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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » Vorteil von RAW, hier praktisch zu sehen
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Alt 14.04.2005, 10:29   #51
Rheinlaender
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Düren
Beiträge: 962
Die Aussage das eine Profi generell kein RAW verwendet ist leider vollkommen falsch. Ich bekomme laufend Bilddaten von Berufsfotografen und deren TIFFs weisen in der EXIF generell einen Eintrag von CaptureOne auf. Fotografen die mich und meine Firma kennen wissen das mit Ihren Daten kein "Schindluder" getrieben wird, daher schicken Sie mir zum Teil sogar nur die RAW-Dateien. Mittlerweile bekomme ich nur noch von selbsternannten "Fotodesignern" JPEGs angeliefert, welche in der Regel kaputt bearbeitet sind und meist hoffnungslos überschärft sind.

.....aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Sieht man das Ganze aus der Sicht eines Grafikers, dann bietet das RAW ein erheblich größeres Potenzial. Anderweitige Aussagen das dies nicht so ist, kann Jemand vom Fach einfach nicht behaupten. Ich gönne WinSoft jeden Erfolg aber in gewissen Dingen ist seine Einstellung so festgefahren das Er Dinge nicht wahrnehmen will. Das wird Er auch mit Bestimmtheit nicht mit Absicht tun, eventuell fehlt im einfach in dieser Beziehung das Wissen und die Erfahrung. Sein Wissen im Bereich der Fotografie wird sicher das Meinige übersteigen, zumal Er mir auch einige Jahre des Studiums vorraus hat aber was den Umgang mit digitalen Bilddaten betrifft ist sein Wissen Lückenhaft. Er hat völlig Recht wenn Er behauptet das sein jetziger Weg ihm den Erfolg bringt und das es daher garnicht so verkehrt sein kann und genau diesen Erfolg gönne ich Ihm von ganzen Herzen. Für Viele der hier Anwesenden wird seine Vorgehensweise mit Sicherheit auch viel besser und einfacher nachvollzogen werden können ........ABER sie verschenkt deutlich vorhandenes Potenzial.

Die digitale Fotografie ist noch lange nicht auf der Stufe wo sie einige Lithographen gerne hätten aber sie ist deutlich besser als ihr Ruf.
__________________
Gruß, Oliver
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Alt 14.04.2005, 10:46   #52
andys
 
 
Registriert seit: 04.10.2003
Ort: d 20357
Beiträge: 3.311
Zitat:
Zitat von Jadies
Das ist doch aber auch wieder ein Mißverständnis. Die RAW-Daten sind gar nicht dazu da, direkt betrachtet zu werden. Von mir aus könnte der Bildschirm auch dunkel bleiben, und nur ein paar Regler zeigen, an welchen man günstige Einstellungen vornimmt, bevor dann ein Bild produziert wird.

Was soll dann bitte überhaupt RAW, wenn ich keine Vorschau bekomme. Diese Aussage von kofri kann doch wohl nicht richtig sein
Kofri hat soweit Recht, dass RAW zur Zeit als Endergebnis keine Aussagekraft hat. RAWs müssen bearbeitet werden, damit ausden Rohdaten ein ansehnliches Bild wird. Viele lassen sich durch die Rohdaten von PS abschrecken, weil sie eben nach nichts aussehen. Wer noch mehr und das schneller will, sollte zu C1 greifen. Aber es ist nicht billig.
Man muss aber sagen, dass, wenn Rohdaten so aussehen, dann liegt es nicht an PS, sondern am Kamerahersteller. Die Kamera liefert diese Daten und nicht PS. Rohdaten sind durch den AAFilter so unscharf.
Das ist ja der Witz. Die Bilddaten werden bewust weichgezeichnet, um sie leichter aufbereiten zu können. Diese unscharfen Daten muss man dann wieder mühsam scharfzeichnen.
andys ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 11:17   #53
Rheinlaender
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Düren
Beiträge: 962
Zitat:
Zitat von andys
Rohdaten sind durch den AAFilter so unscharf.
Das ist ja der Witz. Die Bilddaten werden bewust weichgezeichnet, um sie leichter aufbereiten zu können. Diese unscharfen Daten muss man dann wieder mühsam scharfzeichnen.

Das ist so nicht ganz richtig andys.....

Vergleiche ich RAW-Daten einer Nikon D100 mit einer Canon D20, so wirken die RAWs der Nikon schon erheblich schärfer. Hier kommt ja auch die jeweils verwendete Sensortechnik und die daraus resultieren A/D-Wandlung zum Tragen, in diesem Fall halt CCD-Technik der Nikon und CMOS-Technik der Canon.

Kurioserweise sind die RAWs der D2X dennoch schärfer als die der Canon 1Ds Mark II, obwohl beide CMOS-Technik verwenden. Demnach stellt Canon bei der A/D-Wandlung noch etwas mehr mit den Daten an.......dazu kann sich Jeder denken was er will.

Das diese Daten dennoch geschärft werden müssen ist vollkommen richtig aber das geschieht während der Interpolation innerhalb der Kamera fürs JPEG auch. Beim RAW muß man es halt selber erledigen, weil man es nicht der Kamera überlassen will, womit wir schon beim ersten Vorteil sind.

Für einen Hobbyfotografen ist es schwierig im ersten Moment die ungewohnten Funktionen des RAW-Konverters richtig zu verändern um aus diesem kontrast- und farblosen Bild etwas vernünftiges zu entwickeln. Das es eventuell dann als TIFF in Photoshop noch weitergehen muß erschwert die Abscheu gegenüber dem RAW noch weiter. Dennoch erreicht man im Endergebnis etwas Besseres.

Da das aber mit Arbeit und ein wenig Wissen verbunden ist, muß Jeder das für sich selber entscheiden. Fakt ist und bleibt aber das ein RAW deutlich mehr Potenzial birgt als das von der Kamera gelieferte JPEG und genau darum ging es bei der ganzen Sache ja. Wer halt etwas anderes behauptet hat halt einfach nicht Recht....
__________________
Gruß, Oliver
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Alt 14.04.2005, 11:36   #54
Rheinlaender
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Düren
Beiträge: 962
Achja andys...... im übrigen hast Du vollkommen Recht das die vom Herrsteller gelieferten RAW-Konverter das RAW in der direkten Ansicht schon nicht "roh" belassen, sondern schon eine leichte Vorab-Korrektur vornehmen.

Das tut sogar der von Canon mitgelieferte DPP. Bei einem Vergleich der Konverter bei Wallo konnt man sehr deutlich sehen das die Gradationskurve schon leicht gebeugt war und daher schon das unbearbeitete RAW visuell anders wirkte. Das tut im übrigen sogar der Konverter aus Photoshop, allerdings in einem sehr minimalistischen Rahmen.

Der neutralste Konverter ist nachwievor CaptureOne, der verlangt demnach aber auch die meiste "Arbeit".
__________________
Gruß, Oliver
Rheinlaender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 12:01   #55
andys
 
 
Registriert seit: 04.10.2003
Ort: d 20357
Beiträge: 3.311
Oliver, ich hatte noch nie das Glück Rohdaten einer absoluten Spitzenkamera sehen zu dürfen. Ich habe sehr viele Kameras in der Hand gehabt, aber leider noch nie so eine.
Es gibt ja meines Wissens nur 2, na ja die zweite, weiß man nicht, ob sie wirklich kommen wird, Kodak und Leica, die ohne AA Filter arbeiten. Bei der Kodak soll das ja sichtbar sein. Aber dafür halsen die sich ein Problem auf, dass bei den anderen eher nicht auffällt: Moiré. Also muss dann das korrigiert werden. So hat jeder sein Kreuz zu tragen und es muss immer nachgearbeitet werden.
Werden jemals eine Kamera erhalten, die Rohdaten liefert, die nicht bearbeitet werden müssten?
C1 würde ich mir gerne zulegen. Dafür muss ich aber erst eine passende Kamera kaufen. Ein Teil des Geldes investiere ich lieber in ein SW PlugIn für PS, in ein Programm für HDRI usw...
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Alt 14.04.2005, 12:56   #56
Jerichos
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 16.883
Ich glaub irgendwie reden wir hier gerade aneinander vorbei. Kann das sein?
Der eine (Andreas) redet von der perfekten Kamera, die Bilder liefert, die nicht nachträglich bearbeitet werden müssen. Der andere (Oliver) redet von Rohdaten, die eine perfekte Ausgangslage bilden, um mit diesen Daten das für einen selbst bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Die Diskussion geht hier aber über das Dateiformat RAW und deren Vorteile, so dass die Ansicht von Andreas hier eigentlich nicht angebracht ist und in einem anderen Thread ausdiskutiert werden muss. Konzentrieren wir uns doch einfach auf die Dateiformate und deren Vor- und Nachteile. Und da liegt nunmal RAW um Welten vorne. Einfach weil man nachträglich am PC verlustfrei arbeiten kann. Bei JPG hat man durch die kamerainterne Speicherung schon Daten verloren, das ist bei RAW eben nicht der Fall. Inwieweit RAWs intern bearbeitet werden interessiert mich nicht. Hauptsache ich kann im RAW-Konverter das verändern, was mir wichtig ist, nämlich Belichtung, Weißabgleich, Kontrast, Schärfe. Darauf kommt es doch an. JPG ist eben im Potenzial sehr beschränkt. Man stößt wesentlich schneller an deren Grenzen. Doch nur darum geht es hier in diesem Thread.
Und wie schon oft geschrieben, aller spätestens dann, wenn Mischlicht ins Spiel kommt, geht meiner Meinung nach eigentlich kein Weg an RAW vorbei.
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Gruß Jürgen

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Alt 14.04.2005, 13:02   #57
Rheinlaender
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Düren
Beiträge: 962
Zitat:
Zitat von Jerichos
Und wie schon oft geschrieben, aller spätestens dann, wenn Mischlicht ins Spiel kommt, geht meiner Meinung nach eigentlich kein Weg an RAW vorbei.

Womit wir bei folgendem Thread wären..... http://www.d7userforum.de/phpBB2/ftopic18728.html

__________________
Gruß, Oliver
Rheinlaender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 13:07   #58
Jerichos
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 16.883
Zitat:
Zitat von Rheinlaender
Womit wir bei folgendem Thread wären..... http://www.d7userforum.de/phpBB2/ftopic18728.html

Genau so ist es Oliver!
Mit RAW wär´s ein Kinderspiel, diesen Farbstich (also falscher Weißabgleich) in den Griff zu bekommen. Ein oder zwei Klicks und das Ergebnis würde so aussehen, wie man es eben erwartet. Genau darum soll es doch hier in diesem Thema gehen.
__________________
Gruß Jürgen

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Alt 14.04.2005, 13:11   #59
andys
 
 
Registriert seit: 04.10.2003
Ort: d 20357
Beiträge: 3.311
Jürgen, jein. wir reden schon vom Gleichen. Ich bin am Ende nur einen Schritt weiter gegangen. Ich habe mir vorgestellt wie in ??? Jahren die Daten einer guten Kamera aussehen könnten. Mein Wunsch ist es, dass eines Tages Rohdaten Daten sind, die als solche ein Endergebnis sein könnten. Ganz Kluge fragen dann: "Brauchen wir dann noch Rohdaten". Ööhmm, gute Frage.
andys ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 13:15   #60
Jerichos
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 16.883
Zitat:
Zitat von andys
Ich habe mir vorgestellt wie in ??? Jahren die Daten einer guten Kamera aussehen könnten. Mein Wunsch ist es, dass eines Tages Rohdaten Daten sind, die als solche ein Endergebnis sein könnten. Ganz Kluge fragen dann: "Brauchen wir dann noch Rohdaten". Ööhmm, gute Frage.
Sehr gute Frage.
Derzeit ist es aber eben noch so, dass RAW einem als Fotograf und Bildbearbeiter das flexibelste Ausgangsmaterial liefert. Es stehen einem einfach die meisten Türen offen, während bei JPG schon einige Türen halb geschlossen und schon gänzlich zu sind.
Also reden wir doch vom Gleichen.
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Gruß Jürgen

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