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Alt 26.07.2016, 15:20   #181
MEPE
 
 
Registriert seit: 12.11.2015
Beiträge: 406
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Nein, aber es relativiert Ereignisse, vor denen sich viele fürchten und in Teilen Panik schieben. Dieser Ansatz ist übrigens bei der Therapie von Angststörungen ein ganz typischer und valider.
Dat Ei
Bei dieser Art von statistischen Betrachtungen wird leider oft übersehen, dass man auf die einen (Ersticken beim Essen) die Möglichkeit hat, Einfluss zu nehmen, während man den anderen (Terror) völlig schutzlos ausgeliefert ist.

Aus dem gleichen Grund haben auch mehr Menschen Angst, in ein Flugzeug als in ein Auto zu steigen.

Generell finde ich diese statistische Betrachtungsweise auch ein Stück weit zynisch, auch wenn dies sicherlich nicht in Deiner Absicht liegt.
Ebensogut könnte man nämlich Asylsuchenden vorrechnen, wie (un-)wahrscheinlich es ist, in einer Flüchtlingsunterkunft von Rechtsextremen verletzt zu werden.
MEPE ist offline  
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Alt 26.07.2016, 15:24   #182
peter67
Gast
 
 
Beiträge: n/a
Durchschnitt, Statistik.......Blödsinn.
Die Oma, die nur noch zu Hause sitzt hat so gut wie kein Risiko, der Pendler, der jeden Tag Bahnhöfe, Bahnsteige und Züge nutzt, ein wesentlich höheres.
Und unsere Kinder, die oft das Gleiche tun, ebenfalls.
Wer auf dem Land lebt hat wieder ein geringeres Risiko, als der in der Stadt.
Wenn ich in einer Großstadt wohnen würde und meine Kinder jeden Tag mit Bussen und Bahnen unterwegs wären, sich in großen Einkaufszentren aufhalten würden, hätte ich Angst.

Ich glaube, jeder ist in der Lage, sein persönliches Risiko selbst einzuschätzen. Als mein Jüngster kürzlich auf Klassenfahrt in Berlin war, habe ich mir Sorgen gemacht.
Mein Neffe war in Brüssel, drei Tage vor dem Anschlag. Wenn du Pech hast, bist du dabei.
Und dem, den es erwischt, ist denen ihre Statistik ziemlich scheißegal.

Ich habe selterner eine schwachsinnigeren Vergleich gehört, als den mit dem Ersticken.
Es gibt nun mal Risiken, die sind kaum abwendbar.......andere dagegen wären es schon.
 
Alt 26.07.2016, 15:27   #183
Alison
 
 
Registriert seit: 05.04.2007
Ort: Aachen
Beiträge: 2.759
Was die Sache mit dem Flugzeugabsturz im Vergleich zu einem Risiko angeht, das man beeinflussen kann, gebe ich dir Recht.

Wenn man aber die Terrorgefahr in den 70ern mit der heute vergleicht, sehe ich nicht was daran falsch sein sollte.

Es geht auch in keiner Weise im eine Realtivierung in dem Sinne, dass es nicht schlimm sein. Nur um ein eine Einordnung, ob man sich denn jetzt als einzelner mehr fürchten sollte als vor ein paar Jahren.
__________________
It's not a game anymore.
Alison ist offline  
Alt 26.07.2016, 16:22   #184
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Dieser Ansatz ist übrigens bei der Therapie von Angststörungen ein ganz typischer und valider.
Dieser Ansatz war auch im deutschen Nanny-Journalismus ein ganz typischer und valider. Mittlerweile ist das den Herren und Damen Redakteuren ganz heftig um die Ohren geflogen, genauso wie das Verheimlichen der Herkunft von Straftätern. Vertuschen und Verniedlichen... Nach der Methode könnten wir uns z.B. Die Mordkommissionen alle komplett sparen, da mehr Leute durch Autounfälle ums Leben kommen als durch Gewaltverbrechen. Ist das die Logik?

Und auch kein Tatort-Krimi mehr, dafür abendliche Vorlesungen in Statistik?
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline  
Alt 26.07.2016, 17:21   #185
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.037
Moin, moin,

wenn der Erstickungstod durch Essen so abwendbar ist, wie hier getan wird, warum sind die Leute dann verstorben?

Die Statistik hilft hier nur, um die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse einzuordnen und zu überprüfen, ob der aktuelle Hype zur eigentlichen Bedrohung verhältnismäßig ist. Wenn wir die Ereignisse nur noch unreflektiert und ohne Bezug und Relation zum Alltag sehen, dann werden sie unser Leben und unser Denken dominieren. Das ist die eine Form von Angststörung, neben der, dass man eine Gefahr / Angst gar nicht mehr wahrnimmt. Das wäre genauso fatal.

Und wer nicht mit Wahrscheinlichkeiten umgehen kann, mei, der soll's sein lassen und die Ereignisse verdrängen oder sie als seine eigene, neue Normalität sehen. Wahrscheinlichkeiten abzuwägen, ist aber ein menschlicher Prozess, der auch dem Selbsterhalt dient, selbst bei nicht beeinflussbaren und abwendbaren Ereignissen.

Diese Wahrscheinlichkeiten sind kein Gradmesser für Sinn, Unsinn oder Tragik der Ereignis.


Dat Ei
__________________


"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
Dat Ei ist offline  
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Alt 26.07.2016, 17:42   #186
cbv
 
 
Registriert seit: 12.08.2009
Ort: Oberrheinische Tiefebene
Beiträge: 2.651
Solche Statistiken zu einander in Relation zu setzen ist nur eines: zynisch.

Oder käme jemand auf die Idee, den Familien der Todesopfer der Love Parade 2010 unter die Nase zu halten, dass ein Verkehrsunfall wahrscheinlich sei? Wohl kaum.
__________________
Mahalo, Chris

I'm not a pessimist. At some point the world shits on everybody. Pretending it ain't shit makes you an idiot, not an optimist.
cbv ist offline  
Alt 26.07.2016, 17:44   #187
Crimson
 
 
Registriert seit: 16.01.2004
Beiträge: 6.443
Zitat:
Zitat von peter67 Beitrag anzeigen
Ich glaube, jeder ist in der Lage, sein persönliches Risiko selbst einzuschätzen.
ich wette dagegen, jedenfalls, wenn es darum geht, halbwegs valide Abwägungen zu treffen, denn das hier
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
Wahrscheinlichkeiten abzuwägen, ist aber ein menschlicher Prozess...
sehe ich als leider nicht arg weit verbreitet an. Frag mal nur in die Runde, wer Median und Mittelwert unterscheiden kann.

In Sachen Einschätzung bin ich aber derselben Meinung: valide nur unter Berücksichtigung der Statistik. Und ganz sicher ist der aktuelle Hype nicht verhältnismäßig.

@Turboengine: welchen Sinn hat Deine Brachialrhetorik eigentlich? Soll das witzig sein? Andere überfahren? Unsicherheit kaschieren?
__________________

Crimson ist offline  
Alt 26.07.2016, 17:49   #188
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.037
Zitat:
Zitat von cbv Beitrag anzeigen
Solche Statistiken zu einander in Relation zu setzen ist nur eines: zynisch.

Oder käme jemand auf die Idee, den Familien der Todesopfer der Love Parade 2010 unter die Nase zu halten, dass ein Verkehrsunfall wahrscheinlich sei? Wohl kaum.
Genau, das wird kein halbwegs normal mitfühlender Mensch tun und dafür ist die Relation der Wahrscheinlichkeiten nicht angedacht. Es geht um einzig um die Wahrscheinlichkeit für ein zukünftiges Ereignis - Gefahren, welcher Art auch immer, zu negieren ist genau so ungesund, wie die Ängste vor den Gefahren in den Lebensmittelpunkt zu stellen und ihnen eine dominaten Rolle einzuräumen.


Dat Ei
__________________


"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
Dat Ei ist offline  
Alt 26.07.2016, 18:23   #189
Kurt Weinmeister
 
 
Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 4.620
Zitat:
Zitat von peter67 Beitrag anzeigen
Ich habe selterner eine schwachsinnigeren Vergleich gehört, als den mit dem Ersticken.
Es gibt nun mal Risiken, die sind kaum abwendbar.......andere dagegen wären es schon.
Ich war am 13.11. zufällig in Paris.
Als ich zurückkam meinten viele, ich hätte da Glück gehabt, dass mir nichts passiert sei.
Ich habe mit genau so einer Statistik gekontert: mein Risiko auf der Straße zu verenden ist ungleich höher, als von einem Terroristen erschossen zu werden.
Mir persönlich helfen solche Vergleiche, da ich nicht vor habe, mich vor Angst und Schrecken vor ein paar Wenigen in meiner Höhle zu verkriechen.
Zynisch werden solche Vergleiche nur, wenn die dahinter stehende Angst nicht ernst genommen und der Vergleich ausschließlich und isoliert eingesetzt wird.
__________________
Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel (Bukowski).
Chefexeget an der Rudolf-Steiner Schule
Kurt Weinmeister ist offline  
Alt 26.07.2016, 18:43   #190
cbv
 
 
Registriert seit: 12.08.2009
Ort: Oberrheinische Tiefebene
Beiträge: 2.651
Zitat:
Zitat von cbv Beitrag anzeigen
dass ein Verkehrsunfall wahrscheinlich sei? Wohl kaum.
Sollte natürlich wahrscheinlicher lauten...

@Kurt:
Als ich in Bethesda wohnte, wurde mein unmittelbarer Nachbar in der Nacht bei einem Streit erschossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das hier in Deutschland passiert, ist relativ gering. Trotzdem bekomme ich immer noch Panikattacken, wenn ich nachts aus einer Nachbarswohnung laute Stimmen höre. Angst hat oft wenig mit der Realität zu tun, sondern mit subjektiver Wahrnehmung.
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Mahalo, Chris

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Geändert von cbv (26.07.2016 um 18:51 Uhr) Grund: Da hat die Rechtschreibhilfe nicht gegriffen...
cbv ist offline  
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