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Alt 24.03.2026, 09:30   #4601
TONI_B
 
 
Registriert seit: 13.12.2007
Ort: Ö; Deutsch-Wagram
Beiträge: 12.408
Bei der Berechnung der Ökobilanz haben auch viele Experten ihre Probleme, denn wo zieht man die Grenzen? Nur beim CO2 Ausstoß? Oder auch bei der Produktion der Erdölprodukte? Und wo bei der Stromerzeugung? Atomkraftwerk? Endlagerung? Unfälle?

Ich beziehe 80% der Energie für das eAuto vom eigenen Solarstrom. Da bin ich mir sicher, dass die Ökobilanz stimmt.
__________________
TONI_B ist gerade online   Mit Zitat antworten
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Alt 24.03.2026, 14:42   #4602
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.213
Moin, moin,

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Ich habe in den letzten 5 Jahren - also seitdem wir auf BEV umgestiegen sind - schon soo viele unsmarte Gespräche über das Thema geführt, die geprägt waren von Facebook und TikTok "Wissen", dass ich das Thema echte Erfahrung gerne im Vorfeld kläre
ich glaube kaum, dass ich zur klassischen Clientel von "Facebook" oder "TikTok" gehöre.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Nun... also wurde schon mal der Stellplatz leergelassen... für einen Verbrenner
Also mal abgesehen davon, dass das 30 Jahre her ist, blieb der Stellplatz auch nicht leer. Wie kommst Du darauf? Passt das besser in Deine Argumentation? Auch damals war es schon so, dass der Parkraum in München knapp war.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Ich frag jetzt mal ganz plakativ: Kannst du in der Garage Tanken?
Dann antworte ich Dir mal plakativ: nein, aber mit einem 75 Liter-Tank komme ich schon ziemlich weit, so dass der Zeitaufwand für das Tanken und die damit erreichbare Reichweite in einem sehr guten Verhältnis stehen.

Aber um den Bogen zur E-Mobilität zu spannen: ich kann weder in der Münchner Mietgarage, noch auf dem im Eigentum befindlichen Stellplatz im Parkhaus elektrisch laden. Die Summen, die für eine Elektrifizierung des Parkhaus veranschlagt werden (Installation im Parkhaus, Ertüchtigung des Stromnetzes der Stadtwerke zum Parkhaus etc. pp.), sind nicht nur nicht nicht attraktiv, nein, sie sind absolut unverhältnismäßig und nicht darstellbar.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Und für ein nächtliches Laden reicht übrigens auch im Prinzip eine 220V Steckdose. Ich kenne die Begebenheiten vor Ort natürlich nicht, aber 220v ist schon mal viel einfacher (/und billiger) zu bekommen, als eine echte Wallbox.
Selbst dafür wäre ein Eingriff in die Elektroinstallation der Mietgarage (Leitung, Sicherungskreis, Zähler) notwendig. Zudem wäre das Problem der Doppelhubgarage und der Nutzung durch 3 weitere Mieter zu lösen sein.

Davon abgesehen: ein Laden mit ~3 kW ergibt entweder bei kurzen Ladedauern unbrauchbare Reichweiten, oder bei langen Reichweiten unbrauchbare Ladezeiten.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Aber selbst wenn nun mal kein Laden am Stellplatzt möglich ist. Geht ihr in München Einkaufen? Fahrt ihr mit dem Auto in den Zoo? Ins Museum? Zum Sport? halt irgendwas, was länger als 30 Minuten dauert?
Innerhalb von München bewegen wir uns mit den Öffis. Die Ladestruktur in unserem Stadtteil ist auch nicht prickelnd. Elf Ladestationen, wovon 9 nur 22 kW- und zwei 50 kW-Ladestationen sind, sind für einen Stadtteil mit einer Einwohnerdichte von durchschnittlich knapp 10.000 Einwohnern / km² und in der Spitze knapp 15.000 Einwohnern / km² nicht sonderlich viel. Und um Deine Zahlen mal in einen Kontext zu stellen: 30 min laden mit 50 kW ergibt max. 25 kWh Energie, was bei dem Gros der Fahrzeuge für weniger als 150 km langt.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Beim BEV ist es nämlich so, dass man damit NICHT extra zum Tanken aka Laden fahren muss, sondern das erledigen kann und sollte(!!!) , wenn das Auto sowieso nur dumm rumsteht. An vielen Supermärkten, Kinos, Museen, Zoos, ... gibt es inzwischen Schnelllader (>= 50kW). Man erledigt etwas und in der Zeit lädt das Auto. Punkt.
Nein, nicht Punkt. Du gehst von Deiner Lebensweise und Deinen Lebensumständen aus, ohne meine zu kennen.

[QUOTE=HoSt;2338514]Von den 25.000km im Jahr die wir ca. fahren, fallen vielleicht 5000-8000km auf Urlaubfahrten etc. wo das nicht der Fall ist. Da "verliere" ich Zeit - wobei wir alters und hundebedingt auch schon mit Verbrenner ca. alle drei Stunden eine Pause gemacht haben. Jetzt wird da halt nachgeladen (und bei 18 Minuten von 10-80% Akku muss man sich schon fast schon sputen, um auf einer Autobahnraststätte / Autohof in der Zeit auf's Klo und wieder zurück zu kommen.

Seit wir elektrisch unterwegs sind, haben wir vielleicht 2mal auf eine freie Säule warten müssen... maximal 10 Minuten.



Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
200km einfach ist heute auch im Winter nun wirklich nicht mehr die Herausforderung... da gibt es wirklich jede Menge Modelle, die das können. Und selbst wenn(!!) man einmal in die Verlegenheit kommen sollte... bei 2 bis 2:30h Stunden Fahrzeit fallen 10 Minuten nachladen an einer Schnellladesäule wirklich sooo ins Gewicht, dass man deswegen sag, das ein Umstieg nicht möglich ist?
Unsere Fahrzeiten betragen in der Regel unter 2 h. Warum sollte ich da eine Pause oder einen zusätzlichen Ladestopp einplanen wollen?

Daher geht es uns auch nicht um 200 km Reichweite, die heute das Gros der E-Fahrzeuge packt, sondern um mindestens 500 km - um auch im Winter mit Puffer hin- und zurückzukommen, ohne an jedem München Wochenende kostbare Freizeit mit dem Laden zu verbringen.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Ja... man fährt mit einem BEV anders als mit einem Verbrenner. Aber ich muss für mich sagen, dass ich noch nie so entspannt lange Strecken zurückgelegt habe. Und den Komfort, wie warmes und enteistes Auto im Winter, kühles, vorklimatisiertes Auto im Sommer per Knopfdruck möchte ich auch nicht mehr missen.
Gut, das ist eine Frage der Fahrzeugklasse. Da kann ich mich auch aktuell mit dem Verbrenner alles andere als beschweren.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Dass das alles nicht von jetzt auf gleich gehen kann ist mir auch bewußt, aber mal ganz ehrlich. Berta Benz musste zum Tanken auch noch in die Apotheke gehen, da gab's auch nicht an jeder Ecke eine Tankstelle. Und die Logistik und die Energie um das ganze Rohöl um die Welt zu schippern, zu raffinieren und dann als Benzin/Diesel wieder unter Verbrauch von Unmengen an Diesel quer durch die Republik zu karren um alle Tankstellen damit zu versorgen gibt's doch auch. Und das smarte an Strom ist, dass man den superbillig lokal durch Sonne und Wind erzeugen kann... ja ich weiß, Strom kann man schlecht lagern. Aber mal ehrlich... da sind wir doch - genau wie bei der Batterie Entwicklung - erst am Anfang.
Das sind aber aktuell schon noch ein wenig Ökoträumereien, die ein wenig an der Realität vorbeigehen, oder? Viel Strom erzeugen wir im Norden des Landes. Den bekommen wir aktuell noch nicht einmal in den Süden transportiert. Dafür verkaufen ihn ihn an der europäischen Strombörse billigst an die Österreicher, ohne ihn dahin transportieren zu können. Um die Verträge dann aber erfüllen zu können, müssen im Süden ganz konventionelle Kraftwerke (Gas, Kohle) den Strom erzeugen, den man den Österreichern verkauft hat.

Daher ist die Frage, wie bekommen wir perspektivisch die Pkws, die Wärmepumpen und die Industrie versorgt, vielleicht sogar noch zu früh gestellt. Wir scheitern schon vorher.

Perspektivisch werden auch wir ein E-Fahrzeug fahren (müssen), aber bis dahin darf sich in der Batterie- und Fahrzeugtechnik sowie der Ladeinfrastruktur noch einiges tun. Bis dahin fahre ich wie unser Kurt den Verbrenner weiter. Die 13 Jahre merkt man ihm noch nicht an.

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Geld ist eigentlich genug da.
Wo?!?

Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
In Bayern kann man keine Windräder bauen, aber Mini-Atomkraftwerke sollen es jetzt werden. Und billiger in den Gestehungskosten als Wind und Solar geht nun mal nicht.
Mit Wind und Solar allein wirst Du in Bayern nicht weit kommen, insbesondere nicht im Winter. Die Phantasierereien zum Thema Atomstrom keimen rund um den Globus, auch wegen der KI. Zuletzt war es die EU, die das Thema aufgriff. Von daher ist das (leider) nicht nur ein bayrisches Thema. Aber lassen wir das...


Dat Ei
__________________


"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
Dat Ei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2026, 15:48   #4603
HoSt
 
 
Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Idstein
Beiträge: 4.119
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Aber lassen wir das...Dat Ei
Das ist glaube ich ab hier eine gute Idee Holger
__________________
Grüße aus dem Taunus
Holger

Kritik und Kommentare zu meinen Bildern sind immer wollkommen, auch im Bildercafé
HoSt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2026, 16:04   #4604
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.667
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Moin, moin,

"Geld ist genug da"

Wo?!?

Dat Ei

Hier findet man Beispiele:

https://www.finanzwende.de/kampagnen...r-milliardaere

Aber das ist schon fast wieder zu viel Politik für ein Forum, absolut richtig.....
__________________
Gruß aus Bayern

Steve
steve.hatton ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2026, 20:33   #4605
embe
 
 
Registriert seit: 11.02.2013
Ort: Südbaden
Beiträge: 6.469
Zitat:
Zitat von Kurt Weinmeister Beitrag anzeigen
...
.... Also fahre ich weiterhin meinen 2009 gekauften A5 mit 265TKm auf der Uhr. Ist von der CO2-Bilanz auch besser …
Um es wirklich ganz genau beurteilen zu können, müsste man wohl jeden Einzelfall gesondert und in großer Tiefe analysieren.
Aber etwas verallgemeinernd und gemittelt könnte ja sowas hier zumindest einen allgeminen Hinweis geben.

Ok, wie wissenschaftlich fundiert die IFEU-Studie das erhebt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber wenn es von der Auto-Bild zitiert wird, ...

Demnach wäre man, wenn ich das richtig interpretiere, bei einem Wechsel vom gebrauchten Verbrenner zu einem gebrauchten E-Auto, welches seinen Klima-Schuld-Rucksack sozusagen auch schon abgefahren hat (ab 25Tkm gegenüber einem Diesel?), dann im direkten Vergleich klimaschonender pro gefahrenem km unterwegs, selbst beim allgemeinen Strommix.
__________________
Viele Grüße,
Michael

Do what you can, with what you've got, where you are.
Bill Widener, of Widener Valley, Virginia, as quoted by Theodore Roosevelt in 'An Autobiography'
embe ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 25.03.2026, 16:39   #4606
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.667
Zitat:
Zitat von embe Beitrag anzeigen
Um es wirklich ganz genau beurteilen zu können, müsste man wohl jeden Einzelfall gesondert und in großer Tiefe analysieren.
Aber etwas verallgemeinernd und gemittelt könnte ja sowas hier zumindest einen allgeminen Hinweis geben.
.....
Danke, - noch aufschlussreicher wird es wenn man die im Artikel genannte Studie selbst mal ansieht.
__________________
Gruß aus Bayern

Steve
steve.hatton ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2026, 18:49   #4607
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.213
Moin, moin,

unser Bundesminister für Verkehr hat übrigens heute Morgen ein Statement zum Thema Elektromobilität abgegeben. Er sprach an, dass es aktuell insbesondere in Städten und in urbanen Bereichen einige Lücken in der Ladeinfrastruktur gibt.

Diese Lücken wirken sich umso mehr aus, je mehr Menschen in dieser Lücke wohnen und leben. Bedenkt man dann noch, dass der Anteil von Pkws mit E-Antrieb nur bei 4% aller Pkws liegt, sieht man, welche Aufgaben noch in welcher Dimension vor der Tür stehen...


Dat Ei
__________________


"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
Dat Ei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2026, 19:59   #4608
peter2tria
Chefheizer
 
 
Registriert seit: 30.03.2015
Ort: Fürstenfeldbruck
Beiträge: 5.210
Ich höre zu wenig zum Netzausbau.
Hier sehe ich den Flaschenhals schlechthin bzgl. Energiewende Richtung Elektro - egal ob Erzeugung (Windräder, Solaranlagen), Verteilung (lokal, regional und überregional), Verbraucher (Heizung, Mobilität, Industrie).
Das dauert eher Jahrzehnte und wir hier und da stoßen wir bereits jetzt an die Leistungsgrenzen dieser Infrastruktur.
Ich weiß nicht, warum hier nicht gepusht bzw. gefördert wird. Dazu habe ich in den Nachrichten nix gehört. Steht dazu nix drin oder doch, und die Journalisten verstehen das nicht und berichten dazu nix?

Bis wir die Wende geschafft haben, wird das sowieso alles viel länger dauern, als wir uns das heute landläufig vorstellen. Aber wir müssen doch damit angefangen - vor allem mit den Netzen.
__________________
So long
Peter

....ich administriere nicht, ich moderiere nur....
peter2tria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2026, 21:49   #4609
*thomasD*
 
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: HU
Beiträge: 4.896
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Moin, moin,

...

Dat Ei
Die Ladeinfrastruktur ist zwar noch dünn, aber insgesamt für den dezeitigen Bedarf locker ausreichend. Das Problem ist die ungleiche Verteilung. Ansonsten kann sie mit dem steigenden Anteil an E-Autos mitwachsen. Da tut sich wirklich viel. Ich vermute dass relativ gesehen die Ladeinfrastruktur stärker wächst als der Anteil der E-Autos. Da mache ich mir also weniger Sorgen. Tankstellen gab es auch nicht flächendeckend von Anfang an. Aber klar, packen wir es an. Die Nachfrage nach Elektroautos ist seit drei Wochen deutlich angestiegen. Warum wohl? Und ich gehe davon aus dass die Preise für Benzin jnd Diesel dieses Jahr nicht mehr unter 2 Euro fallen werden. Wir müssen uns einfach unabhängig von den fossilen Energieträgern machen.
Die Politik ist da leider nicht ehrgeizig genug, das sieht man ja an den heute vorgestellten Maßnahmen.
*thomasD* ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2026, 22:00   #4610
*thomasD*
 
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: HU
Beiträge: 4.896
Zitat:
Zitat von peter2tria Beitrag anzeigen

...
Ich bin da gar nicht so sicher ob das wirklich so ist. Die Stromverteilung ist sicher eine andere als früher, und es muss einiges gemacht werden. Aber wir habe im Vergleich zu früher etwa so viel Einsparungen im Stromverbrauch pro Jahr wie die Elektromobilität benötigen würde wenn alle nur noch E-Autos fahren würden. Das Oktoberfest verbraucht 14mal so viel Strom wie München für Elektomobilität benötigt. Die genauen Zahlen müsste ich aber nochmal heraussuchen.

Es ist ja nicht so dass morgen alle nur noch E-Autos fahren. Bis wir einen 100%igen Bestand haben dauert es noch Jahrzehnte - eigentlich zu lange um die gesetzlichen Vorgaben für den Klimaschutz zu erreichen.

Aber klar: Die Elektrifizierung insgesamt zusammen mit der Umstellung auf erneuerbare Energien ist eine Herausforderung. Wir sind aber lange nicht mehr Vorreiter. Die Umstellung ist da alleine schon notwendig zur Standortsicherung.
*thomasD* ist offline   Mit Zitat antworten
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