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Alt 25.08.2022, 17:50   #1
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von db2gu Beitrag anzeigen

Japan ist da schon weiter und arbeitet mit dem Ölkonzern INPEX dem Konzern IHI und den Vereinigten Arabischen Emiraten an dem Thema der Ammoniakerzeugung.
Da es ja logischerweise leider noch nicht genügend grünen Strom gibt wird da aus grauem Wasserstoff durch Abspaltung aus Erdgas und Verbindung mit Stickstoff Ammoniak erzeugt, was wiederum einer höhere Energiedichte als Wasserstoff selbst hat.
Grün wird der durch die Rückführung des abgeschiedenen Kohlendioxids in die Erdölfelder.
Dann hoffen wir, das das CO2 dort auch bis zum Ende der Welt dort bleibt. Ob Erdölfelder ein sicheres Endlager sind?
Wobei ja wie schon vor ein paar Tagen geschrieben, der Umgang mit großen Ammoniakmengen auch nicht ganz risikolos ist.


Zitat:
Zitat von db2gu Beitrag anzeigen
@Porty
Ja umsonst ist nicht mal der Tod den der kostet das Leben!
Wenn man bedenkt wie viele 100-te Milliarden € in den letzten Jahrzehnte für die Rettung des Kapitalismus verschwendet wurden wären das sehr gut angelegtes Kapital.
Nun, ich hab das nur mal für Jene zusammengerechnet, die immer mit den Preisen für AKW kommen.
Und hier bin ch gerade auf ein Statement eines, sagen wir mal, sehr Grünen zum Thema Wasserstoff gestoßen. Nichts wirklich Neues aber gut zusammen gefasst:
https://www.youtube.com/watch?v=VLdFn9wjqvw

Übrigens die Gelder für die Rettung des Was du Kapitalismus nennst, sind nicht verschwendet worden, die wurden nur umgeleitet. In die Taschen von Leuten, die eh schon viel zu viel haben.
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
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Alt 25.08.2022, 18:10   #2
db2gu
 
 
Registriert seit: 20.12.2020
Beiträge: 154
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Dann hoffen wir, das das CO2 dort auch bis zum Ende der Welt dort bleibt. Ob Erdölfelder ein sicheres Endlager sind? ...
:
Das sollte ja sobald die Infrastruktur zur Erzeugung von grünem Strom vorhanden ist erledigt sein!
Was liegt denn da sonst noch Carbon gebunden rum.

Mal ne persönliche Frage hast Du keine Nachkommen Enkel oder so um die Du Dich sorgst ...

Was wird in 100, 200 Jahren über unsere Generationen in den Geschichtsbüchern stehen?
Ja sie haben es gewusst aber nichts geändert weil's bequem war!

Was sind denn Deine bei uns umsetzbare Lösungsvorschläge ?

Es gibt da ein sehr wahres Zitat von George Bernard Shaw:
"Alte Menschen sind gefährlich, denn sie haben keine Angst vor der Zukunft!"

Geändert von db2gu (25.08.2022 um 18:28 Uhr)
db2gu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2022, 22:06   #3
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von db2gu Beitrag anzeigen
Mal ne persönliche Frage hast Du keine Nachkommen Enkel oder so um die Du Dich sorgst ...
Doch genau deswegen mache ich mir Sorgen.
Wie sagten die Sciencecops bei Quarks & Co so schön: "Hätte man 2021 die letzten 6 AKW am Netz gelassen und die dafür die fünf größten Braunkohlekraftwerke abgeschaltet, würde Deutschland 10% seiner CO2 Emmisionen vermeiden.
https://wdrmedien-a.akamaihd.net/med..._wdronline.mp3 ab Minute 46.

Und Quarks & Co steht jetzt nicht in Verdacht besonders Kernkraftfreundlich zu sein.
__________________
Grüße
Michael


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Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2022, 20:30   #4
berlac
 
 
Registriert seit: 28.08.2009
Beiträge: 973
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Dann hoffen wir, das das CO2 dort auch bis zum Ende der Welt dort bleibt. Ob Erdölfelder ein sicheres Endlager sind?
Wobei ja wie schon vor ein paar Tagen geschrieben, der Umgang mit großen Ammoniakmengen auch nicht ganz risikolos ist.
Ich finde es lustig, dass das jemand schreibt, der kein Problem darin sieht ein sicheres Endlager für Atommüll zu betreiben und auch kein größeres Risiko bei AKW sieht.
berlac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2022, 21:39   #5
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von berlac Beitrag anzeigen
Ich finde es lustig, dass das jemand schreibt, der kein Problem darin sieht ein sicheres Endlager für Atommüll zu betreiben und auch kein größeres Risiko bei AKW sieht.

Überleg mal, was ist schwieriger zu speichern? ein paar tausend m³ eines Feststoffes, in Quarzglas verschmolzen und noch mehrfach in vakuumdicht verschweißten hochfesten, rostfreien Stahl verpackt oder einige Millarden Tonnen eines unter hohen Druck (mehrere 100 bar) stehenden überkritischen Gases, wo niemand weiß, welchen Weg es sich duch irgendwelche Spalten bahnt? Und CO2 zerfällt nicht.
Und ist es nicht so, dass es gerade am Golf früher viele Ewige Feuer gab, wo Erdgas unkontrolliert austrat und sich irgend wann entzündet hat?

Und es ist nicht so, das es damit nicht schon Probleme gegeben hätte. Zitat Wikipedia
"Geologische RisikenIm Sleipner-Gasfeld im norwegischen Teil der Nordsee werden seit 1996 ca. 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr abgetrennt und injiziert[26], im Gasfeld Snøhvit in der norwegischen Barentssee seit 2008 jährlich gut 700.000 Tonnen.[27] In Sleipner steigt der Druck nicht an, und 24 % des verpressten CO2 sind nicht mehr auffindbar. Dafür ist in nur 24 km Entfernung eine mit bisherigen Untersuchungsmethoden nicht auffindbare Fraktur von 3 km Länge, bis 200 m Tiefe und 10 m Breite aufgetaucht. In Snøhvit musste die Verpressung von CO2 in die Tubåen-Formation eingestellt werden, weil der Druck so stark anstieg, dass das Deckgebirge zu reißen drohte. Seit 2013 wird in Snøhvit die Stø-Formation verpresst.[28]"
Jetzt stelle dir bitte vor. so was passiert an Land und eine riesige Wolke CO2, was schwerer wie Luft ist, liegt am Boden und wird vom Wind langsam über das Land getrieben.
An den Haaren herbei gezogen? Vor 35 Jahren in Afrika passiert:
" Am 21. August 1986 gegen 21:30 Uhr setzte der Nyos-See schlagartig rund 1,6 Millionen Tonnen CO2 frei. Das Gas strömte in nördliche Richtung in zwei naheliegende Täler und tötete Menschen und Tiere in bis zu 27 km Entfernung vom See. Etwa 1700 Menschen und Tausende von Tieren starben. " Wikipedia "Nyos See"

Für mich ein völlig inakzeptables Risiko, gerade im dicht besiedelten Europa.
__________________
Grüße
Michael


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Geändert von Porty (25.08.2022 um 22:43 Uhr)
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Alt 25.08.2022, 22:01   #6
berlac
 
 
Registriert seit: 28.08.2009
Beiträge: 973
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Für mich ein völlig inakzeptables Risiko, gerade im dicht besiedelten Europa.
Ach. Und Atomkraftwerke und Endlager im dicht besiedelten Europa sind für dich aber akzeptabel? Wie gesagt, lustig.
berlac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2022, 22:24   #7
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von berlac Beitrag anzeigen
Ach. Und Atomkraftwerke und Endlager im dicht besiedelten Europa sind für dich aber akzeptabel? Wie gesagt, lustig.
Schlicht Ja.

Und das sage ich als Strahlenschutzbeauftragter, der die Risiken sicher besser kennt, aber auch besser einschätzen kann.

Das Risiko großer CO2 Mengen im Untergrund sind schlicht nicht kalkulierbar, schon gar nicht über längere Zeiträume
Und wenn so was wie am Nyos See in der Nähe einer größeren Stadt, die womöglich wie Stuttgart in einen Talkessel liegt, werden die Folgen extrem sein. Die 1,3 Mio Tonnen CO2 sind ein halber Kubikkilometer oder etwas griffiger eine Wolke von 5 km² Größe und 100 m Höhe, die vom Wind langsam über das Land getrieben wird. Wer da nicht rechtzeitig fliehen kann ist tot.
Konzentrationen von mehr als 10% Co2 sind absolut tödlich und das innerhalb von Sekunden.
Ach so, in einem nomalen großen Kohlekraftwerk fallen so um die 5 Mio Tonnen CO2 an- jedes Jahr....


Und was muss noch passieren, bis hier einige mitbekommen, das wir gerade mit dem Klima Russisch Roulette spielen. Aber wehe man sagt was gegen SUV oder gar Wohnmobile, dann gibt es einen Shitstorm.
__________________
Grüße
Michael


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Geändert von Porty (25.08.2022 um 22:33 Uhr)
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2022, 23:16   #8
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
"Der Strahlenschutzbeauftragte der sogar ggu seinem Chef weisungsbefugt ist und ...." Gott sei Dank aber nicht über die Energiepolitik in Deutschland zu bestimmen hat. Mach bitte erst einmal ein paar Jahre deine Selbstversuche in Tschernobyl und in Fukushima bevor du die Gefahren der Strahlung aus AKWs hier immer wieder herunter relativierst.
Unsere Kinder und Enkel sollen zu den Folgen aus dem Klimawandel auch noch eine dauerhafte Verseuchung unserer Erde erben, bloß weil die einen es nicht schaffen ihren Verbrauch radikal zu mäßigen und die anderen ihnen dabei noch helfen, indem sie gegenüber der Vermeidung von irreparablen Schäden altersbedingt bereits immun sind.
Und dass das klar ist, ich bin auch für eine radikale Energie und Ressourceneffizienz mit Wohlstandseinschränkungen. Ich lebe das auch schon länger vor.
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )

Geändert von Robert Auer (25.08.2022 um 23:20 Uhr)
Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2022, 08:16   #9
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.343
Robert, ich mache mir ernsthaft Sorgen. Das ist ein apokalyptischer Diskurs, wie wir ihn aus Sekten kennen. Menschen, die einen kontrollieren wollen, erzeugen Angst. Man sollte immer vorsichtig sein bei Anführern, die mit Angst arbeiten.

Deine Weltsicht ist derart negativ, wie ich sie meinen Kindern nicht vermitteln will.
Meine Kinder sollen mit Freude, Entdeckergeist und Zuversicht aufwachsen. Dem permanenten Weltuntergangs-Trommelfeuer aus den linearen Medien entkommen sie ganz von selbst, Fernsehen oder Talksendungen im speziellen - die selten ohne Apokalypse als Szenario auskommen - schauen sie nicht.

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Und dass das klar ist, ich bin auch für eine radikale Energie und Ressourceneffizienz mit Wohlstandseinschränkungen. Ich lebe das auch schon länger vor.
Das heisst Du willst alle Menschen zum Verzicht nötigen. Radikalisierung hat das Problem, dass sie immer in mehrere Richtung zugleich wirkt. Wenn Europa keine ausreichende Energieversorgung hat, wird es soziale Unruhen geben. Regierungen werden fallen. Und dann nicht so wie es sich die neomarxistischen Weltuntergangspropheten gedacht haben.

Das letzte Mal, als ein Staat auf deutschem Boden Menschen zum jahrzehntelangen Konsumverzicht gezwungen hat, musste ein Zaun mit Minen, Selbstschussanlagen und ein Terrorregime die Menschen vor dem Weglaufen hindern und zur Kooperation zwingen. Wollen wir das schon wieder?
Erneuerbare Energien sind nicht in der Lage, hochenergetische Wirtschaftssysteme mit ausreichend Strom zu versorgen. Eine solche Energiepolitik hätte eine qualitative Deindustrialisierung zur Folge die in letzter Konsequenz nur mit totalitären Zwangsmasnahmen durchsetzbar ist.
Die Raumtemperatur-Stasi ist ja schon im Bereich des Möglichen. Ich will aber nicht, dass Grüne Polit-Kommissare und Öko-Abschnittsbevollmächtigte mein Leben bestimmen. Die permanente Propaganda aus dem Staatsfunk reicht schon.

Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Unsere Kinder und Enkel sollen zu den Folgen aus dem Klimawandel auch noch eine dauerhafte Verseuchung unserer Erde erben, bloß weil die einen es nicht schaffen ihren Verbrauch radikal zu mäßigen
Die Zerstörung das Wohlstands und des Bildungssektors ist bei weitem (!) das grössere Problem. Und wir benutzen Schwermetalle in vielen Produkten, auch in Solarpanels. Blei ist eines davon und für immer toxisch. Die Umweltbalstung ist dabei umso höher, je geringer der industrielle Entwicklungsstand ist. Die DDR war da ein gutes Beispiel. Uns in die DDR-Wirtschaft zurückentwickeln zu wollen ist für die Umwelt keine gute Idee und für unsere Kinder auch nicht.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2022, 07:19   #10
twolf
 
 
Registriert seit: 19.10.2003
Ort: Franken
Beiträge: 6.373
Soll ich echt alle Probleme die bei der Endlagerung oder Lagerung von Radioaktiven Materialien Aufzeichnen, inkl allen Problemen die schon Aufgetreten sind?

Nee, oder?
__________________
Man kann auch mit der besten Kamera scheiß Bilder machen.
twolf ist offline   Mit Zitat antworten
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