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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 24.06.2023, 09:26   #4151
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Gegen die französischen Kernkraftwerke wurde wegen der Spannungsrisse in den Primärkühl-Leitungen polemisiert. Nun haben wir Serienfehler bei den Windturbinen von Siemens-Gamesa.

Zitat:
Neue Qualitätsprobleme sorgen für hohe Mehrkosten beim Windturbinen-Hersteller Siemens Energy. Der Aktienkurs bricht drastisch ein. Nun könnten die Schwierigkeiten sogar die Energiewende ausbremsen – die Branche sieht sich plötzlich an das einstige Debakel der Solar-Industrie erinnert.
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...rgiewende.html

Da helfen auch keine „Windgipfel“ im Habeck-Ministerium mit veganen Schnittchen und Bionade weiter. Insbesondere die windarmen Standorte in Süddeutschland rechnen sich so überhaupt nicht mehr wenn man die technischen Risiken berücksichtigt.

Die Chinesen stehen in den Startlöchern und werden wohl den Markt aufrollen wenn der Preis ähnlich wie bei Solarzellen der bestimmende Faktor ist.

Zitat:
Chinesische Turbinenbauer wie Mingyang bereits auf den Markt und setzen hiesige Hersteller unter Druck. In der deutschen Windkraft-Szene werden bereits Szenarien diskutiert, wonach die Branche wie einst die Solarindustrie unter dem Druck chinesischer Billiganbieter kollabieren könnte.
Eine Volkswirtschaft mit Ideologie derartig fehlzusteuern wie es in Deutschland seit über 20 Jahren betrieben wird rächt sich eben.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 24.06.2023, 10:49   #4152
atlinblau
 
 
Registriert seit: 09.03.2020
Beiträge: 272
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Gegen die französischen Kernkraftwerke wurde wegen der Spannungsrisse in den Primärkühl-Leitungen polemisiert. Nun haben wir Serienfehler bei den Windturbinen von Siemens-Gamesa.
Ich habe lieber ein defektes Windrad nebenan, als ein KKW mit Materialproblemen

Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen

Die Chinesen stehen in den Startlöchern und werden wohl den Markt aufrollen wenn der Preis ähnlich wie bei Solarzellen der bestimmende Faktor ist.
Ich hatte es schon einmal verlinkt - China hat die Solarindustrie staatlich gefördert und damit den Preis gedrückt, weil sie die Technologieführerschaft wollten. Die Einführung von Zöllen zur Sicherung der eigenen Solarwirtschaft ist nicht erfolgt. Bei Wind lag es ebenfalls an Entscheidungen der Bundesregierung...
"In Deutschland ist zwischen 2017 und 2019 der Umsatz der Windenergiebranche um 75 Prozent eingebrochen. Um 75 Prozent! Damals hat die große Koalition die Ökostromförderung von festen Vergütungssätzen auf ein Ausschreibungsmodell umgestellt. " ...so Jürgen Zeschky (Geschäftsführer Enercon)( zeit.de)

Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Eine Volkswirtschaft mit Ideologie derartig fehlzusteuern wie es in Deutschland seit über 20 Jahren betrieben wird rächt sich eben.
Richtig, denn
... "Man darf eine für Deutschland so wichtige Industrie wie die Erneuerbaren nicht so stark einbrechen lassen. Das kann nicht richtig sein..." (gleiche Quelle)

Es ist die Frage, welche Perspektiven hat Europa gegen hoch subventionierte Anlagen aus Ost (China) und West (Amerika)

"Zeschky: Es ist doch klar: Wenn wir in einem Markt sind, wo es nur um den niedrigsten Preis geht, dann haben wir hier in Europa keine Chance mehr. Dafür sind die Lohnkosten zu hoch. Deswegen muss made in Europa einen Bonus im Ausschreibungsverfahren bekommen – genau, wie die USA es auch machen. Es geht uns darum, dass die Politik ein einheitliches Wettbewerbsumfeld für die europäischen Hersteller schafft. Unsere Wettbewerbsnachteile durch hochsubventionierte Turbinen aus Ost und West würden ausgeglichen. Und damit wird honoriert, dass unabhängige Energieproduktion in Europa auch einen Wert hat"
atlinblau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2023, 15:16   #4153
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 5.614
Alpha 300

Zitat:
Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
Ich habe lieber ein defektes Windrad nebenan, als ein KKW mit Materialproblemen
Wenn dir ein Brocken aus einen kollabierenden Flügel an den Kopf fliegt, ist das mindestens genau so fatal (für dich)

Zitat:
Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
Ich hatte es schon einmal verlinkt - China hat die Solarindustrie staatlich gefördert und damit den Preis gedrückt, weil sie die Technologieführerschaft wollten. Die Einführung von Zöllen zur Sicherung der eigenen Solarwirtschaft ist nicht erfolgt. Bei Wind lag es ebenfalls an Entscheidungen der Bundesregierung...
"In Deutschland ist zwischen 2017 und 2019 der Umsatz der Windenergiebranche um 75 Prozent eingebrochen. Um 75 Prozent! Damals hat die große Koalition die Ökostromförderung von festen Vergütungssätzen auf ein Ausschreibungsmodell umgestellt. " ...so Jürgen Zeschky (Geschäftsführer Enercon)( zeit.de)



Richtig, denn
... "Man darf eine für Deutschland so wichtige Industrie wie die Erneuerbaren nicht so stark einbrechen lassen. Das kann nicht richtig sein..." (gleiche Quelle)
Natürlich jammert der Geschäftsführer auf hohen Niveau und will Subventionen haben. Blöd nur, dass Enercon schon alle arbeitsaufwändigen Produktionsschritte ins Ausland verlagert hat, z.b. die Rotorblattfertigung nach Portugal und die Generatorfertigung nach Polen. Kann man hier nachhören: http://omegataupodcast.net/379-bau-v...dkraftanlagen/

Zitat:
Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
Es ist die Frage, welche Perspektiven hat Europa gegen hoch subventionierte Anlagen aus Ost (China) und West (Amerika)

"Zeschky: Es ist doch klar: Wenn wir in einem Markt sind, wo es nur um den niedrigsten Preis geht, dann haben wir hier in Europa keine Chance mehr. Dafür sind die Lohnkosten zu hoch. Deswegen muss made in Europa einen Bonus im Ausschreibungsverfahren bekommen – genau, wie die USA es auch machen. Es geht uns darum, dass die Politik ein einheitliches Wettbewerbsumfeld für die europäischen Hersteller schafft. Unsere Wettbewerbsnachteile durch hochsubventionierte Turbinen aus Ost und West würden ausgeglichen. Und damit wird honoriert, dass unabhängige Energieproduktion in Europa auch einen Wert hat"
Das eindreschen der Spitzenmanager auf die Lohnkosten erfolgt doch mittlerweile auch reflexartig.
Die reinen Lohnkosten in der Industrieproduktion sind nirgends das Problem, da diese Kosten durch eine hohe Automatisierung abgefangen werden. Was der Wirtschaft zu schaffen macht, ist ein gerade in Großkonzernen aufgeblasener Wasserkopf mit zahllosen Zwischenebenen , wo keiner was entscheiden darf (und wenn er darf nicht will, denn man könnte ja einen Fehler machen) aber dafür unverhältnismäßig viel Geld einsackt. Wer einmal ein Projekt mit einer deutschen Autofirma durchgezogen hat, wird wissen, was ich meine.
Zum Anderen sind es die in Deutschland viel zu hohen Energiekosten, die jede sinnvolle Produktion von Energieaufwendig herzustellenden Produkten, wie gerade Solarzellen hier unlukrativ machen.
Wenn dann noch die Schlafmützigkeit deutscher Spitzenmanager, wie die der deutschen Autoindustrie dazu kommt wird dann um so Lauter nach Subventionen geschrienen. Schließlich ist man Schlüsselindustrie und will gerettet werden (und natürlich seine Boni trotzdem bekommen)
Aber das Problem fängt ja schon bei der Ausbildung an. Während es vorn und hinten an fähigen Wissenschaftlern und Technikern (Oder auch Ärzten) mangelt, bilden wir nach wie vor jede Menge an BWLern oder auch Rechtsanwälten aus, die dann irgendwelche Bullshit- Jobs machen müssen.
Aber wie antwortete ein von mit betreuter Praktikant auf die Frage, warum er BWL studieren möchte: Als BWLer kann ich hinterher Manager werden, die können eine Menge falsch machen, ohne dass ihnen was passiert. Als Ingenieur muss das funktionieren, was ich baue.
Er hat BWL studiert und macht heute einen öden Sachbearbeiterjob......
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2023, 17:09   #4154
db2gu
 
 
Registriert seit: 20.12.2020
Beiträge: 136
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Wenn dir ein Brocken aus einen kollabierenden Flügel an den Kopf fliegt, ist das mindestens genau so fatal (für dich)


Natürlich jammert der Geschäftsführer auf hohen Niveau und will Subventionen haben. Blöd nur, dass Enercon schon alle arbeitsaufwändigen Produktionsschritte ins Ausland verlagert hat, z.b. die Rotorblattfertigung nach Portugal und die Generatorfertigung nach Polen. Kann man hier nachhören: http://omegataupodcast.net/379-bau-v...dkraftanlagen/


Das eindreschen der Spitzenmanager auf die Lohnkosten erfolgt doch mittlerweile auch reflexartig.
Die reinen Lohnkosten in der Industrieproduktion sind nirgends das Problem, da diese Kosten durch eine hohe Automatisierung abgefangen werden. Was der Wirtschaft zu schaffen macht, ist ein gerade in Großkonzernen aufgeblasener Wasserkopf mit zahllosen Zwischenebenen , wo keiner was entscheiden darf (und wenn er darf nicht will, denn man könnte ja einen Fehler machen) aber dafür unverhältnismäßig viel Geld einsackt. Wer einmal ein Projekt mit einer deutschen Autofirma durchgezogen hat, wird wissen, was ich meine.
Zum Anderen sind es die in Deutschland viel zu hohen Energiekosten, die jede sinnvolle Produktion von Energieaufwendig herzustellenden Produkten, wie gerade Solarzellen hier unlukrativ machen.
Wenn dann noch die Schlafmützigkeit deutscher Spitzenmanager, wie die der deutschen Autoindustrie dazu kommt wird dann um so Lauter nach Subventionen geschrienen. Schließlich ist man Schlüsselindustrie und will gerettet werden (und natürlich seine Boni trotzdem bekommen)
Aber das Problem fängt ja schon bei der Ausbildung an. Während es vorn und hinten an fähigen Wissenschaftlern und Technikern (Oder auch Ärzten) mangelt, bilden wir nach wie vor jede Menge an BWLern oder auch Rechtsanwälten aus, die dann irgendwelche Bullshit- Jobs machen müssen.
Aber wie antwortete ein von mit betreuter Praktikant auf die Frage, warum er BWL studieren möchte: Als BWLer kann ich hinterher Manager werden, die können eine Menge falsch machen, ohne dass ihnen was passiert. Als Ingenieur muss das funktionieren, was ich baue.
Er hat BWL studiert und macht heute einen öden Sachbearbeiterjob......

Wohl war !
db2gu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2023, 08:16   #4155
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Zitat:
Die Bundesbank hat erhebliche Verluste aus den angekauften Anleihen zu verkraften. Die Zentralbank und die Bundesregierung sehen darin kein Problem. Aber der Rechnungshof.

Die Rechnungsprüfer bezweifeln, dass die Bundesbank die Verluste in jedem Fall eigenständig tragen könnte. „Denn nicht nur der Extremfall des Austritts eines großen Mitgliedsstaats aus der Währungsunion könnte bei der Bundesbank zu negativem Eigenkapital führen. Sondern auch die laufenden geldpolitischen Aktivitäten bergen angesichts ihrer Größenordnung das Risiko negativen Eigenkapitals bei der Bundesbank.”
https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-18990668.html

Die “laufenden geldpolitischen Aktivitäten” umfassen nicht nur die Staatsfinanzierung von Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich (“Club Med”), oder die irrsinnigen Covid19-Hilfen sondern auch der durch Anleiheprogramme und Schulden finanzierte “Green Deal” von Frau von der Leyen. Der Umbau der Europäischen Wirtschaft nach Deutscher Methode wird den deutschen Steuerzahler in den nächsten Jahren direkt belasten. Das kommt noch auf die allgegenwärtige Teuerung durch “Greenflation” hinzu.
Man darf also nicht nur auf den Gas- und Strompreis schauen. Die dumme Energiepolitik schenkt auch verdeckt durch höhere Steuern ein.
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Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.06.2023, 09:25   #4156
frame
 
 
Registriert seit: 24.10.2007
Ort: Kehl und Oftringen
Beiträge: 3.078
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
"Die Bundesbank hat erhebliche Verluste aus den angekauften Anleihen zu verkraften. "

Die “laufenden geldpolitischen Aktivitäten” umfassen nicht nur die Staatsfinanzierung von Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich (“Club Med”), oder die irrsinnigen Covid19-Hilfen sondern auch der durch Anleiheprogramme und Schulden finanzierte “Green Deal” von Frau von der Leyen.
Ich wusste dass die EZB über 90% der Anleihen der Euroländer kauft, ich wusste nicht dass die Bundesbank auch noch welche kauft. Hat irgendjemand europäische Staatsanleihen ausser EZB, Länderbanken, Grossbanken und Versicherungen?

Bei den Covid-Bonds ist das nette dass es de facto Eurobonds sind obwohl Frau Merkel gesagt hat es würde keine Eurobonds geben solange sie lebe.
__________________
Some say I don’t play well with others…
frame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2023, 09:33   #4157
ha_ru
 
 
Registriert seit: 10.12.2010
Ort: In Sichtweite der Burg Teck
Beiträge: 2.763
Hallo,

leider ist die Welt etwas komplizierter und Lohnkosten + direkte Lohnnebenkosten (Sozialversicherungsbeiträge...) + indirekte Lohnnebenkosten (z.B. sind die verkorste elektronische Arbeitsunfahigkeitsbescheinigung, die Regleung zru Staffelung des Zuschlags in der Pflegeversicherung und das Hinweisgeberschutzgesetz da die neuesten Kostentreiber) sind durchaus ein Problem in Deutschland, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

Dazu kommen aber genügend andere Probleme, z.b. bis zu 4 Jahre Genehmigungsdauer bis eine Produktionshalle gebaut werden dürfte. Bis dahin wurde aber das was dort geplant war woanders gebaut und die Halle wird so wie sie genehmigt wurde nicht mehr gebraucht, Plan ändern heißt zurück auf Start. oder wer für die energetische Sanierung eine Förderung beantragt muss vorher wissen, ob in dem Altgebäude Wohnungen, eine gewerbliche oder andere Nutzung erfolgt. Ändert sich das im Laufe der Planung z.B. aufgrund städebaulicher Rahmenbedingungen oder muss die der Sanierung etwas anders ausgeführt werden muss man die Förderung neu beantragen und ein neues, kostenintensives Gutachten vom Energieberater machen lassen.

Letzlich leben Unternehmensberatungen davon Unternehmen aufzuzeigen, wo in der globalen Welt für sie am meisten Rendite zu generieren ist und wenn wir in D alles so kompliziert machen wandert mehr ab als zu.

Wir müssen daher in allen Bereichen mehr darauf achten die Dinge einfacher zu machen als noch komplizierter und nur vermeintlich gerechter. Das gilt fürs Steuer- und Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Baurecht ... und weil es so viele Bereiche sind ist es kompliziert und mühsam.

Zum Thema Energiewende wird abgewürgt:
Wer sich z.B. die Beiträge von Andreas Schmitz zu Anmeldung von PV-Anlagen mkit und ohne Einspeisung, Balkonsolaranlagen oder den Förderanträgen zu Wärmepumpen bekommt einen Eindruck, wie wir uns da selbst ausbremsen. Was mir da fehlt ist eine Regelung, dass eine Balkon-PV-Anlage mehr als 600/800W einspeisen darf, wenn sie an einem eigenen Stromkreis ohne Verbraucher angeschlossen wird, Dann wären nämlich 3.600W nach den technischen Normen als gefahrlos machbar anerkannt.

Von den in 2021 und 2022 installierten PV-Anlagen die bei uns im Büro zur Erstellung der Steuerklärung schon dazu über die Tische lief fällt mir kein Fall ein, bei dem alles richtig und in angemessener Zeit ablief. Zwischen Anmeldung der Anlage und den ersten Einspeisevergütungen lagen oft viele Monate, weil angeblich irgendeine Unterlage, Anmeldung, Erklärung fehlte, die Steuernummer für die Umsatzsteuer nicht zugeteilt wurde... Auch steuerlich machen uns die Anlagen aufgrund der Gesetzesänderungen viel Arbeit, die in keinem Verhältnis zu den Steuerbeträgen steht, um die es da geht. Was richtig ist hat neulich eine Referent der Oberfinanzdirektion Kalrsruhe mit dem Satz kommentiert: Wie das auszulegen ist werden wir in 3-4 Jahren von den Gerichten gesagt bekommen.
ha_ru ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2023, 09:55   #4158
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
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Zitat:
Zitat von frame Beitrag anzeigen
Bei den Covid-Bonds ist das nette dass es de facto Eurobonds sind obwohl Frau Merkel gesagt hat es würde keine Eurobonds geben solange sie lebe.

Schau mal was die “Europäische Investitionsbank” so treibt. Das ist ein Schattenhaushalt der unter Umgehung der Lissabonner Verträge geschaffen wurden.

Zitat:
Wie schon bei dem erstmals im Jahr 2015 aufgelegten Juncker-Fonds besteht der Trick auch dieses Mal darin, dass der Löwenanteil der genannten Summe über einen Schattenhaushalt aufgebracht wird, den die Europäische Investitionsbank verwalten soll. Die EU-Kommission selbst darf zwar keine Schulden aufnehmen, doch die intergouvernementalen Rettungs- und Investitionsfonds der EU dürfen es. Ähnlich wie die großen Banken die Regulierung vor der Finanzkrise umgangen hatten, indem sie einen Teil ihres Geschäft in in außerbilanzielle Conduits und Zweckgesellschaften verlagerten, verhält sich auch die EU. Die Garantien der EU-Kommission und der Einzelstaaten verschaffen diesen Fonds hinreichend viel Bonität, um sich auf dem Markt mit Anleihen im eigenen Namen die nötigen Mittel zu besorgen, die dann für öffentliche und private Zwecke, bisweilen auch in Form öffentlich-privater Partnerschaften, verausgabt werden. Werden die Garantien eines Tages gezogen, werden die Steuerzahler der Eurozone die Zeche zahlen müssen.
https://www.project-syndicate.org/co...r=accesspaylog

Da sich die Zinsanstiege negativ auf die Kurse der Bonds auswirken bricht dieses Kartenhaus irgendwann zusammen. Also: entweder frisst die Inflation das Vermögen auf weil die EZB die Zinsen nicht genug erhöht oder diese Schatten Haushalte müssen per Steuergeld saniert werden.

Die Merkel´sche Hütchenspieler-Methode Risiken in die Zukunft zu verschieben fällt uns nun auf die Füße.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2023, 10:58   #4159
frame
 
 
Registriert seit: 24.10.2007
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Beiträge: 3.078
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Schau mal was die “Europäische Investitionsbank” so treibt. Das ist ein Schattenhaushalt der unter Umgehung der Lissabonner Verträge geschaffen wurden.
Ja, die EIB ist so ein lustiges Konstrukt das Kapital aufnimmt im Namen aller EU-Länder und verteilt "um die Ziele der Union" zu fördern. Eigentlich ja schon alt (1958), mal gegründet auf Wunsch der Franzosen die auch immer gern fremdes Geld ausgeben.

Natürlich gibt es noch den ESM der grosse Schulden macht im Namen der Euroländer, wo den Statuten nach jedes Land nur für einen maximalen Betrag bürgen muss ausser natürlich es geht eines komplett pleite, dann ist alles anders. Aber das wird als "unwahrscheinlich" angesehen und ist deshalb nicht schlimm.

Und dann natürlich noch die genialen "Sondervermögen", darauf ist noch nichtmal Merkel gekommen Sonderschulden zu machen und sie Vermögen zu nennen.

Wenn die Bildung in unserem Land besser wäre würden womöglich Teile der jungen Generation verstehen dass auch das Dinge sind die ihre Zukunft gefährden. Jetzt wo es wieder Zinsen kostet Geld zu leihen und diese auch nicht so schnell wieder gehen werden. Aber stattdessen wollen sie lieber noch viel mehr Geld leihen um was auch immer zu finanzieren, ist ja nicht nur die Energiepolitik auf dem Wunschzettel.
__________________
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frame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2023, 16:03   #4160
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Brüssel lehnt neue Gaskraftwerke ab.

Die EU-Kommission lehnt Deutschlands Pläne für den Bau neuer
Kraftwerke ab. Damit gerät der schnelle Kohleausstieg in Gefahr.

Es war halt eine dumme Idee für grüne Folklore die Kernkraftwerke abzuschalten.
Jetzt fehlen sie.

Die neuen Anlagen müssen in Betrieb gegangen sein, wenn das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gegangen ist. Sie sind in Zukunft die Absicherung für die Phasen, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Wir reden hier über bis zu 50(!) neue Kraftwerke. Ohne die Beihilfeenscheidung auf Brüssel gibt es keine Subventionen für neue Gaskraftwerke und ohne Subventionen lassen sie sich nicht kostendeckend betreiben.

Dumm gelaufen. Was nun Herr Habeck?

https://www.handelsblatt.com/politik.../29222362.html
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Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (27.06.2023 um 16:24 Uhr)
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