Dem kann ich nur beipflichten. Nachtaufnahmen oder auch ein Feuerwerk nie mit Automatik filmen/fotografieren. Die Automatik/Halbautomatik versucht immer irgendwie einen Durchschnittwert zwischen den sehr hellen und den dunklen Bildinhalten zu erzeugen. Meist werden die dunklen Passagen zu einem "Hellschwarz" und die hellen Passagen sind trotzdem noch überbelichtet und weisen keine Zeichnung mehr auf.
Ich stelle zuerst einmal an der Kamera im M - Modus sinnvolle feste (Erfahrungs)Werte ein, wie sie screwdriver empfielt, mache damit ein Foto und überprüfe die Einstellung. Danach korrigiere ich ggf. Blende und/oder ISO-Wert so lange, bis das Ergebnis zufrieden stellt. Mit dieser "Foto"Einstellung filme ich dann auch ein Feuerwerk.
Noch ein Hinweis: bei Nachtaufnahmen unbedingt dominierende helle Lichtquellen im Vordergrund vermeiden. Je dunkler der Vordergrund ist, je kontrastreicher (knackiger) sind die wichtigen Bildinhalte.
Aufnahmen im Schnee und im grellem Sonnenlicht sind nicht ganz einfach. Auch hier empfielt sich eine manuelle Belichtung. Probleme gibt es auch mit dem Weißabgleich, der meist blaustichig ist. Korrektur erfolgt entweder in der Bildbearbeitung, was z.B. mit Lightroom ein Kinderspiel ist, oder vor der Aufnahme mit der manuellen Einstellung der Kelvin-Werte. Doch habe ich oft festgestellt, dass das, was die Kamera auf ihrem Bildschirm zeigt auf dem (kalibrierten) PC-Monitor nicht mehr stimmt. Selbst unterschiedliche Bildbetrachter liefern manchmal unterschiedliche Ergebnisse.
Gruß vobe49
Geändert von vobe49 (18.01.2018 um 17:56 Uhr)
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