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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 07.08.2022, 10:31   #1
Panflam
 
 
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 260
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Und dass nun ausgerechnet die langjährigen Warner vor dieser falschen Energiepolitik nun genau gegen ihre Überzeugungen handeln müssen, um die Wirtschaft und den sozialen Frieden zu bewahren, ist die Ironie der Geschichte.
Ich glaube eher das sie wissen, das es in absehbarer Zeit noch kein rentables Speichermedium mit hoher Kapazität für erneuerbaren Energien geben wird. Sicher, die Entwicklung schreitet voran, ist aber derzeit noch in den Anfängen.
Noch einmal ganz einfach dargestellt über was wir reden: Ich wohne am Oberrhein, die Sonne ist unter gegangen, die Windräder oben auf dem Feld stehen still. Unser E-Auto hängt am Netz, der Fernseher (oder PC) läuft, Kühlschrank ebenfalls, im Schlafzimmer läuft für die nächsten 2-3 Stunden die Klima.
Woher kommt der Strom?
Im Winter sind wir nicht selten 1-2 Wochen ohne Sonnen und Wind am Stück. Woher kommt diese riesige Menge an Strom, zumal immer mehr Leute beginnen mit Klimaanlagen und Heizlüfter zu heizen.
Ich versuche auch optimistisch zu sein, aber ich sehe für die nächsten Jahre keine Möglichkeiten auf fossile Energie verzichten zu können, auch wenn immer mehr Windräder gestellt werden und Solarflächen entstehen.

Gruß Jörg
Panflam ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.08.2022, 11:13   #2
perser
 
 
Registriert seit: 25.11.2012
Ort: Neumünster
Beiträge: 5.652
Zitat:
Zitat von Panflam Beitrag anzeigen
Noch einmal ganz einfach dargestellt über was wir reden: Ich wohne am Oberrhein, die Sonne ist unter gegangen, die Windräder oben auf dem Feld stehen still. Unser E-Auto hängt am Netz, der Fernseher (oder PC) läuft, Kühlschrank ebenfalls, im Schlafzimmer läuft für die nächsten 2-3 Stunden die Klima.
Woher kommt der Strom?
Noch einfacher dargestellt: Die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer in Deutschland liegt in sehr guten Jahren bei 1500-1600 Stunden. Der Wind weht etwa 2000 Stunden jährlich in nennenswerter Stärke. Ein Jahr hat aber nun mal 8760 Stunden, in Schaltjahren noch mehr...
__________________
Gruß Harald

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
perser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 14:55   #3
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
@Panflam&Perser: Ich denke, eure Erkenntnisse sind nicht neu. Ich habe selbst über 40Jahre am Oberrhein gelebt und kann das auch bestätigen.

Ja, ich sehe auch dass die el. Speicherung ein noch nicht gelöstes Thema ist. Jedoch gehört zur Wahrheit auch, dass hier im Norden die Windräder oft wegen der zu geringen Abnahmen aus dem Süden still stehen. Es fehlt aber daneben auch an der zu geringen Leistungsfähigkeit des gesamten Netzes und natürlich auch an der großtechnischen Erzeugung von grünem Wasserstoff. Deren Anwendung m.W. weltweit noch in den Kinderschuhen steckt.
Aber Altmeier und Co haben nicht nur die Entwicklung und Produktion von Solarenergie im Osten aufgegeben, sondern in ganz Deutschland auch den Netzausbau eher behindert sowie den Windkraft Offshore-Ausbau an den Küsten abgewürgt. Altmeiers Energiepolitik wurde selbst von der Industrie als unglücklich abgelehnt.
Wir werden zudem nicht nur einen Energiemix, sondern auch einen smarteren Energieeinsatz hinbekommen müssen.
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )
Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 18:26   #4
atlinblau
 
 
Registriert seit: 09.03.2020
Beiträge: 321
NEX F3

Ich finde den Gedanken durchaus glaubhaft, dass sich Altmeier als Politiker offensichtlich von zu vielen Lobbyisten anfüttern ließ.
atlinblau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 18:51   #5
flyppo
 
 
Registriert seit: 02.06.2017
Ort: Berlin
Beiträge: 925
Was bezahlt ihr E-Autobesitzer denn pro kWh an Ladesäulen?
flyppo ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.08.2022, 19:51   #6
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.343
Zitat:
Zitat von flyppo Beitrag anzeigen
Was bezahlt ihr E-Autobesitzer denn pro kWh an Ladesäulen?
Werden E-Ladesäulen bei Strommangel überhaupt funktionieren? Dürfen E-Autos geladen werden, wenn Häuser ohne Heizung sind? Warum schaltet man schon jetzt die Straßenbeleuchtung ab, E-Autos fahren aber weiter?
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (07.08.2022 um 19:53 Uhr)
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 22:17   #7
amateur
 
 
Registriert seit: 01.10.2005
Ort: Region Hannover
Beiträge: 7.725
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Werden E-Ladesäulen bei Strommangel überhaupt funktionieren? Dürfen E-Autos geladen werden, wenn Häuser ohne Heizung sind? Warum schaltet man schon jetzt die Straßenbeleuchtung ab, E-Autos fahren aber weiter?
Wenn die Häuser ohne Heizung sind, dann willst Du auch nicht mehr groß durch die Gegend fahren. Und glaubst Du, dass dann zeitgleich anderer Treibstoff wie Diesel zum reichlich verfahren vorhanden ist?

Mein Auto lädt übrigens zu 70% von meinem Dach. Zu weitern 15% aus dem Stromnetz an meiner Wallbox und nur zu 15% unterwegs an fremden Ladesäulen. Wenn man nicht gerade Vertreter ist, kommt das ja gar nicht so häufig vor, dass man mehr als 350km fährt. Vom Dach "tanke" ich für knapp 7 Cent pro kwh, weil diesen Witzbetrag bekomme ich ansonsten bei Einspeisung ins Netz bezahlt. Im Mix fahre ich dabei also für unter 5 EUR auf 100 km. Dazu kommt Steuerfreiheit, kostenlos in der Stadt parken und Wartungsarmut. Wie teuer das Fahrzeug am Ende war, wird sich beim Wiederverkauf zeigen, den ich aber so schnell nicht anstrebe.

Zur Not muss bei Stromknappheit und Dunkelflaute eben der konventionelle Zweitwagen genutzt werden. Den fahre ich übrigens gar nicht mehr so gern, weil das E-Auto fahren einfach unheimlich komfortabel ist und Spaß macht und einen die kleinen Vibrationen in einem durchaus komfortabel gedämmten Auto genauso wie Turbolöcher (so klein sie auch sein mögen) und ähnliches stören.

Aber die Atomkraftwerke werden ja jetzt ziemlich sicher weiterlaufen und damit sind ja eigentlich alle Probleme gelöst, wenn man den starken Stimmen hier so seit Wochen lauscht.

Stephan
__________________
Für mehr Kategorischen Imperativ dieser Tage!
amateur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2022, 07:09   #8
Franco44
 
 
Registriert seit: 11.10.2012
Beiträge: 320
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Werden E-Ladesäulen bei Strommangel überhaupt funktionieren?
Werden die Benzin-Zapfsäulen bei Strommangel überhaupt funktionieren?
Wenn Strom in unser Haus kommt, funktioniert auch meine 11 kW Wallbox.

Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Dürfen E-Autos geladen werden, wenn Häuser ohne Heizung sind?
Ja, warum nicht? Dürfen Autos noch schneller als 100 km/Std fahren?

Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Warum schaltet man schon jetzt die Straßenbeleuchtung ab, E-Autos fahren aber weiter?
Weil E-Autos nicht mit der Straßenbeleuchtung verbunden sind!
__________________
Gruß,
Frank-Harald (alias Franco44)

R.I.P A-Mount
Franco44 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 19:55   #9
KSO
 
 
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: München
Beiträge: 1.859
Zitat:
Zitat von flyppo Beitrag anzeigen
Was bezahlt ihr E-Autobesitzer denn pro kWh an Ladesäulen?
An öffentlichen Ladesäulen 0,40€ - 0,8€ pro kWh, je nach Ladestrom (AC oder DC) und Anbieter.
__________________
Gruss Knut

500px Flickr

Geändert von KSO (07.08.2022 um 21:08 Uhr) Grund: Ich nehme ein „h“.
KSO ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2022, 20:21   #10
flyppo
 
 
Registriert seit: 02.06.2017
Ort: Berlin
Beiträge: 925
Zitat:
Zitat von KSO Beitrag anzeigen
An öffentlichen Ladesäulen 0,40€ - 0,8€ pro kW, je nach Ladestrom (AC oder DC) und Anbieter.
Wow, für die Preise würde ich mir nie eine E-Karre holen.
flyppo ist offline   Mit Zitat antworten
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