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Alt 13.03.2023, 15:30   #11
KSO
 
 
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: München
Beiträge: 1.859
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Das ist ohne weitere Randbedingungen schwer zu beantworten

Jetzt kommen Fragen:
Wieviel CO2-neutralen Saisonalspeicher hast Du wie z.B. Power to Gas, grosse Pumpspeicherwerke? (0.38 TWh)
Wieviel Stunden Verbrauchsabsenkung akzeptierst Du? (Keine)
Wieviel % Verbrauchseinschränkung akzeptierst Du? (Keine)
Wieviel % Produktionseinschränkung bei Wind und Sonne durch Redispatching akzeptierst Du (3%)
Wieviel % der Grenzkapazitäten allokierst Du für kurzfristigen Lastausgleich und nicht für langfristige Geschäfte? (20%)
Wieviel darf Strom kosten? (Nicht mehr als jetzt schon - da Preisdeckel durch Regierung)
Wieviel Deindustrialisierung Deutschlands akzeptierst Du (5%)
Wieviel Verlagerung von fossiler Primärenergie bei Prozesswärme, Raumheizung, Verkehr, etc. in die Elektrizität wird angestrebt? Derzeit ist nach UBA der Anteil von Wind und Sonne 5.5% (50%, heisst Netto-0 CO2)

Soll ich das auf Basis der derzeitigen Gegebenheiten (in Klammern) beantworten?

Kleiner Hinweis: um alles mit Sonne/Wind /Biomasse zu stemmen bräuchten wir in Deutschland derzeit 21 TWh Speicherkapazität. Also 2 Promille sind schon da. Die derzeit verbauten Batteriespeicher (soweit sie nicht der Primärregelung dienen) haben eine Kapazität von gut zwei GWh, das gibt ein weiteres 1/10 Promille.

Was an Speichern nicht da ist muss durch fossile Schattenkraftwerke aufgebracht werden. Und je volatiler deren Last desto schlechter der Wirkungsgrad.
Also ich meinte wohl eher beim Status quo, also keine Deindustrialisierung.
Wieviel "sinnvolle" Speicherkapazität möglich wäre weiß ich nicht, würde ich jetzt aber mal eher sehr konservativ abschätzen, wenn schon jedes Dorf mit ein paar mehr Stromleitungen hat, möchte ich nicht wissen, wie die Leute auf Pumpspeicherwerken und ähnlichem reagieren.

Mein naives Gedankenspiel war eher in die Richtung gedacht. 100% Abdeckung wenn Wind weht, Sonne scheint und Wasser fließt und in der Zeit stehen konventiolle Kraftwerke still. Wenn die regenerativen nicht da sind, dann wirft man konventionelle Kraftwerke an. Ich weiß die sind träge und haben bei sowas einen schlechteren Wirkungsgrad usw. Gäbe es überhaupt flexiblere Kraftwerkstypen (mit den Nachteilen dann) zur Ergänzung von Sonne/Wind/Wasser? Denkt/forscht man daran?
__________________
Gruss Knut

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