Die Macht, der Einfluß und der Reichtum vor allem der katholischen Kirche wurde in den vergangenen Jahrhunderten auch durch prunkvolle Meßgewänder und prachtvolle liturgische Gerätschaften aus Gold und Silber repräsentiert.
Heute mal einige Beispiele dafür aus dem Kirchenschatz der Kirche Santa Maria Maggiore in Bergamo. Die Objekte werden in der ehemaligen Frauenempore dieser Kirche ausgestellt.
Man sieht ein mit Goldfäden besticktes Meßgewand, einen reich verzierten Meßkelch, eine prunkvolle Monstranz und ein prachtvolles großes Reliquiar. Die Figuren am Fuß stellen die Tiersymbole der vier Evangelisten dar: Matthäus als geflügelter Stier, Johannes als geflügelter Adler, Markus als gefügelter Löwe und Lukas als geflügelter Mensch. Auf halber Höhe sind einige Propheten dargestellt und auf der Spitze des Objektes befindet sich eine kleine goldene Marienstatue.
Das wertvollste Objekt im Ausstellungsraum war ursprünglich ein großes silbernes Kreuz von Andrea de' Bianchi aus dem Jahr 1392. Das Kruzifix wurde am 25. Juni 1973 gestohlen und im Jahr 1998 konnten nur die Figuren der vier Evangelisten wiederbeschafft werden, die zu diesem Kreuz gehörten. Sie wurden danach an einem durchsichtigen Modell mit den Umrissen des gestohlenen Kreuzes an ihrer ursprünglichen Position befestigt.