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Zitat von meshua
Da nicht sooooo verschieden von Hochzeiten, kann ich dir folgende Erfahrungen geben:
- ISO rauf: In Innenräumen sollten es schon ISO800/1600 sein. Das Rauschen stört niemanden (außer einigen Foren-Pixelpeepern
) und kann in der Nachbearbeitung gut gefiltert werden.
- M-Modus: Wenn möglich die Kamera im manuellen Modus führen, um nicht ständig gegen die Automatiken ankämpfen zu müssen. Falls zu große Unsicherheit bzgl. "M" besteht, ist "A" die Alternative. Blende 2.8-4 für Portraitaufnahmen, 5.6-8 für Gruppenfotos
- Kurze Belichtungszeit: Mit 1/125 bis 1/160s ist man gegen Unschärfen durch Kamerawackler oder sich bewegende Personen auf der relativ sicheren Seite.
- TTL-Blitz: Über die Schulter in den Raum hinter dir geblitzt (Wand/Decke) erhälst du weiches Licht auf die Gesichter. Die hohen ISO-Werte sorgen dafür, daß genügend Licht auf dem Sensor ankommt. TTL nimmt dir die korrekte Blitzbelichtungssteuerung ab. Die Intensität regulierst du mit der Blitzkomensation (-2 für sanftes Fülllicht, +2 für dominantes Blitzlicht)
- RAW: Deine Korrekturmöglichkeiten im Postprocessing steigen um ein Vielfaches. Nutze diese Möglichkeit. JPEG ist hier keine Option.
Damit hast du technisch eine gute Ausgangsbasis für gut ausgeleuchtete Bilder und konsistente Ergebnisse. Ein zweiter Akku sollte in der Hostentasche bereitgehalten werden, ebenso wie ein zweiter Satz Batterien für den Blitz. Die Speicherkarte sollte genügend Platz bieten, daß du nicht wechseln musst. Wenn du einen Ortswechsel vornimmst (zum Beispiel von Innen nach Außen), prüfe immer kurz deine Kameraeinstellungen und passe diese an (z.B. von ISO800 auf ISO200).
Den zeitlichen Ablauf zu kennen erleichtert dir deine Planung, wann du wo welche Aufnahmen machen kannst. Versuche neben den Hauptmotiven auch die Stimmung/Reaktion der Anwesenden einzufangen (sind sie gerührt, weinen, lachen).
Damit solltest du die wichtisten Momente der Konfirmation zur Zufriedenheit deiner "Auftraggeber" eingefangen haben.
Viele Grüße, meshua
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Da ist nicht wirklich viel zu ergänzen:
1) Ablauf, vielleicht kannst den Pfarrer oder einen Adlatus noch sprechen ( die sind eh früher dort) und fragen, ob Blitzen erlaubt bzw. wann unerwünscht.
2) hinter dich Blitzen würde ich zuerst verifizieren. Das geht nur in kleinen und sehr engen Kirchen, aber wennst man 20 mal 20 mal 10m hast, kannst es vergessen.
3) Gruppenaufnahmen: Jemand der die Leute kennt soll dir helfen, dass sie nicht verschwinden. Dann brauchst dem nur mehr sagen, wer schlecht steht und er kümmert sich. Je nach Gruppe (mehrreihig) nehme ich eine Sessel, damit ich leicht von oben fotographiere. Dann ist der Abstand der Reihe grosser = man sieht mehr von den Leuten.
4) 28-135 ist schon gut, aber 4-4,5 nicht. Wennst irgendwo noch ein 2,8er ausleihen kannst, bist besser dran.
5) blitzen: ausreichend Reserveakkus. indirekt bist gleich mal im Vollast Bereich
6) ausreichend vorher hingehen, testen und Einstellungen für alle Locations auf Speicher legen. Dann brauchst nur mehr minimal korrigieren und bist sicherer unterwegs. Dabei gleich auch Details, die du danach vergisst.