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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Fotostories und -reportagen » Gipfel und Grate: Gleiwitzer Höhenweg 2020
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Alt 24.09.2020, 21:08   #1
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.881
3. Tag
Um 5 Uhr morgens klingelt der Wecker und damit 23 min früher als ich es sonst gewohnt bin - und das auch noch im Urlaub... Der frühe Vogel krabbelt also aus dem Bett, ist aber zum Würmer fangen noch viel zu müde. Da hilft nur ein ordentliches Frühstück und viel Kaffee. Die Kamera liegt griffbereit und so husche ich immer wieder vor die Hütte und genieße fotografieren die Morgenstimmung:

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Gegen 6 Uhr morgens ziehen wir dann im Frühtau zu Berge (auch wenn dank der Temperaturen von Frühtau eigentlich keine Rede sein kann):

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Bei dem herrlichen Morgenlicht auf den Bergen ist das Wandern ein Hochgenuss, zumal der Weg noch einfach zu gehen ist und durch wunderbare Wiesen voller Blumen und Edelweiß zieht.

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Vor uns erhebt sich in der Morgensonne eine gipfelgekrönte Wand, auf der von rechts nach links der Weg zum Hohen Tenn führt über den Kempsenkopf (3090 m), Bauernbrachkogel (3125 m), Kleiner Tenn (3158 m) und Schneespitz (3317 m). Das ist der Weg, der uns vorschwebt, der uns aber angesichts der Wetterlage noch ungewiss scheint.

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Im Schatten eines markanten Felszackens vor uns liegt die Untere Jägerscharte, die wir erklimmen müssen:

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So langsam wird es nun ernst, der Weg wird steiler und wir tauschen die Wiesen gegen Geröll und das ein oder andere Schneefeld ein.

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Und dann stehen wir vor der Jägerscharte und legen den Kopf in den Nacken und schauen. Das sieht spaßig aus...

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Erst auf den zweiten Blick sehen wir, dass der Steig nicht bis zum Mond führt, sondern oben nach rechts auf den Grat geht. Nach etwas Kletterei ist es dann geschafft und wir stehen oberhalb der Scharte auf dem Grat.

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Und auf dem Grat geht es nun erstmal weiter in die Höhe:

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Irgendwann endet dann auch dieser Grat. Der Weg zieht links hinaus in die steile, ausgesetzte Wand und wird nicht einfacher... Tief unter uns liegt im Schatten die Untere Jägerscharte. Wer genau hinschaut, sieht noch zwei Gedenkkreuze am Wegesrand. Ich habe auf dem Weg acht Stück gezählt.

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Wir erreichen die Obere Jägerscharte (2735 m) und rasten nun erstmal. Der Weg bis hier war doch recht knackig, die letzten 300 Höhenmeter waren eher ein Klettersteig als ein Weg. Und genau so geht es auch weiter. Das aber erst morgen, denn jetzt ist der Akku leer.

Gruß
Jan
__________________
Meine Homepage: http://www.klassischeyachten.de
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Alt 24.09.2020, 22:49   #2
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich......
Der Weg hat´s in sich, träumen geht da nicht.
Danke fürs Mitnehmen
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2020, 01:12   #3
Reisefoto
 
 
Registriert seit: 10.11.2007
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 9.158
Sehr schöne und stimmungsvolle Bilder hast du aus den Alpen mitgebracht!
Diese Woche mache ich Urlaub zu Hause und dadurch habe ich endlich mal wieder etwas mehr Zeit, hier hereinzuschauen.
Reisefoto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2020, 07:49   #4
Tafelspitz
 
 
Registriert seit: 26.11.2004
Ort: Region Basel (CH)
Beiträge: 5.487
Vielen Dank für die vielen tollen Wander-Aufnahmen und die Erläuterungen dazu!
Ein Genuss fürs Auge und für den Wandertrieb
__________________
Liebe Grüsse
Dominik
∞ ∞ Infinite Landscapes ∞ ∞
Dieser Satz kein Verb.
Tafelspitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2020, 11:39   #5
Harry Hirsch
 
 
Registriert seit: 24.08.2014
Ort: Stuttgart
Beiträge: 3.535
Oha - geht's da runter

Ich habe mir den Gleiwitzer Höhenweg auf Bergsteigen.com angesehen (-> KLICK). Dort ist er als -schlecht gesicherter- Klettersteig aufgeführt... Schwierigkeit C. Hoher Anspruch an Kraft und Kondition. Klettersteigausrüstung habt ihr keine dabei...

Cool sieht die Strecke bisher ja schon aus...

Bin gespannt, was noch kommt.
__________________
Grüße Joachim
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Das Leben ist einfach...einfach zu schwer. Es wäre so einfach, wenn es einfacher wär' (Lindemann)
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Alt 26.09.2020, 15:56   #6
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.881
Ja, der Weg wird öfter auch als Klettersteig aufgeführt, aber das ist er in meinen Augen eher nicht. Klettern muss man zwar, aber wo ich da ein Klettersteigset einhängen sollte, wüsste ich nicht. Ich würde ihn als meist gut gesicherten alpinen Steig bezeichnen, der tatsächlich nicht einfach ist und stellenweise ziemlich ausgesetzt.

Gruß
Jan
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Alt 26.09.2020, 18:13   #7
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.881
Weiter geht's: Die Obere Jägerscharte bietet seit dem Einstieg in die Untere Jägerscharte erstmals eine Stelle, an der wir die Rucksäcke ablegen können und uns zu einer kleinen Rast niederlassen können. Der Aufstieg bis hierher war durchaus spannend und landschaftlich schön, die Vorstellung, das im Abstieg auch wieder zu gehen, ist nicht so schön. Ein Blick auf den weiteren Wegverlauf steigert das Entsetzen...

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Es geht auf dem Grat hinauf zum Kempsenkopf und das sieht recht ausgesetzt aus. Zu ausgesetzt nach dem Geschmack meiner beiden Bergkameraden, die eine ausgedehnte Pause weiterer Gratturnerei vorziehen. Ein Entschluss, den es zu respektieren gilt. Allerdings möchte ich schon noch die Aussicht, für die der Weg so gerühmt wird, sehen. Also beschließen wir, dass ich allein den Kempsenkopf stürme und die beiden anderen eine Siesta halten bis zu meiner Rückkehr. Ich wandere also den Grat hinauf, der teilweise wirklich ziemlich schmal und ausgesetzt ist. Markiert ist nichts, aber ein Verlaufen ist unmöglich...

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Nach etwa 50 min stehe auf dem Kempsenkopf (3090 m) und staune über den Blick, der sich auf der anderen Seite des Berges öffnet:

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Tief unter mir liegen die Kapruner Stauseen, die links vom Großen Wiesbachhorn überragt werden. Rechts liegt das Kitzsteinhorn, links daneben in der Ferne der Großvenediger, hinten in der Bildmitte der Großglockner. Es ist grandios!

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Das Große Wiesbachhorn, auf das wir im Vorjahr gestiegen sind:

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In der Gegenrichtung überblicke ich den eben zurückgelegten Weg:

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Die Wolke verbirgt Zell am See, rechts darunter erkennt man die Untere Jägerscharte, unter dem linken Rand der Wolke liegt auf dem sonnenbeschienen Grat die Obere Jägerscharte, wo die beiden anderen in der Sonne braten. Ich schaue mir noch an, wo der Weg weiterführt:

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Da hinunter und dann links auf der anderen Seite der Rinne gleich wieder hoch geht es zum Bauernbrachkogel. Da ich versprochen hatte, nur bis zum ersten Gipfel zu gehen, halte ich mich zurück und drehe um. Noch einen Blick auf das bescheidene Gipfelkreuz des Kempsenkopfes, dann steige ich ab.

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An der Oberen Jägerscharte wecke ich die beiden anderen, berichte von der Aussicht und meinen Abenteuern auf dem Grat, was mir mit Gratulationen gratifiziert wird. Nach einer kleinen Pause machen wir uns an den Abstieg, der von oben betrachtet doch ziemlich steil aussieht:

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Oberhalb der Unteren Jägerscharte finde ich ein Edelweiß:

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Dann geht es durch die Scharte hinab:

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Endlich erreichen wir wieder Gelände, wo wir uns nicht auf allen Vieren fortbewegen müssen. Wir wandern genussvoll durch die Blumenwiesen und genießen den Blick zurück.

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Der Blick zurück zeigt uns, dass sich schon die ersten Wolken am Kempsenkopf festkrallen. Der Weiterweg zum Hohen Tenn wäre in den Wolken sicherlich kein Hochgenuss, von daher haben wir alles richtig gemacht. Aber irgendwann will ich da schon noch ganz rauf...

Gegen 13 Uhr sind wir wieder an der Hütte. Was tun wir nun mit so einem angebrochenen Tag? Das kommt dann morgen...

Gruß
Jan
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