten.
Meine Empfehlung: entweder ein 135 STF besorgen (neu 1000€+) oder niemals den ernsthaften Vergleich wagen (gibt nur ein schlechtes Gewissen bei Nichtbesitz).
Bei Besitz des 135 STF kann sich auch ein (höchst seltenes) Überlegenheitsgefühl gegenüber CANIKONer einstellen, aber dafür allein für dieses Gefühl sind 1000 € sicherlich zu teuer.
Manchmal träume ich davon, dass Sony auch mal ein 70 bis 85 mm mit STF (Festbrennweite) herausbringt, weil das äußerst praktisch für Portraits wäre; aber es eher zu befürchten, dass Sony das 135 mm STF aus alten Minolta-Zeiten irgendwann aufgibt.
Gruß hw
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