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#1 |
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 3.407
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Mein Vater ist Jahrgang 37. Aufgewachsen in Leuna. Der erzählt nicht nur trostlose Dinge. Und im Jahr 1942 hat keiner Hunger gelitten, der Krieg war noch nicht im eigenen Land. Ich denke mal, das war für unpolitische Kinder keine trostlose Zeit.
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"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber haben nicht den gleichen Horizont." (Mark Twain) |
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#2 |
Registriert seit: 30.05.2008
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 207
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Bei solchen Fotos bekomme ich immer diese "Spontangänsehaut". Man kann sich schwerlich in diese Kinder hineinversetzen, jedoch sprechen manche Gesichter Bände. Aus Erzählungen meiner Eltern war die Zeit sicherlich eine schöne Zeit, aber auch sehr beschwerlich. Sie erinnern sich gern daran zurück. Da schrieb man übrigens das Wort "Respekt" noch groß.
Was ist davon heute übrig geblieben? Wenn ich mir so manche Kinder ansehe, die es den Lehrern heute so schwer machen bzw. manch anderen Mitmenschen.... Respektlos, distanzlos und frech und verroht. Leider gehen viele damalige Werte verloren. Weiß auch nicht, wo wir diesbezüglich mal landen sollen. Grundsätzlich ist bei mir das Glas eher halb voll als halb leer, aber in diesem Punkt ist es gänzlich leer. ![]() Zurück zum Bild: Ich finde dieses Bilder superschön. Schön aufgearbeitet und ein tolles Zeitdokument. Danke fürs Zeigen! LG Anja |
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#3 | |
Registriert seit: 17.12.2007
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 22.130
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@Anja:
Zitat:
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#4 | |
Registriert seit: 03.03.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1.795
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Auf diesem Bild sieht man wirklich nichts von Lebensfreude und Zufriedenheit.
Neben den vielen individuellen Gründen für solche Tristess wie sie auf dem Bild betrachten kann, ist es bei der Häufung wie auf diesem Bild schon berechtigt auf die gesellschaftliche Stimmung Rückschlüsse zu ziehen. Zitat:
Wo waren denn zahlreiche Väter seit September 1939? Nicht im eigenem Land. Meine Mutter ist Jahrgang 1936. Sie waren damals 6 Kinder. Der Vater Alleinverdiener. Er hatte damals noch nicht in den Krieg gehen müssen. Die Anfeindungen im Dorf, weil die meisten anderen Männer im Dorf schon eingezogen waren und die Gefahr bestand, dass sie "im Felde" bleiben, haben die Stimmung im Dorf vergiftet. 1941 mußte er dann auch gehen. Da der Alleinverdiener wegfiel, gab es ein paar Groschen von der Regierung. Das reichte nicht zum Leben und war zum Sterben zu viel. Die Kinder mußten vor der Schule das eigene Vieh versorgen, nach der Schule Futter machen und allles was im Haus zu erledigen war manchmal ging die Mutter irgendwo helfen, weil die Hypothek für das gerade gebaute Haus zu bezahlen war. Und dieses Situation war kein Einzelfall in Deutschland. Das sieht man diesem Foto an. Und Hunger gab es gratis dazu. Die Scheiben Brot abzuzählen und die Lebensmittel unter Verschluss zu halten war damals üblich. Der Hass und die Feindschaft in der Bevölkerung wegen unterschiedlicher politischer Einstellungen und Überzeugungen machte vor der Schule nicht halt. Unpolitische Kinder gab es damals nicht. Der Faschismus mit seiner Ideologie war in den Schulen diurch die Lehre präsent. Es gab genug fanatische nazistische Lehrer - in jeder Schule mehr als keinen. Frage deine Vater. Auch wenn Stalingrad erst noch bevor stand, vielen Menschen war 1942 schon klar, dass es für Deutschland besser wäre, wenn die Tausend Jahre schneller vorbei wären, als die Propaganda es noch glauben machen wollte. Aber das war damals überhaupt noch nicht absehbar und das führte schon zu dieser hier so deutlich sichtbaren Trostlosigkeit. Gewiß sieht man das alles nicht direkt in dem Foto. Aber wenn man nachdenkt, warum schauen die Kinder und die Lehrerin so wie sie schauen, dann kommen mir diese Gedanken. @ hennesbender: Mir ist schon klar, dass die individuellen Erlebnisse und Erinnerungen unterschiedlich sind. Aber deine Bemerkung, es gab 1942 kein Hunger in Deutschalnd, den konnte ich nicht unwidersprochen lassen. Es grüßt Matthias |
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#5 |
Registriert seit: 17.05.2005
Ort: in der Nähe von Köln
Beiträge: 2.042
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Gelöscht, da sich die Diskussion von 1942 weg bewegt.
Geändert von Stuessi (20.11.2012 um 15:50 Uhr) |
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#6 |
Themenersteller
Registriert seit: 05.11.2004
Beiträge: 2.195
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#7 |
Registriert seit: 10.10.2009
Ort: Im Herzen von Hessen
Beiträge: 2.084
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Hallo Leute,
hmmm... ich verstehe wirklich nicht, warum sich der Unmut Einiger so gegen mich richtet. Was habe ich wem getan?
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Gruß Hans -------------------- |
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#8 |
Registriert seit: 18.08.2005
Ort: Linz - Österreich
Beiträge: 2.873
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Dein provokativer Hinweis auf mögliche Urheberrechtsverletzungen hat dazu beigetragen, dass der TO ein eindrucksvolles Dokument der Zeitgeschichte zurück gezogen hat.
Tatsache dürfte sein: "1942 lag die Schutzfrist für Fotos (Lichtbilder) bei 25 Jahren und wurde auch in der Novelle von 1965 nicht angehoben (Urheberrecht 70 Jahre nach Tod des Urhebers jedoch 25 Jahre nach Erscheinen oder Herstellung für Lichtbildwerke). Ich hege Zweifel, dass der mir nicht bekannte Fotograf das gezeigte Bild weiterführend hat schützen lassen." (Markus, Beitrag #19) Dein Zurückrudern im Beitrag #10: "Ich wollte lediglich die Perversion solcher Rechtslage aufzeigen" half dem Thread auch nicht weiter.
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Gruß Joachim Geändert von yoyo (20.11.2012 um 22:58 Uhr) |
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#9 |
Themenersteller
Registriert seit: 05.11.2004
Beiträge: 2.195
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Ich denke nicht, dass die Frage von Hans auf das Urheberrecht zielte. Ich habe die Schutzfristen in einem anderen Zusammenhang gepostet. Hans' "provokative" Frage bezog sich auf geltende Gesetze zum Persönlichkeitsrecht (Recht am eigenen Bild). Dieses Thema ist schwierig, gerade in Deutschland.
Und das Problem mit so einer Frage ist: man kann sie nicht ignorieren. Hm ... ich kann sie nicht ignorieren. Ich weiß nicht, warum man - wenn man der Überzeugung ist, ein Bild verstoße gegen die aktuelle Verodnungslage, aber man möchte es eigentlich weiterhin veröffentlicht sehen - explizit in der Bilddiskussion darauf hinweist. Ich muss gestehen, das erschließt sich mir nicht. Mir war schon beim Posten klar, dass mein Mitteilungsbedürfnis möglicherweise nicht im Einklang mit geltendem Recht ist (mea culpa). Meine Entscheidung zur Publikation habe ich nicht nach dem Grundsatz "wo kein Kläger, da kein Richter" getroffen, sondern ich war eigentlich der Meinung, dass die Maßgabe der Identifizierbarkeit hier nicht gegeben sei. Eigentlich bin ich immer noch der Meinung, (fast) alles richtig und bewusst gemacht zu haben, aber ich wollte dieses Bild einfach nicht im Rahmen einer solchen Diskussion veröffentlichen. Ich bin halt nur beim Sichten alter Fotos auf die DVD gestoßen, die ich zur goldenen Hochzeit meiner Eltern im Jahr 2007 gemacht habe. Einige dieser Bilder haben mich wieder sehr berührt, weswegen ich wohl auch den Drang hatte, mich irgendwie mitzuteilen. Sei's drum. Langsam manifestiert sich bei mir die Einsicht, dass man Dinge, die einem wichtig sind, nicht im Internet veröffentlichen sollte. Viele Grüße, Markus |
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#10 |
Registriert seit: 23.10.2004
Beiträge: 845
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