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#1 |
Registriert seit: 27.10.2008
Beiträge: 4.991
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Ja, passiert mir auch immer wieder - in doppelter Hinsicht, denn wenn ich in eine Ausstellung von Fotos bekannter oder sogar berühmter Fotografen gehe, denke ich oft genug auch: "Ja, das ist ein Bild, aber was das Bild jetzt für die Ausstellung qualifiziert, erkenne ich nicht." Das ist dann wohl die Grenze zwischen Kunst und "kann weg", die für jeden anders gesteckt ist.
Aus der anderen Ecke betrachtet: Gerade am Wochenende hatte ich mal wieder einen Citywalk mit einem jung verheirateten Paar, die ein paar Bilder von sich in ihrer Lieblingsstadt haben wollten. Ich habe nicht mitgezählt wie oft die Frage kam: "Das Motiv im Hintergrund ist aber auch scharf, oder?". Ich habe dann immer geantwortet: "Klar, wenn ihr das so wollt." - habe aber auch immer noch welche gemacht, mit freigestelltem Hintergrund, die dann aber auch nicht beachtet werden obwohl ich diese dann richtig schön finde. Ich denke, dass zwei Dinge bei Nicht-Fotografierenden die Meinung zu einem Bild durch die hohe Verbreitung prägen: 1. Postkarten, wo immer alles scharf ist. 2. Eigene Erfahrungen mit Kompaktkameras, auf deren Bildern wegen des kleinen Sensors auch so gut wie alles scharf ist. Grüße, Jörg |
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#2 |
Registriert seit: 24.07.2010
Ort: Hunsrück (Polarkreis)
Beiträge: 777
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Hi Dana,
also mir gehts da genauso wie dir... Ich denke mal, das die meisten Menschen nicht das Bild im Bild sehen und das auch nicht wollen. Die Masse möchte seichte Kost. Das spiegelt sich durch die Medien wider und nimmt schon langsam überhand. Mir fällt meist auf, das viele ein Problem mit dem freigestellten Hintergrund haben. Dann ist mir noch ein Punkt aufgefallen, der mich stutzig gemacht hat. Präsentiere ich meine Bilder elektronisch, wirken sie auf den Betrachter wesentlich unspektakulärer, als auf Papier oder Buch, Poster ect. Ist man unter gleichgesinnten, findet man sich leicht zurecht, doch man grenzt sich auch ein wenig ab von der laihenhaften Masse. Vieleicht ist das ja auch gut so und komm bloss nicht auf die Idee deinen Stil zu verändern ![]() GLG Jörg |
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#3 |
Registriert seit: 01.12.2010
Beiträge: 267
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Freigestellte Motive
Ist es nicht so, dass nur dem Fotografen, der dieses Mittel bewußt einsetzt, der Sinn der Freistellung klar ist, während der normale Augenmensch eine solche "eingefrorene Konzentration auf das Bildwesentliche" nicht gewohnt ist. Selbst wenn dieser sozusagen per Tunnelblick auf ein Detail scharf stellt, nimmt er weitere Umgebungsdetails noch ziemlich scharf wahr. Ein "Versinken des Hintergrunds in Unschärfe" entspricht einfach nicht den gewohnten Sehweisen und wird daher von fotografisch Unbeleckten als "Fehler" wahrgenommen.
Interessant finde ich, dass sich, wie weiter oben beschrieben, durch die ständige Verfügbarkeit der Fotografie via Kompaktkamera oder Handy die Wertschätzung handwerklich gut gemachter Bilder wahrscheinlich sogar verschlechtert, weil sich mit diesen Miniobjektiven im Vollautomatikmodus eine bewußte Bildgestaltung gar nicht vornehmen lässt und die bildlichen Ergebnisse immer mehr zum "Normal" erhoben werden. Sozusagen: "Masse erschlägt Klasse!" Und wenn man sich mal die "gefühlt" 5 Mrd. Bilder im Internet anschaut: Es gibt ja eigentlich kaum noch was, was nicht schon mal -vielleicht sogar besser ?- abgelichtet worden wäre, zumindest für Otto Normalbürger. Für Fotografen entsteht ein gutes Bild meist durch gründliche -auch mentale- Vorbereitung, alles andere sind Schnappschüsse(, die natürlich auch sehr reizvoll sein können). Das Gehirn macht solche so schnell hintereinander, dass sie den meisten gar nicht als solche vorkommen. Und das Gehirn sieht halt immer scharf! |
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#4 |
Registriert seit: 12.02.2007
Ort: Elbtal Westerwald
Beiträge: 179
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Hi,
mir fallen da die Schulbilder meiner Tochter ein. Die von mir vorgeschlagene Fotografin wurde nicht engagiert (zu teuer) ![]() Dun die Bilder? Auweia, total verrauscht(!) und fehlbelichtet. Bei dem kurz darau folgenden Elternabend wurden von ganz vielen die Super Bilder gelobt! Ich dachte, das darf nicht wahr sein, die waren wirklich schlecht. Fast alle Eltern haben dann die Bilder auch gekauft (ich nicht). Qualiatät ist anscheinend gar nicht mehr gefragt! ![]() Aber liebe Dana, soweit ich weiß bist Du Musikerin, deshalb weißt Du: Die wirklich gute Musik ist ja auch nicht immer gefragt. Oft gefällt dem Publikum irgend welche Sequenzer - Computermusik wesentlich besser, als die Handgemachte "richtige" Musik. Da kann man durchaus Parallelen zur Fotografie ziehen. LG Christof |
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#5 |
Registriert seit: 23.09.2006
Beiträge: 5.461
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Gröhl... ihr seid lustig
![]() Wir Forenabhängige Hobbyfotografen sind doch total verstrahlt ![]() Jeder der sich nicht mit Fotografie beschäftigt findet die „langweiligen“ Motiv schön, jene mit knalligen Farben ohne schärfeverlauf etc. sozusagen eindimensional ist schon voll okay. Und mal ehrlich, wer von den Kompaktkameraträgern da draußen, die noch nie ein Forum besucht haben weiß schon was „rauschen“ ist ![]() Auch finden die „Leude“ lustige Fotomontagen, denen man ansieht das sie montiert sind Megacool... ![]() Aber hey, das ist doch okay - so wissen wir wenigstens das wir uns selbst auf unser selbst erschaffenes Umfeld reduzieren, teures Hobby eben ![]()
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Meine Bilder im Internet: ViewPix - See the world through my eyes |
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#6 | |
Registriert seit: 29.01.2006
Ort: Stuttgart
Beiträge: 2.135
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Zitat:
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#7 |
Registriert seit: 12.07.2005
Beiträge: 16.214
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Ich hab mal Hochzeitsbilder im Schloss Ludwigsburg gemacht und das Brautpaar wollte unbedingt in jedem, na ja fast jedem der Zimmer fotografiert werden. Dabei setzte Braut und Bräutigam immer das gleiche" sich verklärt in die Augen sehende" Gesicht auf. Zum Ende hin hätte ich die Kamera am liebsten gegen die Wand geknallt, denn auch gutes Zureden es mal anders zu versuchen, fand kein Gehör
![]() Der erste Kommentar bei Sichtung der Bilder durch die Verwandschaft war" die kucken ja auf jedem Bild gleich" das hätteste ihnen aber unbedingt sagen müssen Guido!! Boah ey ![]()
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Gruß Guido A-Mount lebt! Es kommt anders wenn man denkt. |
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