|
|
|||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
|
|
#3 | |
|
Registriert seit: 16.11.2005
Ort: Osnabrück
Beiträge: 13.250
|
Zitat:
Mit der A550 wird es vermutlich (!) nicht wesentlich anders sein als mit vielen anderen DSLRs, bzw. speziell den bisherigen Sony Alphas: diese sind IMO eher schlecht als recht für IR-Fotos zu gebrauchen. D.h. es sind selbst bei besten Verhältnissen extrem lange Belichtungszeiten nötig (Stativ ist Pflicht) und der IR-Effekt fällt dennoch eher dürftig aus. Dazu kommen die Probleme mit der Fokussierung, die durch das LV der neuen Modelle aber vielleicht abgemildert werden (Erleichterung bei MF im IR-Bereich?). D.h. es geht schon, ist aber ein ziemliches Gewürge und die Ergebnisse ... na ja. Ein Positivbeispiel unter den DSLRs war z.B. die Nikon D70, die wohl ein nicht ganz so starkes Sperrfilter hat und damit vergleichsweise empfindlich für IR-Licht ist. Oder die Sigma DSLRs, bei denen man das Sperrfilter gleich selbst ausbauen kann. Von verschiedenen, vom Hersteller gleich entsprechend modifizierten, "Astro-DSLRs" ganz zu schweigen. Weil deine Kamera sehr wahrscheinlich kaum für IR-Licht empfindlich sein wird, würde ich aus deiner Auswahl zu dem am wenigsten restriktiven Filter raten, also dem mit Sperrwirkung bei 720nm. Die anderen würden einen stärkeren IR-Effekt bringen (wenn die Kamera denn mitmacht), sind aber auch noch schwerer handhabbar, einfach weil sie das sichtbare Lichtspektrum stärker/früher wegfiltern. Die 720nm Filter sind für den Einstieg gut geeignet und weit verbreitet (Hoya R72 ist vielleicht ein Begriff). Wenn die Kamera mitmacht, ist der Effekt bei entsprechendem Motiv und Wetter schon ganz gut und Nachbearbeitung ist sowieso angesagt. Außerdem sind diese weniger restriktiven Filter geeignet, wenn man noch ein wenig Farbe im IR-Foto haben will. Die restriktiveren sind eher für die typischen S/W IR-Aufnahmen geeignet. Das ist Geschmackssache, das mit dem handling nicht. Übrigens erscheinen mir die verlinkten Filter extrem günstig - normalerweise waren IR-Filter sonst immer deutlich teurer. Was man nun davon halten soll, weiß ich allerdings auch nicht. So zum Ausprobieren vielleicht genau richtig, denn vermutlich wird man sich mit dem Thema an einer nicht modifizierten DSLR eh nicht lange beschäftigen. Ich benutze aus dem Grund eine kompakte Digitalkamera mit nightshot, also eine Kamera, bei der man das Sperrfilter aus dem Strahlengang schwenken kann. Das hat gleich mehrere Vorteile. In der DSLR-Welt gibt es Möglichkeiten, vorhandene Kameras zu modifizieren (dabei wird das IR-Sperrfilter ausgebaut/ausgetauscht und die Kameras werden sehr empfindlich für IR-Licht), aber das ist erstens recht teuer (wenn man es machen lässt) und zweitens werden die Kamera dadurch idR. unbrauchbar oder zumindest eingeschränkt für die Fotografie im sichtbaren Spektrum. Wenn man aber bedenkt, was eine D5D oder A100 gebraucht noch so kosten dürfte, wäre sowas aber vielleicht eine Überlegung wert.
__________________
Gruß Jens Geändert von Jens N. (31.03.2010 um 16:11 Uhr) |
|
|
|
|
|
|