Zitat:
Zitat von Robert Auer
Dass man höhere Speicherkapazitäten benötigt ist ja auch von mir nicht angezweifelt worden. Aber der Spruch "Nachts ist es dunkel" gilt zB nicht für Windenergie und Biogas, daher Windräder-Ausbau auch Offshore. Und dass Batteriespeicher auch Materialien benötigen, die umweltfeindlich gewonnen werden und zudem knapp sind, spricht mMn auch dafür, dass man auch zusätzlich neue Wege wie die Elektrolyse einbeziehen sollte.
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Hast du eine Ahnung, wie Elektrolysezellen aufgebaut sind?. Da braucht es auch etwas mehr als ein paar m² Eisenblech und ein paar Kupferdrähte. Die negativen Elektroden bestehen aus platinbeschichteten Titanelektroden. der an den Elektroden entstehende Sauerstoff zerfrisst die meisten anderen Materialien im Zeitraffer. Platin ist verdammt knapp und die gewinnbaren Vorräte reichen nur noch wenige Jahre. Titan ist zwar ein häufiges Metall, aber der Herstellungsprozess ist exterm aufwendig und energieintensiv. Dementsprechend teuer ist das Material. Die Hauptproduzenten China (natürlich), Japan und Russland. Deutschland hat keine eigenen Kapazitäten und kauft das Halbfertigprodukt Titanschwamm.
Zum Biogas zitiere ich mich mal selbst:
Zitat:
Zitat von Porty
Wenn auf einem Feld Mais wächst und man daraus Biogas macht hat das erzeugte Biogas einen Energieinhalt von etwa 10 000 kWh je Hektar Fläche und Jahr.
Die eingestrahlte Sonnenenergie beträgt in Süddeutschland etwa 1000 kWh/m² oder 10 000 000 kWh/Hektar und Jahr.
Macht einen Wirkungsgrad von 0,1 %! Brutto! Weil davon geht noch dein Energieaufwand für Bodenbearbeitung, Dünger, Ernte und Transport ab.
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Die 10000 kwh/ ha sind aufs Jahr gerechnet (8750 Stunden) etwas mehr wie 1 kW. Daraus kann man etwa 400 W Strom machen. Macht für ein normales Kraftwerk mit 1 GW einen Flächenbedarf von 25 000 km² oder etwa 7% der Fläche Deutschlands. Ist also nicht wirklich ergiebig.
Um den Strom für den oben angesprochen Verbrauch des Flughafens Frankfurt von 23 Großkraftwerken mit Windkraft zu erzeugen Benötigt man über den Daumen 10 000 WKA der 6 MW- Klasse (160 m Rotordurchmesser/ 150 m Nabenhöhe). Das ist ein Windpark von Flensburg bis Garmisch, 10 Reihen tief. Nur für Frankfurt. Da kommen dann noch 10 Reihen für München und Köln dazu sowie 5 Reihen für Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und den restlichen Kleinkram. Dann hast du aber noch keinen Strom......
Da wird Deutschland irgendwann zu klein für.
Kleiner Spaß am Rande Der Flughafen Stutgart wird nach wie vor per Tank- LKW mit Kerosin versorgt. Das sind etwa 1000 t je Tag üder 50 LKW- Fuhren. Dort wird zwar heftig an der Bahninfrastruktur gebaut, ein Gleisanschluss für die Treibstoffanlieferung ist nicht vorgesehen.
Fast alle anderen großen Flughäfen hängen entweder an einer Pipeline oder werden per Bahn versorgt. Sogar der viel und zu Recht gescholtene Berliner Fllughafen hat ein eigenes Bahnterminal zur Treibstoffanlieferung. Sagt einiges über das Umweltverstädnis im Großraum Stuttgart. Aber dafür gibt es jetzt in Stuttgart flächendeckend Tempo 40 auf allen Hauptstraßen und rote Welle. Blöd nur das die meisten Autos bei 50- 60 ihr Verbrauchsminimum haben und darunter der Verbrauch wieder deutlich ansteigt. Je größer das Auto und je mehr PS umso schlimmer.
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Zitat:
Zitat von Robert Auer
- selbst die Fluggesellschaften nicht damit gerechnet haben, dass die Fliegerei wieder so schnell an Fahrt gewinnen wird (Urlaub ist vielen Leuten offenbar wichtiger als Klimawandel)
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Was erwartest du von den Vorständen großer Unternehmen. Da zählt nur der nächste Quartalsbericht und vielleicht noch die nächste Bonuszahlung. Inzwischen werden sogar die A380 aus der Abstellung geholt und es ärgern sich all die Äirlines, die diese Flugzeuge schon verkauft oder gar verschrottet haben. Kommt aber auch total überraschend, dass die Leute wieder gierig auf Urlaub sind.
Übrigens ist der CO2- Print einer Fahrt von 2 Personen im SUV mit Dachbox von Norddeutschland zum Skiurlaub nicht besser wie der Flug auf die Kanaren oder Madeira. Flugzeuge sind mittlerweile sehr sparsam geworden.
Zitat:
Zitat von Robert Auer
die Industrie an eigenen Lösungen arbeitet, Abhängigkeiten bei Produktion und Produktentwicklung energetisch zu optimieren
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Was meist du jetzt damit?
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Zitat von Robert Auer
- die Herstellung von Zement zB deutlich effizienter werden kann (um nur mal ein Beispiel zu nennen).
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Wir haben hier ein Zementwerk um die Ecke, da laufen momentan umfangreiche Rekonstuktionsarbeiten. Die Ensparungen liegen dabei im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Aber schon vorher lief das Werk fast ausschließlich auf Ersatzbrennstoff (Industriemüll)