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Alt 02.02.2006, 01:42   #1
darude
 
 
Registriert seit: 08.01.2005
Ort: Markt Schwaben
Beiträge: 685
Des Foto hat keinen Seltenheitswert Ich hab mich längere Zeit in nem Flugzeugforum rumgetrieben, da hat man diesen Effekt auf fast allen Fotos mit laufenden Proplellern.
Bei Interesse: http://www.flugzeugforum.de/forum/sh...t=Kondensation
__________________


Gruß aus Franken,
Marcel
darude ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 02.02.2006, 02:48   #2
Pikachu
 
 
Registriert seit: 19.09.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 206
Habe dazu auch nen Schönes Bild



Ist in Frankfurt an der Startbahn West enstanden.
Leider nicht sonderlich Scharf.
__________________
Gruß
Pikachu
Pikachu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2006, 06:28   #3
AGD
 
 
Registriert seit: 29.12.2005
Ort: Guadalajara, Mexico
Beiträge: 335
Also hier wird ja nun wieder gefachsimpelt! Da lass ich mich auch nicht Lumpen. Nach Bernoulli nimmt der Druck innerhalb eines Mediums mit dem Quadrat der Stroemungsgeschwindigkeit ab. Propellerblaetter sind wie Tragflaechenprofile geform die an der Vorderseite einen Unterdruck erzeugen, der die Luft ansaugt und nach hinten beschleunigt. Zusaetzlich haben sie einen Anstellwinkel, der weitere Luft nach hinten schaufelt. An der Unterseite des Propellers ensteht so ein Unterdruck der mit zunehmender Entfernung von der Achse zunimmt und an den Blattspitzen seine Maximum hat. An Der Propellerspitze kommen aber beide Druckgebiete zusammen und ein Randwirbel entsteht mit zusaetlicher Stroemungsgeschwidnigkeit und somit mit Gebieten besonders niedrigen Druckes.

Mit sinkendem Druck nimmt die Temperatur in der entsprechenden Luftparzelle ab und mit ihr die Faehigkeit Wasser zu speichern. An Tagen mit 100% Luftfeuchtigkeit kondensiert dann das ueberschuessige Wasser im gezeigten Effekt. Es gibt uebrigens ein aehnliches Phaenomen an Tragflaechenenden, die sogenannten Randwirbel.

Der Wolke beim Ueberschallknall hingegen ist auf die sogenannte Prandtl-Glauert Kondensation zurueckzufuehren und weitaus komplexer und auch weniger gut verstanden.

Kavitation tritt nun wieder vornehmlich in Fluessigkeiten auf. Aufgrund des selben Bernoullieffektes sinkt zum Beispiel bei Schiffschrauben der Druck im Wasser auf einen Druck bei dem das Wasser bei vorhandener Temerpatur siedet (Genau Wasser in den Bergen auch auf niedriger Temperatur kocht als auf Meereshoehe) Diese Dampfblaeschen impolodieren dann schlagartig unter Druecken von bis zu 10'000 bar und richten an Schiffschrauben unter Umsdtaenden betraechtliche Schaeden an. In Luft gibt es Kavitation aber meines Wissens nicht.

Kondensstreifen entstehen hingegen nicht durch Unterdruck sondern durch die extreme niedrige Faehigkeit der Luft in grossen Hoehen Wasser zu speichern in Kombination mit der Verbrennung von Kerosin zu CO2 und eben Wasser. Das ueberschuessige Wasser aus der Verbrennung kondensiert dann zu besagten Streifen. Zusaetzlich agieren die Russpartikel als Keimzellen an denen zusaetzliches Wasser aus der Atmosphaere kondensiert, was den Effekt verstaerkt.

Gruesse

AGD
AGD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2006, 08:40   #4
wave1

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 25.03.2005
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 287
Zitat:
Zitat von darude
Des Foto hat keinen Seltenheitswert Ich hab mich längere Zeit in nem Flugzeugforum rumgetrieben, da hat man diesen Effekt auf fast allen Fotos mit laufenden Proplellern.
Das stimmt definitiv nicht, ich habe weit über 100 Fotos von Flugzeugen mit laufendem Propeller "geschossen", der Kondensationseffekt ist aber nur auf den beiden gezeigten Fotos zu sehen.
MfG wave
wave1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2006, 19:41   #5
AGD
 
 
Registriert seit: 29.12.2005
Ort: Guadalajara, Mexico
Beiträge: 335
Unter den enstprechenden physikalischen Randbedingungen tritt das Phaenomen sicherlich immer auf. Ob diese Randbedinungen nun haeufig oder selten zusammentreffen kann jeder selber beurteilen:

1. Hohe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen.
2. Niedrige Propellerdrehzahl (Aufgrund Belichtungszeit und Bewegungsunschaerfe im dargestellten Beispiel ca. 600 Umin) Bei hoeheren Drehzahlen springt die Stroemung von laminar zu turbulent um wobei de Kondensationsnester zerstoert werden.
3. Entsprechend kurze Belichtungszeiten damit das Phaenomen nicht verschwimmt. (Dies ist wiederum bei nasskaltem Wetter selten)

Einen schoenen Film der transsonische Prandtl-Glauert Kondensation an einer F-14 beim Eintritt in den Ueberschall zeigt gibt es uebrigens hier.

Gruesse

AGD
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