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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Ist Fotograf noch ein gut bezahlter Job
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Alt 20.06.2017, 20:41   #1
mrrondi
 
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: München
Beiträge: 8.456
Die Frage ist eher - in welchem Bereich man als Fotograf noch gutes Geld verdient !!
Und sich selber die Frage stellt ?
Was kann ich ?
Was kann ich gut ?
Und was kann ich gar ned !

Wichtig wäre es für die ganzen möchtegern Fotografen zu lernen :
WAS NIX KOSTET - IST AUCH NIX WERT !!!!
mrrondi ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 20.06.2017, 21:01   #2
jhagman
 
 
Registriert seit: 12.04.2012
Ort: Gerlingen
Beiträge: 4.771
Zitat:
Zitat von mrrondi Beitrag anzeigen
Die Frage ist eher - in welchem Bereich man als Fotograf noch gutes Geld verdient !!

Wichtig wäre es für die ganzen möchtegern Fotografen zu lernen :
WAS NIX KOSTET - IST AUCH NIX WERT !!!!
Meinste das sich das auch in der Ecke bewahrheitet?
jhagman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 21:22   #3
dey
 
 
Registriert seit: 03.09.2009
Ort: Ilvese boi Mannem
Beiträge: 15.272
Mein Gefühl ist, während man früher mit solidem fotografischem Handwerk überleben konnte, muss man heute schon Kunst und deutlich höheres Niveau bieten.
Eine Auslage mit ein paar ordentlichen Portraits und Eventbildern reicht da nicht mehr.
Das glauben viele heute selbst zu können oder jemanden zu kennen, der es kann. Somit wird der Kuchen kleiner.
__________________
Meinungsvielfalt -1! Keine Meinung -> kein Profil!
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Alt 20.06.2017, 22:06   #4
DiKo
 
 
Registriert seit: 27.02.2014
Beiträge: 3.095
Zitat:
Zitat von dey Beitrag anzeigen
Mein Gefühl ist, während man früher mit solidem fotografischem Handwerk überleben konnte, muss man heute schon Kunst und deutlich höheres Niveau bieten.
Eine Auslage mit ein paar ordentlichen Portraits und Eventbildern reicht da nicht mehr.
Das glauben viele heute selbst zu können oder jemanden zu kennen, der es kann. Somit wird der Kuchen kleiner.
So sehe ich das auch.
Für Passbilder geht heute kaum noch einer zum Fotografen.
Selfie mit entsprechder App auf dem Handy für die biometrischen Bedingungen, fertig.

Ähnlich sieht das bei Bewerbungsfotos aus, wenn kein kein akademischer Beruf gefragt ist.
Die Ergebnisse von Kompaktknipsen reichen seit einiger Zeit dafür völlig aus.
Dann macht ein Verwandter oder Bekannter, der hobbymäßig fotografiert, ein paar Bilder, das erfüllt meistens schon die Anforderungen für die Onlinebewerbungen.
Und selbst in bestimmten akademischen Bereichen ist die Qualität, die der Hobbyknipser fürs Bewerbungsfoto erzielen kann, ausreichend.

Seit mehr als 15 Jahren ist die technische Qualität von Kompaktknipsen so gut und erschwinglich, dass Bewerbungsfotos teilweise zuhause erledigt werden.
Einfach, weil es halt kein Problem ist, mal 200 Bilder oder mehr zu probieren und ein oder zwei Stunden zu opfern.

Und als die DSLR und Systemkameras zu niedrigen Preisen verschleudert wurden, dürfte sich das nicht verbessert haben.

Der Kuchen wird kleiner, das denke ich auch.
Zumal nebenberufliche Fotografen nicht mit derselben Effektivität arbeiten müssen wie der hauptberufliche und damit den Preisdruck im Markt erhöhen.

Für gute Fotografen wird es aber weiter Bedarf geben, solange ihr Können und vor allem ihre Effizienz sich deutlich vom Hobbyknipser abhebt.
Handwerklich solide wird aber nicht mehr reichen, befürchte ich.

Gruß, Dirk
DiKo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 22:18   #5
mrrondi
 
 
Registriert seit: 23.09.2008
Ort: München
Beiträge: 8.456
Oh mein Gott - wenn ich das lese dann ...
Bewerbungsfotos von Bekannten... wenn Ihr meint.
Wenn einem die Kohle es nicht Wert ist - zu jemanden zu gehen
der weiss was eine kalte Schulter ist oder oder oder ...
Freunde Freunde ...
Auch bei Bild 200 sieht der Blinde Hobbyjknisper ned auf was es ankommt.
Aber gut - Perlen vor die Säue.

Und genau das Handwerk - die Lernphase - das in einer guten Ausbildung
wiederholte und gelernte ist das was am Ende den Unterscheid macht.

Das was du ned lernen kannst mit Theorie und Technik.

Das was DAS GUTE BILD ausmacht - das nachdem der Hobbyknipser vergeblich suchen wird.
mrrondi ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 20.06.2017, 22:30   #6
jhagman
 
 
Registriert seit: 12.04.2012
Ort: Gerlingen
Beiträge: 4.771
Zitat:
Zitat von mrrondi Beitrag anzeigen
Oh mein Gott - wenn ich das lese dann ...
Bewerbungsfotos von Bekannten... wenn Ihr meint.
Wenn einem die Kohle es nicht Wert ist - zu jemanden zu gehen
der weiss was eine kalte Schulter ist oder oder oder ...
Freunde Freunde ...
Auch bei Bild 200 sieht der Blinde Hobbyjknisper ned auf was es ankommt.
Aber gut - Perlen vor die Säue.

Und genau das Handwerk - die Lernphase - das in einer guten Ausbildung
wiederholte und gelernte ist das was am Ende den Unterscheid macht.

Das was du ned lernen kannst mit Theorie und Technik.

Das was DAS GUTE BILD ausmacht - das nachdem der Hobbyknipser vergeblich suchen wird.
Ich möchte es mal vergleichen....eine gute Bekannte hat einen Blumenladen. Und wir hatten mal das Thema mit Blumenstrauß für 15€ und nen Bund Tulpen vom Aldi für 2,99
Wenn immer weniger Menschen genügend Geld für die netten Dinge im Leben haben werden oder eben genau selektieren müssen, bleiben so Dinge wie ein richtiger Blumenstrauß vom Floristen oder eben die "guten" Bilder auf der Strecke.
Lieber den Bund Tulpen wie garkeine Farbe für den liebsten Menschen
jhagman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 22:34   #7
sir-charles
 
 
Registriert seit: 29.08.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.792
Amateure versauen den schlechteren Profis die Preise.

Gute Profis sind aber nicht weniger einfallsreich als gute Amateure.
Die suchen sich ihre Nische, wo sie vor dem Amateur Ruhe haben. Das, was der Amateur nicht kann (Konstanz, Tempo, Auswahl usw.).

Das Beispiel „Hochzeitsfotografie“: In analogen Zeiten habe ich mich von meinem klammen Cousin dafür rekrutieren lassen. Für den Fotografen gab es keine Kohle mehr.
Heute gibt es international renommierte Fotografen, die anschließend noch die Hochzeitsreise dokumentieren dürfen. Hochzeit USA, Hochzeitsreise Südafrika, das ist eine andere Liga als die Hochzeit meines Cousins.

Clevere Fotografen besetzen heute Geschäftsfelder, die ihnen einen Vorsprung versprechen.
Der Meister, der einst seinen Unterhalt mit Passfotos, Bewerbungsaufnahmen, Klassen- oder Jahrgangsfotos bestritt, der hat nicht erst seit heute ein Problem.

Der Profi muss auch rechnen können. Zusätzliche Aktivitäten, wie Klicks auf Web-Seiten (z.B. Stephan Wiesner) können die eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit nochmals absichern.

Dem Profi heute reicht die Meisterprüfung nicht mehr aus. Clevere Fotografen besetzen Geschäftsfelder, die ihnen einen Vorsprung versprechen.
Wer hat in den 80’ern das Coverfoto der Vogue gemacht ? Einfallsreichreiche Profis.

Insofern hat sich wohl kaum etwas verändert.

Gruß
Frank
sir-charles ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 22:59   #8
meshua
 
 
Registriert seit: 08.08.2005
Ort: Ocean Ave, San Francisco, CA 94112
Beiträge: 5.473
Zitat:
Zitat von mrrondi Beitrag anzeigen
(...)
Und genau das Handwerk - die Lernphase - das in einer guten Ausbildung
wiederholte und gelernte ist das was am Ende den Unterscheid macht.

Das was du ned lernen kannst mit Theorie und Technik.
Also wie im klassischen Studium: Theorie, Übung+Wiederholung, Praxis, Abstraktion & Anwendung des Wissens auf neue Themengebiete. Die heute gebotenen Möglichkeiten waren niemals besser und umfassender. Man darf sich nur von niemanden einreden lassen, etwas nicht zu können! Dann kann man auch ohne den "klassischen Ausbildungsweg" zum Meister seines Gebietes werden. Es gibt genügend erfolgreiche Künstler, welche als es Quereinsteiger zu etwas gebracht haben. Den wichtigen Teil dabei habe ich nochmals oben fett hervorgehoben.

Beste Grüße, meshua
__________________
Aktuelle Serie: Eun Kyung - A Late Summer Afternoon || San Francisco | Frankfurt | Hongkong: Google+ * IG * FB
meshua ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2017, 23:49   #9
Peter Lobert
 
 
Registriert seit: 12.02.2008
Ort: Dresden/München
Beiträge: 146
Eine interessante Diskussion.
Ich will nochmal auf die Dreiecksbeziehung Handwerk-Kunst-Liebhaberei eingehen.
Die Abhängigkeiten gelten übrigens für alle Bereiche mit künstlerischem Anspruch, nicht nur für die Fotografie:
Ein virtuos beherrschtes Handwerk ist immer die beste Basis für die Kunst.
Kunst ohne handwerkliche Basis ist eher ein genialer Zufallstreffer, aber taugt nicht zu dauerhaftem Broterwerb. Das ist dann eher Liebhaberei.
Von der Kunst lebt eh kaum jemand, wahre Kunst ist meist brotlos.
Aber sie ist ein guter Werbeträger für das handwerkliche Können des Künstlers, von dem er sich dann ernährt.
Im Bereich der Fotografie kann man die Künstler an zwei Händen abzählen - quasi alle professionellen Fotografen sind professionelle Handwerker mit mehr oder weniger künstlerischen Möglichkeiten.

Ein Handwerker ist einer, der davon lebt, mit seinen Händen etwas herzustellen, was ein anderer braucht.

Ein Künstler ist jemand, der aus einer inneren Vision heraus eine neue Welt erschafft, die niemand braucht - aber andere Menschen damit berührt und fasziniert.

Ein Amateur ist man, wenn man eine Sache um des eigenen Vergnügen willens betreibt, ganz egal, ob es jemand braucht oder ob es andere berührt.

Innerhalb dieses Dreiecks sind die Übergänge manchmal fließend, es gibt Misch- und Zwischenformen, und manchmal auch Fälle, die überhaupt nicht ins Raster passen.
Von meiner eigenen Kunstausübung - ich stehe tagtäglich auf der Bühne - weiß ich, das mehr als 90 Prozent der Arbeit Handwerk und Schweiß ausmachen. Und es dann manchmal zu Sternstunden kommt, wo alles zusammenpaßt, und Kunst entsteht.
Das ist selten.
Auch ich verkaufe und lebe vor allem von gutem Handwerk.
So wie die allermeisten Fotografen auch.
Auch im Opernbereich gibt es ambitionierte Amateure. Selten schafft es einer von ihnen (ohne handwerklich fundierte Ausbildung) auf die Bühne.

Aber KUNST kann auch der ambitionierte Amateur schaffen, wenn er sich die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten verschafft, um etwas aussagen zu können.
Kunst ist immer eine Aussage, die berührt.
Peter Lobert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2017, 18:23   #10
screwdriver
 
 
Registriert seit: 05.12.2011
Ort: Berlin
Beiträge: 6.404
Zitat:
Zitat von dey Beitrag anzeigen
Mein Gefühl ist, während man früher mit solidem fotografischem Handwerk überleben konnte,
...
Das glauben viele heute selbst zu können oder jemanden zu kennen, der es kann. Somit wird der Kuchen kleiner.
Der Kuchen ist m.E. keinesfalls kleiner geworden.
Nur die Zahl derjenigen, die sich den Teilen müssen ist deutlich grösser geworden.
Vor 30 Jahren war Fotografieren noch ein sprichwörtlch teurer Spass und man scheute die Ausgaben für "verschossene" Bilder, die man als Hobbyfotografierer idR. erst nach Tagen retour bekam. Da gab man sich grösste Mühe, den Ausschuss zu minimieren und schnellstens die Grundlagen der richtigen Belichtung und Motivwahl zu lernen.

Mit der digitalen Fotografie und dem niedrigen Preis für eine "ordentliche" Kamera - oft sogar schon im Allerweltsgerät Smartphone integriert - ist das Knipsen praktisch kostenlos und beliebig geworden. Das führt zu einer inflationären Bilderflut vor allem in den "sozialen Medien".
Aber es gibt auch immer mehr Leute, die sich dadurch der intensiveren Beschäftigung mit der Fotografie zuwenden und sich dann aus der Masse herausheben.
Manche schaffen sogar über das Hobby den Sprung ins Profilager, was sich per Definition alleine über das Geldverdienen erklärt.
__________________
Gruss aus Berlin, Volker
Es ist ganz einfach, negative Kritik positiv und motivierend klingen zu lassen.
"Schönes Bild" reicht.
screwdriver ist offline   Mit Zitat antworten
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