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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Fotostories und -reportagen » Auf dem Kystriksveien nach Norden
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Alt 26.03.2025, 18:42   #1
kiwi05
 
 
Registriert seit: 01.10.2011
Ort: Alf / Mosel
Beiträge: 18.640
Ja, es macht großen Spaß mitzureisen.
Danke Jan.
__________________
Kritik und Kommentare an meinen Bildern sind immer willkommen.
Euer Feedback hilft mir, mich fotografisch weiter zu entwickeln.

Grüße aus Alf an der Mosel
Peter
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Alt 27.03.2025, 10:15   #2
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
Vielen Dank! Dann freut euch, denn gleich geht die Reise weiter, allerdings nur mit Stadtbildern.

Gruß
Jan
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Alt 27.03.2025, 11:10   #3
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
Am nächsten Morgen fahren wir nach Trondheim und machen uns auf einen Rundgang durch die Stadt. Durch das schöne Viertel Bakklandet, das so früh am Morgen noch ganz leer ist, schlendern wir Richtung Gamle bybrua (alte Brücke) und Nidarosdom.

Bild in der Galerie

Das klassische Trondheimmotiv sind die Häuser längs des Flusses Nidelva:

Bild in der Galerie

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Im ersten Bild ist auch die Gamle bybrua zu erkennen, die aber schon von Touristen überlaufen ist, als wir ankommen - also kein Bild.

Der Nidarosdom ist natürlich das Highlight Trondheims:

Bild in der Galerie

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Die Westfassade ist mit 57 Statuen geschmückt, die meist Geschichten und Personen des alten Testaments darstellen sollen. Es findet sich aber auch eine Statue König Olavs, über dessen Grad der Dom ab 1152 errichtet wurde. Zum alljährlich am 29. Juli stattfindenden Olavsfest wird sie mit einem Kranz geschmückt, der bei unserem Besuch Anfang August noch hing. Die Fassade samt Statuen wurde übrigens ab 1929 rekonstruiert, es waren nur noch fünf originale Statuen erhalten.

Auch das Innere ist sehenswert:

Bild in der Galerie

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Was mir neu war: man kann den Vierungsturm des Doms besteigen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Der Blick über Dom und Trondheim lohnt die Mühe des Aufstiegs:

Bild in der Galerie

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Der Aufstieg ist nichts für Klaustrophobiiker oder Menschen mit großer Leibesfülle, denn die Treppen sind sehr eng (!). Eine Begegnung mit Gegenverkehr ist hier unmöglich, weshalb der Aufstieg auch nur nach Zeitplan in Gruppen möglich ist. Ein Handybild, das meine Frau von mir geschossen hat, zeigt die Enge:

Bild in der Galerie

Wir verlassen den Dom und flanieren durch die Stadt, die allerdings wegen des Matfestival, einem kulinarischen Fest, völlig überfüllt ist. Der Rückweg führt uns wieder durch das mittlerweile belebtere Bakklandet:

Bild in der Galerie

Die Weiterfahrt führt uns nach Selnes kurz vor Namsos, wo wir auf einem Campingplatz übernachten.

Bild in der Galerie

Morgen starten wir mit der Inselhüpferei an der Helgelandküste.

Gruß
Jan
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Alt 27.03.2025, 18:44   #4
rainerstollwetter
 
 
Registriert seit: 06.10.2008
Ort: Wetter (Ruhr)
Beiträge: 1.695
Danke für Deinen Reisebericht

Ich bin beeindruckt von der Landschaft und freue mich schon auf die Fortsetzung des Reiseberichtes. Schreibst Du auch mal, wie Euch die Zeit im Camper gefallen hat, oder was es da zu beachten gab?

Rainer
__________________
Wenn Sie in meinen Texten einen Fehler finden, dürfen Sie ihn behalten.

Rainer
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Alt 28.03.2025, 17:21   #5
10Heike10
 
 
Registriert seit: 01.11.2008
Beiträge: 1.754
Danke für die Mitnahme und ich freue mich schon auf die nächsten Fotos.
__________________
.
Nach Makutsi ist vor Makutsi!
08.09.2026 - 22.09.2026
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Alt 28.03.2025, 22:12   #6
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
Morgen kommen wieder Bilder, heute bin ich nicht dazu gekommen. Dann kann ich auch noch was zum Leben in und mit dem VW-Bus schreiben.

Gruß
Jan
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Alt 29.03.2025, 12:52   #7
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
Nach dem etwas grauen Wetter der letzten Tage strahlt heute endlich die Sonne. Ganz ungetrübt können wir das Wetter allerdings nicht genießen, denn wir wissen, dass Extremwetter "Hans" heranzieht und der Sonnenschein nicht von Dauer sein wird.

Wir fahren auf der Straße 769, dem Elvalandsvegen, durch eine herrliche Fjord-, Insel- und Hügellandschaft. Mal ist das Wasser links, mal rechts und mal sind wir im Wald. Nach ein paar Fotopausen kommen wir an der ersten Fähre des Tages in Lund an. Wir setzen nach Hafles über und fahren auf herrlichen Straßen weiter nach Sør-Gutvika, wo wir die Fähre auf die Insel Leka nehmen.


Bild in der Galerie

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Unterwegs hat sich das Wetter natürlich wieder zugegezogen. Auf Leka angekommen schauen wir uns den Herlaugshaugen, Norwegens zweitgrößten Grabhügel, an. Der ist allerdings wenig fotogen und so konzentriere ich mich lieber auf die spektakulären Berge auf dem Festland im Hintergrund, unter denen rechts das markante Heilhornet (1058 m) heraussticht:

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Die Insel Leka gehört zum Trollfjell Geopark, zu dem auch der bekannte Torghatten gehört. Lekas Geologie ist bemerkenswert, denn dort kann man Gesteine sehen, die sonst tief im Erdmantel liegen oder in Nordamerika anzutreffen sind. Als der nordamerikanische Kontinent und Europa auseinanderdrifteten, blieb ein Teil Nordamerikas hängen - Leka. Die Insel kippte dabei um, so das man nun bei der Durchquerung der Insel von Ost nach West einen Querschnitt des Gesteins vorfindet, für den man sich sonst von oben nach unten durch den Erdmantel buddeln müsste. Diese Landschaft wollen wir natürlich erwandern.

Die erste Tour führt uns ab 15:30 zum Felsturm Lekamøya, einem Wahrzeichen der Insel, zu dem es natürlich eine Sage gibt, angeblich Norwegens längste. Lekamøya soll ein Mädchen sein, das vom Trollprinzen Hestmannen (auch ein Berg auf einer anderen Insel), verfolgt wurde. Der schoß dabei einen Pfeil ab, der sein Ziel verfehlte und stattdessen das berühmte Loch in den Torghatten bohrte. Wir stapfen los und wandern in völliger Einsamkeit zu Lekamøya.

Bild in der Galerie

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Eine abwechslungsreiche und schöne Tour. Lekamøya erinnert mich allerdings mehr an einen Pferdekopf als an ein Mädchen.

Wir fahren zum Campingplatz und gönnen uns einen der Panoramaplätze an der Küste:

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Die Aussicht ist bemerkenswert und wir genießen den Abend:

Bild in der Galerie
Vor der gewaltigen Bergkulisse sehen wir auch die Fähre, mit der wir heute kamen.

Bild in der Galerie

Gruß
Jan
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Alt 30.03.2025, 10:39   #8
Sir Donnerbold Duck

Themenersteller
 
 
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Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
Zitat:
Zitat von rainerstollwetter Beitrag anzeigen
Schreibst Du auch mal, wie Euch die Zeit im Camper gefallen hat, oder was es da zu beachten gab?
Die wenige Zeit im Camper hat uns gut gefallen - meistens waren wir ja doch draußen unterwegs. Sehr angenehm war, dass es praktisch dauernd hell war, so dass wir meistens auf die Wageninnenbeleuchtung verzichten konnten. Die ist aber wirklich gut und keineswegs funzelig.
Noch angenehmer waren die Temperaturen. Ich weiß nicht, wie sehr sich das Wageninnere unter dem aufgeklappten Dach aufheizt, wenn es heiß ist. Wir hatten unsere Daunenbettdecken dabei und haben wunderbar unter dem Klappdach geschlafen. Das Raufklettern erfordert ein bisschen Gelenkigkeit, ist aber unproblematisch.
Bei starkem Wind (von dem wir teilweise überreichlich hatten) ist das Klappdach keine gute Idee. Einmal haben wir auf das Aufklappen verzichtet und stattdessen die Schlafpätze im Inneren benutzt. Auch bequem, aber es erforderte eine Umräumarbeiten. Da war es sehr praktisch, dass wir uns Gepäck in handlichen Kisten verstaut hatten, die schnell und flexibel umräumbar waren.
Das Wichtigste ist: schau genau, wo du dich hinstellst!! Eine regennasse Wiese ist z.B. nicht gut - damit haben wir am letzten Morgen in Oslo auf dem Campingplatz ungute Erfahrungen gemacht und mussten uns aus der Wiese ziehen lassen. Allradantrieb wäre hier sicher gut. Und ganz besonders schlau wäre es gewesen, wenn ich mich vorher mit der Abschleppöse vertraut gemacht hätte - die war nämlich ziemlich versteckt im Wagen gelagert, so dass ich erstmal viel Gepäck ausladen musste, bis ich sie gefunden und montiert hatte.

Insgesamt war das - auch bei Mistwetter - eine schöne Zeit, die wir in dem VW-Bus verbracht haben. Sonst hätten wir uns für diesen Sommer wohl auch nicht wieder einen gemietet.

Gruß
Jan
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Alt 30.03.2025, 16:06   #9
Sir Donnerbold Duck

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Beiträge: 2.984
Am nächsten Morgen regnet es ohne Unterlass aus tiefhängenden Wolken - Hans ist da. Das Extremwetter Hans sorgt in Norwegen und Schweden für große Schäden. Die Straße bei Ringebu z.B., die wir auf den Hinfahrt benutzt hatten, wird gesperrt wegen Brückeneinsturzes. An der Küste ist der Sturm nicht so schlimm wie weiter südlich und im Landesinneren. Der Regen auf Leka ist zwar unschön, aber sonst nicht weiter schlimm.

Wir fahren auf die Westseite der Insel, um die berühmten "roten Berge" von Leka zu sehen, die aus Mantelgestein bestehen, das sonst eben nicht an die Erdoberfläche tritt. Der Anblick ist faszinierend, den das Gestein ist intensiv rot oder gelbrot gefärbt. Das treibt mich bei der Bildbearbeitung später in den Wahnsinn, denn es sieht immer so aus, als sei der Weißabgleich völlig daneben. In Regenkleidung machen wir erste Gehproben auf dem Gestein und sind erstaunt: der Fels ist der griffigste Fels, auf dem ich je gewandert bin. Da rutscht kein Schuh!
Wir wandern also fröhlich los zum Stoypet. So heißt das Ziel der Tour, es liegt links der Bildmitte in dem Pass.

Bild in der Galerie

Der Weg führt glücklicherweise meist über Fels in die Höhe.

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Kurz vor Erreichen der Passhöhe wundere ich mich, dass der Weg plötzlich sandig wird. Die Passhöhe selber ist übersät mit rundgeschliffenen Steinen, die hier völlig deplatziert wirken. "Das sieht ja aus wie am Meer!" denke ich und tatsächlich: auf einem Schild lesen wir, dass wir auf einem Strand stehen, der im Zuge der nacheiszeitlichen Landhebung 50 m in die Höhe gewandert ist. Was für eine erstaunliche Landschaft!

Bild in der Galerie

Wir kehren um und stapfen zurück zum Wagen. Die roten Felsen wirken wie auf einem anderen Planeten.

Bild in der Galerie

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Nach dem Regen sind wir froh, wieder im Trockenen zu sein und uns Aufwärmen zu können. Gegen 17 Uhr lässt der Regen wieder nach und wir fahren nach Skeisnesset am nördlichen Zipfel der Insel, wo wir eine kleine Tour gehen wollen. Hier ist wieder ein ganz andere Landschaft, keine Felsen, sondern Heide und Moor.

Bild in der Galerie

Ziel ist die Ivarshallaren, eine Aussichtsplattform auf einem Hügel. Die Holzhütte wurde vom gleichen Architekturbüro entworfen wie die Oper in Oslo.

Bild in der Galerie

Der Blick von da oben ist wirklich weit und eindrucksvoll:

Bild in der Galerie

Am Horizont sehen wir eine Insel, über deren Berge die Wolken ins Meer stürzen - Vega, unser übernächstes Ziel, sieht noch nich sehr einladend aus...

Bild in der Galerie

Auch der Blick über den Lekafjord zum Torghatten, unserem morgigen Ziel, ist nicht heimeliger:

Bild in der Galerie

Wir fahren zurück zu unserem Panoramaplatz, trocknen uns mal wieder und genießen bei einem warmen Abendessen den Blick, der auch bei dem Wetter seinen Reiz hat:

Bild in der Galerie

Morgen sieht es vielleicht ganz anders aus...

Gruß
Jan
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Alt 30.03.2025, 16:12   #10
kiwi05
 
 
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Danke für das spannende Weiterführen deines Norwegen-Trips.
Erzählstil- und Bildbeiträge gefallen mir sehr.
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